Kundenmeinungen
Ram it down, in diesem Sinne..., 21. November 2008
Man muss schon mit einer gehörigen Portion "Fanblindheit" geschlagen sein, um Nostradamus etwas Positves abgewinnen zu können. Das schreibe ich als Fan, der selbst Turbo und Ram It Down noch etwas Gutes abringen konnte. Mit Nostradamus suhlen sich Judas Priest am Bodensatz der eigenen Kreativität, strecken und dehnen die handvoll guten Ideen auf zwei Silberlingen zu einer (auch soundtechnisch) dünnen Masse, die sie selbst zu Turbo-Zeiten keinem Fan vorgesetzt hätten. Aber hört und schreibt Euch Nostradamus ruhig schön...
Naja..., 17. November 2008
Judas Priest ist eine der ersten Metal-Bands die sich an ein Konzeptalbum heranwagen. Und dieses auch die ganze Zeit durchziehen. Doch ob das so gut war?Fest steht das "Nostradamus" nicht das schlechteste Album des Jahres ist. Doch für Judas Priest ist das nicht gerade das gelbe vom Ei, wie der Volksmund so schön sagt. Es gibt eindeutig bessere Alben dieser Band. Einige Songs wie z.B. "Peace" gefallen trotzdem sehr gut.Alles in allem würde ich das Album nur jedem Priest Fan empfehlen und zum einstieg ein anderes Album wählen.
Hätte ich doch nur früher..., 17. November 2008
...diese Cd gekauft.Doch der Reihe nach:Nach dem durchschnittlichen "Angel of Retribution" und dem Schlusspunkt "Lochness" mit seinem unsäglichen Kinderliedrefrain war ich in Richtung "Priest" erstmal bedient. Die Anzahl vernichtender Kritiken der Doppel-CD "Nostradamus" bestätigten zunachst meine Zurückhaltung.Welch ein Fehler! Hätte ich doch schon früher einmal reingehört!Selten habe ich einen besseren Mix aus Thematik, Texten und musikalischer Umsetzung gehört. Über einer düsteren Grundstimmung mit tollen Keyboards von Don Airey thront "die Jahrhundertstimme" Rob Halford. Mein Gott, ist der Mann noch stark. Von mir aus kann er im Konzert so oft vom Teleprompter ablesen, wie er will - Weltklasse, ob singend, kreischend, klagend!Musikalisch dominiert ein bombastischer, teils majestätischer und pathetischer Sound.Nie habe ich Judas Priest vielseitiger und abwechslungsreicher gehört.Das Gitarrenduo Tipton/Downey spielt dabei eher eine unterstützende denn tragende Rolle. Nicht unbedingt ein Nachteil, der Gesamtsound stimmt jedenfalls.Freunde der Living-after-Midnight-Party-Fraktion werden ihre Schwierigkeiten im Zugang zu dieser Doppel-CD haben. Da sich viel im Midtempo-Bereich abspielt, sollten auch Speed-Fans erstmal antesten.Man sollte schon etwas Zeit in "Nostradamus" investieren, es lohnt sich.5 Sterne für eine Doppel-CD ohne nennenswerten Ausfall und damit - auf ihre Art - in einer Linie mit "Painkiller" und "British Steel" zu nennen.
Zwiespältiger Eindruck..., 7. November 2008
Auf die Gefahr hin, mir den Zorn einiger Priest-Fans zuzuziehen: Die überschwängliche Bewertung des "Nostradamus-Opus" von Priest kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Das Werk hat vielleich alles, was ein Priest-Album ausmacht: Power, Atmosphäre, Spielkunst/Freude. Dies alles täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass einige Songs schlicht auswechselbar sind. Dies fällt umso mehr ins Gewicht, je länger das Album läuft. Aus künstlerischer Sicht ist die Veröffentlichung eins Konzeptalbums sicher aller Ehren wert. Ich hoffe trotzdem, das Priest laut Aussage von Halford sobald kein Konzeptalbum mehr machen werden und mit dem nächsten Album wieder abwechslungsreicheres Liedgut herausbringen. Hellbent for leather...
Geniales Spätwerk, 24. Oktober 2008
Wer Judas Priest kennt wird zunächst befremdlich auf das neue Album reagieren. Ich brauchte, ehrlich gesagt, einige Anläufe, um mich an dieses Konzeptalbum zu gewöhnen. Aber wie es mit guter Musik so ist, mit jedem Hören wird sie besser. Gut, anstelle der elektronischen Streicher hätte man sich ein richtiges Orchester gewünscht. Dafür sind aber die Melodien und Spannungsbögen umso genialer. Und Tipton und Downing brennen ein Feuerwerk ab - da können sich die meisten Gitarristen eine Scheibe abschneiden.Ich muss an dieser Stelle auch eine Lanze für Rob Halford brechen. Mit Ende 50 ist er sicherlich kein Falsett-König mehr. Dafür hat er aber ernorm an Stimmfarbe, besonders in den Mitteltönen, gewonnen. Und wie hoch und glasklar er auch ohne Kopfstimme kommt... na, die meisten halb so alten Sänger können sich einen solchen Stimmumfang nur wünschen! Mir haben sich einige Stücke regelrecht in den Kopf eingebrannt. Nostradamus ist momentan eines meiner Lieblingsalben. Absolute Kaufempfehlung - aber unbedingt etwas geduldig behandeln!
|