Kundenmeinungen
Endlich macht es einer: den Unterschied!, 30. September 2008
Lange haben wir auf einen Musiker in Deutschland gewartet, der wieder einen Unterschied macht.Torsten Goods hat mit dieser CD bewiesen, dass er ein ganz Grosser ist und einen guten Mittelweg zwischen Können auf dem Instrument und kategorienfreier Musik, die auch Nicht-Jazz-Fans hören können, gefunden hat.George Benson hat es vorgemacht und Torsten Goods ist auf dem besten Wege ihm zu Folgen, ohne seine eigene Marke ausser acht zu lassen. Die Coverversionen sind - wie selten bei anderen Künstlern - Highlights des Albums und ein Grossteil der eigenen Stücke fügen sich perfekt in den Klang des Albums ein.Ich bin sehr gespannt, wo es diesen Musiker noch hintreibt. Wenn er so weitermacht, kann er international vorne mitspielen, weil er sein Instrument beherrscht und trotzdem die Menschen anspricht. Dies sollte ein Erfolgsgarant sein. Bleibt zu hoffen, dass er sich dieses Potential nicht von Kritikern oder so genannten Fachleuten vernebeln und verwässern lässt.Für mich 5 Sterne für den neuen Stern am Himmel der guten Musik!
Torsten Goods - 1980, 29. September 2008
1980 hatte die populäre Musik ihre Unschuld weit hinter sich gelassen. Pink Floyds "Another brick in the wall" war ein letztes Aufbäumen der Rockdinosauriere. Die Nachwehen des Punk stürzte die Rockszene in eine kommerzielle Krise, die neue deutsche Welle würde kurze Zeit später die Hörgewohnheiten des deutschsprachigen Radiohörers massiv beeinflussen.In diesem Jahr erblickte auch Torsten Gutknecht das Licht der Welt. Sein Geburtsjahr ist auch der Titel seiner neuen CD. Auf "1980" interpretiert er einige Songs der 80er mit denen er aufgewachsen ist, die ihn maßgeblich beeinflusst haben (anscheinend hat(te) sein Vater einen guten Musikgeschmack). Sein Mentor Les Paul (Erfinder der weltberühmten Les Paul Gitarre) war es, der die Namensänderung von Gutknecht zu Goods initiierte. Im Alter von 18 Jahren besuchte Torsten Goods verschiedene Workshops in den USA und von 2001 bis 2003 erhielt er ein Stipendium für Jazz Gitarre an der renommierten New School University in New York City. 2005 wurde Goods als einziger aus Europa zur berühmten Thelonious Monk Jazz Guitar Competition" in Washington DC, USA eingeladen und schaffte es unter die ersten 10 Finalisten.Sein Werk "1980" reichert das jazzige Fundament um Popmomente, hier und da einer Prise Soul, zu einer stilsicheren und geschmackvollen Melange an. Auch wenn Goods mit seiner Gitarre in George Benson Manier die Zwiesprache sucht, passiert das nie ohne rechtzeitig den richtigen Ausgang zu finden. Die Queen Hommage an den Rock'n Roll "Crazy little thing called love" wird zur "shuffelnden" Swingnummer. Das von Goods geschriebene "Don't let it get you" reiht sich nahtlos als weitere Songperle in die vielfarbige Kette von Musikstilen. Toto's "99" groovt cool im Originalarrangement, reduziert auf das Essentielle. Die Blues-Reminiszenz an Robben Ford in "Start it up" ist unüberhörbar.Goods sieht sich in erster Linie als Gitarrist, jedoch weiß seine Stimme mit angenehmem Ton und sicherer Phrasierung zu begeistern, Michael Bublé, Jamie Cullum und Roger Cicero sind hörbare Paten. In "1980" gelingt es Goods mühelos neben seinen Eigenkompostionen auch die Coverversionen von Queen, Toto und Billy Joel "Goods-like" zu interpretieren, zu seinen Eigenen zu machen und ein stimmiges Werk abzuliefern.In Zeiten von unverhältnismäßigem "Soundpimping" bereitet die Produktion hörbare Entspannung. Sie lässt den Instrumenten und Goods Stimme viel Raum zum Atmen.
Da bleiben keine Wünsche offen., 18. September 2008
Es ist schön, wenn nicht nur die Popmusik ihre Tore nach allen Seiten öffnet, sondern wenn auch andere Musikgenres sich der Popmusik nähern. So geschehen auf dem Album "1980" des jungen Jazz-Gitarristen Torsten Goods. Jeans, Turnschuhe und Strubbelhaare sind die äußerliche Merkmale, zwölf Songs zwischen drei und sechs Minuten bilden die Basis für eine richtig gute Vocal-Jazz-Scheibe, die auch jedem Pop-Fan gefallen wird.Der Düsseldorfer mit irischen Wurzeln wurde 1980 geboren und hatte diverse Jazz-Größen als Gitarrenlehrer, die ihn schließlich bis nach New York führten. Bis heute tritt Torsten Goods bei weltweiten Jazz-Festivals auf und begeistert Kritiker und Publikum.Das seinem Geburtsjahr gewidmete Album "1980" ist bereits sein fünftes und beinhaltet neben gelungenen Cover-Versionen (u. a. "Crazy Little Thing Called Love" von Queen als Swing oder "It's Still Rock'n'Roll To Me" von Billy Joel) auch eigene Werke, darunter vier Instrumentalstücke. Die Gitarre ist generell nicht so dominant wie man erwarten könnte, sondern hat nur ihre kleinen Solo-Auftritte, welche Torstens Virtuosität beweisen, und steht sonst meistens im Dialog mit Klavier, Horn oder anderen analogen Instrumenten. Auch sind die Arrangements keineswegs an die 80er Jahre angelehnt. Goods Stimme ist angenehm zu hören und variabel, liegt mal zwischen Robbie Williams und Michael Bublé, klingt beim nächsten Song wieder aufregend "schwarz".Es gibt den großen Big-Band-Sound, das lässig gestrichene Schlagzeug, den Funk mit Wah-Wah-Gitarre, die Streicher-Ballade und am Ende sogar einen richtigen "Shouter" mit herrlicher Wurlitzer-Orgel. Da bleiben keine Wünsche offen.
Ein guter Jahrgang :o), 7. September 2008
Torsten Goods ist wie ein guter Wein, der mit den Jahren immer besser wird. Mit "1980" setzt er den 80ern sein persönliches Denkmal. Ein Jahrzehnt, in dem der Musiker seine Helden entdeckt hat und somit selbst zur Musik gekommen ist. Auf "1980" sind Torstens Eigenkompositionen zahlreicher vertreten als auf "Irish Heart", aber auch die Cover können sich sehen und vor allem hören lassen :o) Das Album stellt einen guten Mix aus vokaler und instrumentaler Musik dar, das heißt, dass für jeden Geschmack was dabei ist. Für die Liebhaber rein vokaler Kunst, die sonst einem Bublé frönen, könnten die Gitarrensoli etwas anstrengend sein, aber es lohnt sich auf jeden Fall reinzuhören, den bei "1980" handelt es sich um ein Gesamtkunstwerk. Schließlich ist Goods ein ausgezeichneter Gitarrist und es wäre schade, wenn diese Kunst zugunsten irgendwelcher Kompromisse und akustischer Gefäligkeiten vernachlässigt würde. Insgesamt ein sehr schönes, erwachseneres, reiferes und cooleres Album, wenngleich auch das Vorgängeralbum "Irish Heart" sehr empfehlenswert ist. Mit beiden Alben erzählt der Künstler etwas aus seinem Leben, wobei ihm der Spagat zwischen Kunst und Kommerz wirklich gut gelingt. Zuletzt auch ein Lob an den Fotografen, der die Atmosphäre der 80er Jahre gut einzufangen wusste.Ich habe an "1980" nichts auszusetzen und vergebe daher 5 Sterne. Viel Spaß beim Anhören!
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