Kundenmeinungen
Electro Punk für die Disco, 4. Dezember 2008
Electro Clash hat ja jetzt auch schon einige Jährchen auf dem Buckel, und der Hype um LCD Soundsystem, The Rapture + co ist schon ein wenig abgeebt. Die zweite Welle mit Justice, Digitalism und Konsorten ist auch schon fast vorbei, aber wie heißt es so schön: das Beste kommt oft zum Schluß, und weil das ganze Album hier wirklich so gut ist, muß vielleicht auch noch nicht Schluß sein.Neu ist das zwar nicht, was hier geboten wird - im Prinzip setzen ,Does It Offend You Yeah' dort fort wo Daft Punk auf der einen Seite und LCD Soundsystem auf der anderen aufhören - aber das ist alles viel zwingender, viel aggressiver; die analogen synth licks klingen so aufdringlich und intensiv, die beats sind - so tanzbar sie auch sind - so treibend und hart, daß man unweigerlich den Gedanken fasst: die wahren Punks sitzen heute wohl vor laptops und keyboards. Im gemäßigsten Fall klingen DIOYY immer noch wie die guten New Order und haben richtige songs (,Dawn Of The Dead' z. Bsp.), im härtesten Fall sind die Melodien vielleicht nicht so großartig, das alles wird dann aber durch ein unheimlich dichtes Klangbild tolle breaks und Rhythmuswechsel locker wettgemacht. Und wer seinen songs Titel wie ,We Are Rockstars' und vor allem ,Being Bad Feels Pretty Good' gibt, der kann kein schlechter Mensch sein ;-)Nein, das hat Kanten, das Ecken, das treibt und das gefällt; und äußerst tanzbar und kurzweilig ist es noch dazu. Da müssen sich LCD Soundsystem und Justice schon sehr anstrengen um dieses Album zu toppen.
Coole Scheibe, 19. Oktober 2008
Bin auf die Jungs über "We are rockstars" aufmerksam geworden, das im Trailer zu "Fast and Furious" lief. Das Album erinnert mich ein wenig an das erste Album der Gorillaz. Nicht vom Stil her, sondern von der Vielfältigkeit. Ein roter Faden scheint noch nicht gefunden, trotzdem wissen die Jungs, was sie machen wollen. Vom harten modernen Elektro-Punk bis zum perfekten 80er Sound.Eigentlich bin ich kein großer Elektro-Fan, aber hier scheint sich was anzubahnen.Hört euch die CD auf jeden Fall vorher an, einzelne Lieder repräsentieren hier nicht zwangsläufig den Albumstil.
Let's get this Party started!, 14. August 2008
Does It Offend You Yeah ist ein Quartett aus Reading/England, das einem bisher vielleicht durch Remixe Mix für Muse oder Bloc Party aufgefallen ist. Sie servieren einen Mix aus Elektronica, Rock u. Pop. Wikipedia sagt dazu Dance Punk oder Electro Rock - die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Garniert wird das Ganze mit (New) Wave-Elementen, Indiegitarrengeschrammel u. irgendwie ist die ein oder andere Affinität zu Daft Punk, nicht nur wegen des Einsatzes eines Vocoders, nicht von der Hand zu weisen.Das erscheint auf den ersten Blick nicht wirklich neu u. nur bedingt spektakulär, aber die Frische, mit der dieses Album daherkommt u. das wahnsinnige Gespür für eingängige Refrains hat mich von Anfang an begeistert.Der fast schon Daft Punk'eske Opener ist rein instrumentaler Natur und danach geht erstmals die Post ab."With A Heavy Heart (I Regret To Inform You)" ist ein Brecher, bei dem ordentlich die Gitarre geschwungen wird, auf jeden Fall der härteste Song der Platte.Auch "We Are Rockstars" macht richtig Laune. Hier kommt erstmals der Vocoder zum Einsatz. Das gleiche trifft auch auf Titel 5 "Doomed Now" zu.Mit "Dawn Of The Dead" u. "Being Bad Feels Pretty Good" gelingen dem Vierer moderne, verdammt jung klingende Pophymnen, die man zu Beginn einer Kariere erstmal fertigbringen muß.Wer bisher meint, Daft Punk's Geist noch nicht gefunden zu haben, der wird es spätestens bei "Weird Science" zugeben müssen. Der Song macht seinem Titel übrigens alle Ehre u. stellt den eigenwilligsten Track der Scheibe dar.Einziger Schwachpunkt des ganzen: das knapp zweiminütige "Attack of the 60 Ft. Lesbian Octopus" - eine instrumentale Einlage, die ihrem Titel zwar alle Ehre macht (man stelle sich einen Cartoon vor), aber wie ein Fremdkörper wirkt.Rausgeschmissen wird man mit "Epic Last Song" - ein schönes Ding, in dem es wieder sehr poppig wird u. man bekommt einen Refrain mit Ohrwurmcharakter reingedrückt, damit man sehr bald wieder reinschaut.Ein tolles Debüt, auch wenn es mit 38 Minuten leider viel zu schnell vorbei ist.Zurück bleibt die Frage, ob wir von DIOYY noch einmal was hören werden?Ich würde es mir wünschen.Und bis das geklärt ist: Jubeln, Tanzen, Freude haben!Anspieltips sind ganz klar: "With A Heavy Heart (I Regret To Inform You)", "We Are Rockstars", "Dawn Of The Dead" und "Being Bad Feels Pretty Good".Kommentar Kommentar | Kommentar als Link
Lasst Euch elektrisieren, 21. April 2008
Es war nur eine Frage der Zeit bis sich die ersten Indiebands offensichtliche "Daft Punk"-Anleihen aneignen und diese für Angriffe auf die internationale Clubszene ins Gefecht werfen. "Does It Offend You, Yeah?" sind Kinder der 80er. Die beiden Gründer Dan Coop und James Rushent zeigen sich in ihrer Biografie als bekennende Fans von Streifen wie "Goonies", "Ghostbusters" oder "Big Trouble In Little China" und es war ihnen von Anfang an wichtig, dieses besondere Lebensgefühl ihrer Jugend mit in die Musik einfließen zu lassen. In der Tradition Dance-orientierter Bands wie "Justice" und "Digitalism" mixen sie auf ihrem Debüt "You have no idea what you're getting yourself into" einen wilden Cocktail aus Elektronik, New Wave und Indie Rock. Es ist ihnen gelungen den rauen Charakter ihrer Liveauftritte auf das Album zu bannen. So zeigen sich Songs wie "Battle Royale" oder "We are rockstars" mit stampfenden Beats und schrägen Soundsamples absolut im Party orientierten French House beheimatet. Elektro Punk nennen das die Kritiker. Dass es aber auch anders geht, belegen die Briten mit Tracks der Marke "Being bad feels pretty good" oder "Dawn of the dead". Letzterer wurde praktisch als Hintergrundmusik für die Tanzszenen des 80er Kultstreifens "The breakfast club" komponiert. Das ging soweit, dass sich Rick (Costey, Franz Ferdinand) den Film auf DVD ausleihen ließ, um sich beim Abmischen in die richtige Stimmung zu bringen. Bei diesen Songs sind die New Wave/Pop/Synthie Vorbilder der 80er ganz klar richtungsweisend (ähnlich wie bei den "Killers") und verzichten auf laute Arrangements. "With a heavy heart" könnte mit seinen markanten Heavyriffs fast schon aus der Feder von "Rage Against The Machine" stammen, wenn nicht immer wieder noisige Alarmsirenen Electro house ins Boot holen würde. "Does It Offend You, Yeah?" treffen mit ihrem Erstling den Zahn der alternativen (Tanz)Zeit und machen sich im Hauptprogramm absolut jeder Indie/Riot/Dance Party bestens. Ausgesprochen lässiges Teil! Anspieltipps: "With a heavy heart", "Dawn of the dead" und "Let's make out"
You have no idea what you're getting yourself into !, 9. April 2008
Noch nie hat ein Album titel so gepasst wie bei diesem hier von "Does it Offend you Yeah !" Schon beim Opener "Battle Royal" wird die marschroute festgelegt , ein rein instrumentales electro stück gefolgt von "with a heavy heart" das gleich das tempo anzieht mit einer extrem gelungenem "Electro Punk" nummer und was danach kommt ist einfach nur sagenhaft , von 80ties pop über electro bis punk und new wave ist alles dabei .Da hatte Kitsuné wieder ein gutes näschen , wo ihr "lets make out " mit Late of the pier die besten stücke der Compilation 5 dastellen. Und das beeindruckende ist das alle songs auf hohem niveau eingespielt sind und der wiedererkennungswert sich wie ein roter faden durch das ganze album zieht so das diese band immer wieder raussticht aus der UK-Band masse , wie letztes jahr die klaxons . Alles in allem ein sehr gelungenes debüt , das unglaublich abwechslungsreich und tanzbar ist und wo 15 euro gut angelegt sind .
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