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Ry Cooder: I,Flathead

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I,Flathead

Ry Cooder

Nonesuch (Warner)

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05/Dez/2008 - 15:24

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Beschreibung

Mit I, Flathead beendet Ryland Cooder seine als Trilogie angelegte, fiktive wie reale Kalifornien-Historie, die in der ersten Hälfte und Mitte des 20. Jahrhunderts spielt. Wurde der legendäre Gitarrist und Storyteller auf dem formidablen Chavez Ravine noch vom Latin-Fieber gepackt, grub er sich auf dem sehr akustisch instrumentierten My Name Is Buddy mit all seinen Balladen bis tief zu den Wurzeln amerikanischer Musik vor, so hat das finale Album einen anderen Charakter. Passend zur annähernd 100-seitigen Novelle „I, Flathead“ - die der Luxusedition beiliegt - richtet sich Cooders Blick in die Zukunft. Dazu schlüpft er in die Rolle von Kash Buk, einem Outlaw, Beatnik, Salzebenen-Rennfahrer und Bandleader der Klowns. Zum Schluss des Albums, in dem Song „5000 Country Music Songs“ wird endgültig deutlich, dass ein Mann auf ein Leben zurückblickt, dessen Hoffnungen und Träumen in der Desillusion enden. Die besteht aus einem Trailer als Wohnung, zwei verrosteten Cadillacs und ein paar Tausend Liedern, die kein Mensch in der Country-Zentrale Nashville haben will. Die sicheren Wege, die Ry Cooder hier zumeist elektrifiziert geht, führen ihn an bekannte Vintage-Orte: Blues, Rock & Roll, Honky Tonk, Latin, Mariachis, Country und Roots-Rock. Die ganz großen Überraschungen bleiben vielleicht aus, aber es bleibt ein Vergnügen diesen vibrierenden Liedern und berührenden Balladen zuzuhören. --Sven Niechziol




Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ry Cooder kehrt zu seinen Wurzeln zurück, 14. September 2008

I, Flathead ist seit "get rhythm" und somit seit 22 Jahren wieder das erste Album von Ry Cooder, das ihn an seine Anfängen zurückführt. Es ist sogleich eine Retroperspektive an sein früheres Schaffen wie z.B. I walk the line als auch seine musikalischen Wurzeln. Es lehnt sich somit eher an das Album "into the purple valley" an.Für treue Ry Cooder-Fans, zu denen zähle ich mich nun seit seinem Engagement bei den Rolling Stones, ist es endlich wieder einmal ein Album, wie man es von ihm schon lange gewünscht hat. Dennoch bleibt es nicht ganz ohne Wermutstropfen. Die Idee eines Konzeptalbums und einer die Songs übergreifende Story, wie es nun Ry Cooder seit 3 Alben praktiziert, ist hier zuviel des Guten. Ein paar in sich geschlossene Songs im Blues und Soulstil, wo Ry Cooder ein Meister ist, wären schön gewesen. Ausserdem ist es für mich unverständlich, dass weder die Songtexte beigefügt sind noch überhaupt ein Hinweis auf die Musiker und Produktionsnangaben vorhanden ist. Diese Unterlassung ist eher bei der Plattenfirma als bei Ry Cooder zu suchen, da er lieber seine Musiker als sich selbst in den Vordergrund stellt.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Endlich, endlich, endlich, 9. September 2008

Andernorts in diesem Laden bezeichne ich mich zwar als "Calexicaner", nochmehr allerdings bin ich Ry Cooders Musik seit Jahrzehnten verfallen. Entsprechend fiebere ich jedem neuen Album entgegen. In den letzten Jahren jedoch mit gemischten Gefühlen, da ich dachte, seine Ausflüge nach Kuba hätten den Altmeister schon ein bisschen seine eigenen gitarristischen Wurzeln vergessen lassen. Das Bottleneck brauchte ich dieses Mal nicht mehr in diesem Maße vermissen, wenngleich im Vergleich zu den alten Produktionen Cooder das metallerne Ding an seinem linken Mittelfinger nicht mehr permanent angewachsen zu sein scheint. Trotzdem: Cooder-Puristen werden mit diesem Album wieder ihre reine Freude haben, so auch ich über weite Strecken. Sein Vortrag wieder einmalig und bei genauerem Hinhören entlockt er seiner Strat wieder die herrlichsten Töne. Besonders geil: "Riding with the blues"! Daher auch die mit durchaus persönlicher Wohlgesonnenheit des Über-Fans verliehene Höchstbenotung!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Cooder reitet wieder, 22. August 2008

Der begnadete Storyteller und Musikethnologe kramt tief in seiner Zauberkiste und präsentiert ein über weite Strecken gelungenes Epos über einen desillusionierten und abgetakelten Rennfahrer namens Kash Buk. Umrahmt dessen Moritaten mit dem typisch Cooder`schen Mix aus Folk/Country/Rythm&Blues/TexMex/Mariachi, unterstützt von alten Companeros wie Jim Keltner und Flaco Jimenez. Eine formidable Verbeugung vor Johnny Cash ist ebenso dabei, wie die berührend vorgetragenen Sehnsüchte nach seinem "Filipino Dancehall Girl". "Chicken Skin Music" im wahrsten Sinne des Wortes. Juliette Comageres abschließendes Gesäusel zu "Twin Peaks-Klängen" um das "Little Trona Girl" stellt einen Wermutstropfen dar, den er uns eigentlich hätte ersparen sollen, aber möglicherweise ist diese Dame seine zukünftige Schwiegertochter, wer weiß? Dafür einen Punkt Abzug!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Cooder ist zurück!, 18. Juli 2008

Freunde, Cooder is back! Nach den ziemlich "anderen" musikalischen Ausflügen, die ja schon mit Buena Vista begonnen haben, und sich über die - zweifelsohne nicht schlechten - Platten mit Galban, Buddy und Chavez Ravine ausgiebig fortgesetzt hatten (bis oft hin zur Langeweile), ist der Meister jetzt offensichtlich wieder da! Also ich war wirklich extrem überrascht, eine Platte im Stile der schönen alten 70er-Scheiben vorzufinden! Jetz muss er nur nach Good Ol' Germany kommen, und wir können in Frieden sterben!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Americana Kontinental, 1. Juli 2008

Ob man die Story rund um den Salzsee Rennfahrer Kash Buk nun nach der Lektüre des beiliegenden Romans unterhaltsam findet, oder Sie nur als Ry Cooders Vehikel betrachtet um einen roten Faden in diesen Streifzug durch amerikanische Musiken zu bringen, eines wird auf jeden Fall Klar: musikalisch ist Cooder am Höhepunkt seines Schaffens angeleangt und zeigt hier in fast jeder Stilrichtung (bis auf Funk) die er sich über die letzten 4 Jahrzente zu eigen gemacht hat makelloses songwriting und ausgeprägte Arrangementkunst (Gitarremäßig gibt es ohnehin schon je kaum jemanden der ihm das Wasser reichen konnte).Diese musikalische Reise geht von den Südstaaten bis nach Mittelamerika, von den 20er Jahren bis in die 70er. Country, Southern Rock, Swing, Tex Mex, Latin ein bißchen Folk und natürlich auch den Blues bietet diese Platte in einer handwerklichen Manier die nicht nur perfekt sondern auch äußerst Ansprechend klingt. ,Steel Guitar Heaven' z. Bsp. klingt wie ein verlorener Cole Porter Song, auf dem mit minimalen Arrangement die maximale dazugehörende Atmosphäre erreicht wird. Man stößt auf dieser Platte auf Mariachi Bläser ebenso wie auf eine Brass Band; auf Lateinamerikanische Rhythmen wie auf den country shuffle - einfach vielfältig und kurzweilig wird einem hier die Geschichte der amerikanische Musik des 20en Jahrhunderts erzählt, wenn es in der Story freilich auch um etwas ganz anderes geht.Hervorgehoben sei noch der Sprechgesang auf - dem mit einem genialen Gitarrenpart unterlegten - ,Can I Smoke In Here', denn diesen Song erwartet man sich eher von Tom Waits, er steht aber Cooder eigentlich noch besser.Große Kunst, großes Album mit dem Ry Cooder ein musikalisches Statement setzt, daß wahrscheinlich leider nicht genug gewürdigt werden wird, denn: für diese Art der Musik gibt es nur eine Kategorie bei den Grammys (sonst paßt es stilmäßig nämlich nirgends rein): Album des Jahres, und nachdem dieser Preis heuer erstmals an einen Jazzer ging, wird er nächstes Jahr sicher wieder einem Mainstream Act verliehen werden.




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