Kundenmeinungen
Lifeshow light, 5. Juli 2008
Im Moment ist es relativ ruhig in der deutschen Hip Hop Szene, und das hat sicherlich nicht nur mit dem alljährlichen Sommerloch zu tun: Bekannte Stars halten sich mit Veröffentlichungen zurück - umso wichtiger, das aufstrebende Nachwuchstalente wie der mittlerweile volljährige F.R. versuchen, die klaffende Lücke zu füllen. Dass F.R. in jeder Hinsicht das Talent dazu hat, konnte man bereits an früheren Releases erkennen. Jetzt gilt es für den Rapper, sich den Respekt, den er dank seines Wunderkind-Status bereits in Form von Vorschusslorbeeren zu Beginn seiner viel versprechenden Karriere erhielt, auch für seine Musik zu erarbeiten. Denn in Zukunft wird bei der Beurteilung der Platten sein junges Alter nicht mehr mitberücksichtigt, sondern nur noch seine Leistung bewertet. Und für die braucht er sich auf "Vorsicht, Stufe" nicht zu verstecken.Reimtechnisch beherrscht F.R. bereits jetzt alles, was einen guten Rapper ausmacht, aber viele gestandene Künstler selbst nach fünf Alben noch nicht vollständig drauf haben: Originelle Wortspiele, geschmeidige Doppelreime und kreative Punchlines. F.R. schafft es, auf Battletracks - gerne auch in Doubletime - reimtechnische Feuerwerke abzufackeln, und findet bei nachdenklicheren Songs die richtige Mischung aus Reimkunst und Inhalt, ohne einen der beiden Aspekte zu vernachlässigen. Sein Flow ist gerade bei Battle-Texten sehr passend und professionell, aber bei besonders anspruchsvollen Betonungen nicht immer optimal. Die Hooks sind teils sehr eingängig und eigentlich immer gelungen, auch die Beats sind aufwendig produziert und kraftvoll, aber könnten noch etwas mehr Atmosphäre verbreiten. Bei der Auswahl der Feature-Gäste hat F.R. dankenswerterweise auf zweitklassige Mittelmaß-Rapper verzichtet und sich hauptsächlich auf Olli Banjo verlassen, dessen guter Name bereits die Aufmerksamkeit auf sich zieht und von dessen Stil sich F.R. bei dem ein oder anderen Track sichtlich hat inspirieren lassen. So trägt nicht nur das Banjo-Feature "Geister & Dämonen" dessen Handschrift, sondern auch "Prison" - einer der aufwendigsten und besten Tracks des Albums - erinnert hörbar an den Track "Ich bin frei" aus Olli Banjos Klasse-Album "Lifeshow". F.R. nimmt - ähnlich wie Banjo - mittlerweile kein Blatt mehr vor dem Mund und geht sprachlich auch noch direkter zur Sache als auf den alten Werken. Inhaltlich befindet sich F.R. noch in einem gefährlichen Zwiespalt: Greift er die Themen zu sehr aus seinem eigenen Leben und rappt über Schule, Erwachsen Werden und ähnliches, läuft er Gefahr, nicht ernst genommen zu werden. Macht er auf reif und täuscht Lebenserfahrung vor, indem er die großen Themen wie Politik und Gesellschaftskritik aus der Sicht eines Dreißigjährigen anpackt, verstellt er sich und verliert an Glaubwürdigkeit. Einer der Umstände, die verhindern, dass "Vorsicht, Stufe" "nur" ein gelungenes Rap-Album und kein zeitloser Klassiker ist. Ein anderer Faktor in diesem Zusammenhang ist, dass trotz aller überwältigen Reim-Skills (Siehe z.B. der Song "Nie gesehen") noch keine so vielschichtige Atmosphäre vorherrscht, was auch an den Beats liegt, die zwar an sich gelungen, aber zu kalt und unpersönlich sind. Zu einem Klassiker-Album fehlen die ganz großen Songs im Stile eines "Weck Mich Auf" oder "Und was ist jetzt", zu denen F.R. reimtechnisch das Potenzial hat, die aber inhaltlich bzw. musikalisch noch außer Reichweite liegen.Trotzdem ist F.R. - auch wenn man einmal sein Alter unberücksichtigt lässt - ein empfehlenswertes Album gelungen, das mit Titeln wie "Rap braucht Abitur", "Prison", "Kopf gegen Herz", "Nie gesehen" und "Alles was ich habe" etliche starke Songs zu bieten hat und ohne Füllmaterial auskommt, aber noch nicht über die Atmosphäre und die thematische Bedeutung verfügt, die "Vorsicht, Stufe!" zu einem zeitlosen Klassiker-Album machen würde.
Vorsicht, F.R.!, 1. Juli 2008
Was F.R. hier hingelegt hat, ist genial! Super Themen, super Beats, super F.R.! Mir gefällt nur ein Track ("Rap ist mein Fetisch") und das Ercandize-Feature (der ist doch weit unter F.R.s Niveau..) nicht.Wenn man Fabians alten Alben kennt, wird man "Alles was ich habe" lieben! ;)
Gutes Stück deutsche Rapmusik, 1. Juli 2008
Sehr empfehlenswertes Album. Saubere - manchmal etwas sehr glatte - Produktionen aber was wirklich heraussticht, ist die Qualität der Texte und der technische Anspruch der Delivery. Endlich mal ein deutsches Rap-Album, dass nicht mit jeder Punchline meine Intelligenz beleidigt. Davon nehm ich mehr! Für meinen Musikgeschmack hoffe ich, dass diese Scheibe ein Erfolg wird - also kauft das Ding!
F.R. Einfach Super , 27. Juni 2008
Also das Album ist einfach super geworden, endlich mal vernünftiger Rap und nicht so ein mist den es sonst gibt. F.R. gibt eine ganz neue richtung der Rapmusik an. In kann nur sagen weiter so und ich kann die CD jedem nur empfehlen kaufen lohnt sich. Ich persönlich finde alle Lieder auf dem Album sind top.
Erwachsen geworden!? Mehr als das., 20. Juni 2008
Ein unglaubliches Album. Es flasht mich nicht so sehr, da mir die Art Rap nicht liegt aber ich sehe sehr deutlich die Steigerung und seinen Anspruch auf einen der oberen Plätze im Rapbizz. Teilweise total geniale Rhymes, Beats passend, sauber gemacht und sein Rap ist immer On Point.Ich kanns nur empfehlen, einfach geil. Kaufen kaufen kaufen!
|