Kundenmeinungen
Massentauglich, 24. Oktober 2008
Black Stone Cherry haben ihr zweites Album massentauglicher gemacht. Vor allem die Refrains gehen rasch ins Ohr. Aber genau das ist der Grund, warum mir das erste Album besser gefällt. BSC klingen auf dem Debüt rauer und eigenständiger. Auch ein Übersong wie Hell and High Water fehlt. Trotzdem ein tolles Hardrockalbum.
Zeitlose Rock-Unterhaltung !!!, 8. Oktober 2008
Also über die Aussagen mancher Leute kann man echt nur mit dem Kopf schütteln. So sagen beispielsweise einige sogenannte "Experten", dass traditionelle Musikrichtungen wie Hardrock oder der gute alte Classic-Rock mittlerweile längst vom Aussterben bedroht wären. Um diese äußerst zweifelhafte Feststellung als bloßen Humbug zu entlarven, bedarf es nur der Auflistung einiger bärenstarker Rock-Scheiben der vergangenen Monate: SCORPIONS ("Humanity - hour one") , MÖTLEY CRÜE ("The Saints of Los Angeles"), AIRBOURNE ("Runnin' wild"), WHITESNAKE ("Good to be bad") , EXTREME ("Saudades de rock") , MAGNUM ("Princess Alice and the broken arrow") , JOURNEY ("Revelation") und viele, viele andere...Und eines kann man dazu mit Gewissheit sagen. Solange es noch sooo talentierte Hardrock-Newcomer wie BLACK STONE CHERRY - die mit "Folklore and superstition" nun bereits ihr zweites bärenstarkes Album parat haben - gibt, muss man um die Szene keinesfalls Angst haben.Die vier Jungspunde haben sich im Vergleich zu ihrem selbstbetitelten Debüt nochmals steigern können, und haben ihr musikalisches Grundkonzept dabei aber auch nur ganz minimal "abgerundet". So setzen BLACK STONE CHERRY nun vermehrt auf Mid-Tempo, und verleihen einigen Songs dadurch nochmals eine gesunde Portion Heaviness. Aber sonst ist eigentlich alles beim alten geblieben. Das Quartett rockt herrlich frisch, zielgerichtet und mit einer Vielzahl packender Melodien drauflos, dass selbst dem größten Zweifler schnell Hören und Sehen vergeht. Auf den 13 Songs auf "Folklore and superstition" platzieren sich BLACK STONE CHERRY auch anno 2008 geschmackssicher zwischen Bands wie LYNYRD SKYNYRD , THUNDER , TESLA , THE BLACK CROWES und ALTER BRIDGE. Hier gibt es also eine amtliche Mischung aus traditionellem Hardrock, zeitgemäßem Nu-Rock mit herrlich zeitlosen Southern Rock-Zitaten. Hat früher schon Spaß gemacht...und macht es auch heute noch.Anspieltipps unter den 13 Tracks zu finden, ist eigentlich komplett überflüssig. "Folklore and superstition" entpuppt sich nämlich bereits beim ersten Hördurchlauf als homogenes, mitreißendes Rock-Schmankerl, welches ohne nennenswerte Aussetzer daher kommt. Songs wie der kernige Opener "Blind man" , "Devils queen" oder "The bitter end" sind im Up-Tempo gehalten, wohingegen bei amtlichen Groovern wie "Long sleeves" , "Reverend krinkle" oder dem traumhaft schönen "Please come in" (was für ein Chorus!) gern mal einen Gang zurückgeschaltet wird. Beim warmherzigen "Soulcreek" schimmern dezente Gospel-Vibes durch, die den Hörer automatisch an KINGS X erinnern. Dieser Eindruck wird durch die charismatische Stimme des Sängers - der Gute erinnert mehr als einmal an Doug Pinnick! - nochmals verstärkt. Während der Stampfer "The key" als lupenreine Grunge-Nummer im ALICE IN CHAINS-Stil durchgeht, darf bei emotionalen Herzschmerz-Balladen wie "You" , "Peace is free" (schnüff!) und dem pathetischen "Things my father said" die eine oder andere Träne über die Wange kullern. Speziell diese drei Songs sind Ohrwürmer par excellance, und hätten wirklich das Potential, bei jeder gottverdammten Radiostation dieses Landes in Endlosschleife gespielt zu werden. Die größte Überraschung dieses formidablen 13-Trackers ist jedoch der Song "Sunrise", der im Mittelteil mit richtig geiler Reggae-Schlagseite daher kommt, und beim Hörer buchstäblich für Sonnenschein - in Form von guter Laune - sorgt. Absolut grandios !!!BLACK STONE CHERRY haben musikalisch mal wieder alles richtig gemacht, und haben mit "Folklore and superstition" eines der komplettesten Rock-Alben des Jahres vorgelegt. Und da auch Booklet und Cover äußerst geschmackvoll gestaltet sind, ist die volle Punktzahl von 5 Sternen absolut gerechtfertigt. Also, losgehen und kaufen. Danke fürs Gespräch...
Fetter Rock & gefühlvolle Melodien., 3. September 2008
Ich kannte die Band nur vom Hören, und das 1. Album ist mir immer noch gänzlich unbekannt (Mittlerweile aber sehr schnell auf meinem Wunschzettel gelandet). Aber nach der super Bewertungen der Fachmagazine dachte ich mir, das hörst du dir mal genauer an! Und was soll ich sagen, diese Scheibe hat das Zeug ein Klassiker zu werden... Supergeile Rocker und unheimlich gefühlvolle Melodien. Bei einigen Stücken, hat man das Gefühl durch das nächtliche New Orleans auf Kneipentour zu gehen um abzurocken (Devils Queen). Andere Nummern kriegt man überhaupt nicht mehr aus den Gehirnwindungen, wie z.B. "Soulcreek", "Peace is free" & "Sunrise". Und dann bleibt da noch die ruhige Seite der Band zu erwähnen. Stücke wie "Things my father said" & "You" sind schöne Seelenschmeichler, die eigentlich sogar Radio - Airplay verdient hätten. Kitschig? Kann man drüber streiten, ich finde diese Stücke (samt Texte) unheimlich angenehm und entspannend. Also, gar nicht groß drüber nachdenken und kaufen... Ach ja, ein schlechtes Lied habe ich auch nach 1000 maligen hören noch nicht ausmachen können. Viel Spass damit... EVERYBODY WANTS TO BE DOWN AT SOULCREEK...
Fetter Sound wie immer aber zum Teil ruhiger als das erste Album!, 26. August 2008
Ich finde das Album super! Obwohl die Ballade "Things my father said" nicht ganz zum Rest des Albums passt. Dennoch sind Lieder wie "Blind Man", "Devils Queen" und "Peace is free" lieder die einem im Kopf bleiben. Überhaupt ist das ganze Album ein Hit, auch wenn es insgesamt ein wenig ruhiger scheint als das erste, die Gitarrenriffs sind immer noch richtig fett!
Traditionen der Heimat, 26. August 2008
Trotz ihres jungen Alters zeigen sich die Mitglieder von "Black Stone Cherry" in vielerlei Hinsicht traditionell und bodenständig. Sie machen kein Geheimnis daraus, daß sie keine Biertrinker sind und waren nie die Art von Söhnen, die gegen das Elternhaus rebelliert haben. Auch mit der Wahl ihrer Musikrichtung verfolgen sie gebräuchliche - ja fast schon eingestaubte Pfade, die einst Bands wie "Lynyrd Skynyrd", "Ted Nugent", aber auch "Led Zeppelin" beschritten. Moderner Southern/Country Rock, der in der Spitze Post Grunge Einflüsse zulässt. Nicht zuletzt inspiriert durch den Vater von Bassist John Lawhon, ein Gründungsmitglied der Grammy Gewinner "Kentucky Headhunters", starten sie 2001 ihre ersten Gehversuche und veröffentlichen 2007 ihr selbst betiteltes Debüt auf Roadrunner Records. Mit einer überzeugenden Selbstverständlichkeit und einem besonderen Gespür für griffige Hooks, sowie zeitlosen Hard Rock Einflüssen zählte das Album innerhalb des Genres nicht nur für mich zu den stärksten Releases dieses Jahres. "Folklore and superstition" ist der Nachfolger und erfüllt den selbst gesetzten Qualitätsstandard mit Leichtigkeit. Zwar wurde der Fuß mitunter auch mal vom Gaspedal genommen, die Musik verliert aber zu keiner Zeit etwas von ihrem Profil und ihrer Griffigkeit. Südstaaten Rocker in ihrem Element, die es verstehen eingängige, bluesige Songs zu schreiben, die dennoch Ärsche treten können. "Blind man" stellt mit seinen knackigen Riffs und dem markanten Gesang von Chris Robertson gleich zu Beginn eine Bindung zum Hörer her und man bekommt schnell das Gefühl gute, alte Bekannte wiederzutreffen. "Reverend Wrinkle" gibt sich in Sachen upbeat Gitarrenbrett ebenfalls keine Blöße und überzeugt mit hymnischen Refrain, der zum Mitgrölen einlädt. Selbst wenn es mal ruhiger wird, wie bei der Ballade "Things my father said", halten sie die Spannung, was nicht zuletzt der reibeisernen Stimme des Frontmannes zu verdanken ist. Möglich, daß solch eine Nummer die Brücke zum Mainstream schlägt, aber kalkulierte Berechnung vermuten hier wohl nur Neider und Mißgönner. Unterstützt wurden sie bei den Aufnahmen in den Black Bird Studios in Nashville von Produzent Bob Marlette (Airbourne, Ozzy Osbourne, Shinedown), der mit seiner Erfahrung sicherlich dazu beigetragen der Platte den letzten Schliff zu verleihen. Dadurch zwar mit weniger Ecken und Kanten als der Vorgänger, aber immer noch erdig genug, um die meisten Anderen in dieser Musikrichtung in den Schatten zu stellen.Anspieltipps: "Blind man", "Reverend Wrinkle" und "Devil's Queen"
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