Kundenmeinungen
Fahrt aufnehmen, Gas geben, beschleunigen - das heißt "Accelerate",, 9. November 2008
und genau DAS tun die 3 Musik - Profis hier, nachdem sie gemerkt hatten, daß Sie bei den letzten CDs manchmal zu oft im Schongang gefahren waren. Schlecht war der Output der vergangenen Jahre nicht, aber wenn man (fast) immer an "Automatic For The People" gemessen wird, ist die Luft da oben schon sehr dünn. Nun also wieder rockig ! Ungewohnt schnell, laut und lärmend ist schon der Opener "Living Well Is The Best Revenge", gefolgt von einem typischen R.E.M. Song "Man - Sized Wreath, allerdings im Schweinsgalopp. Der radiokompatible Song, als Zugeständnis für die ganz breite Masse, ist "Supernatural Superserious", allerdings blieb er nicht so lange auf "heavy rotation" wie vergleichbare Songs von SNOWPATROL und COLDPLAY. Kann man daraus schon schliessen, das die Akzeptanz der R.E.M. - Songs etwas nachläßt ? Der Titelsong "Accelerate" ist durchschnittlich und "Mr. Richards" schlicht langweilig, dafür gefällt mir "Until The Day Is Gone" sehr gut. Zum Schluß kracht es nochmal mit "Horse To Water", leider ist "Im Gonna DJ" schlichtweg überflüssig, sagt aber sehr richtig im Text "... music will provide the light, you cannot resist !", und wir hoffen dann alle, das wir tatsächlich nicht wiederstehen können, die nächste CD von R.E.M zu kaufen - diese müsste dann allerdings doch noch mit etwas mehr "Licht" überzeugen können.
Auf den Punkt und in die Eier, 14. September 2008
Ehrlich gesagt wollte ich mich für dieses aktuelle Werk einer meiner Lieblingsgruppen aller Zeiten eigentlich gar nicht interessieren. Diese meine Protesthaltung hatte damit zu tun, dass Stipe, Buck und Mills in den Promotion-Interviews für ACCELERATE ihr letztes Album AROUND THE SUN von 2004 derartig schlecht redeten, dass es kaum auszuhalten war. Sie sprachen sogar davon, dass sie die Band wahrscheinlich aufgelöst hätten, wenn sie noch einmal eine so 'glatte' und 'überproduzierte' Platte aufgenommen haben würden. Für mich aber war und ist AROUND THE SUN nach wie vor eine grandiose Scheibe und der legitime Nachfolger ihres Meisterwerkes AUTOMATIC FOR THE PEOPLE von 1992.Was immer auch R.E.M. im Nachhinein gegen dieses Erfolgsalbum einzuwenden hatten: Jedenfalls entschlossen sich die Endvierziger, dass ihr nächstes Studioalbum völlig anders klingen sollte. So hatten sie es auch damals gehalten, als sie nach AUTOMATIC FOR THE PEOPLE das raue, gewaltige MONSTER veröffentlichten.Da ich eine Karte für das Konzert am 18. September 2008 in Hamburg besitze, wollte ich die aktuellen Songs natürlich gerne vorher kennen, und so entschloss ich mich letztlich, ACCELERATE eine faire Chance zu geben. Und ich habe es nicht bereut!Schon der Einstiegssong mit dem genialen Titel "Living Well Is the Best Revenge" (Gut zu leben ist die beste Rache) knallt richtig schön aus den Boxen. Mit "Man-Sized Wreath" wird es gleich noch besser. Ein Klassestück! Die erste Single "Supernatural Superserious" wurde kein Hit. Kein Wunder, denn welcher von all unseren Kommerzradiosendern spielt schon einen solch lärmenden Kracher? Das Ding wird übrigens immer besser, je öfter man es hört."Hollow Man" ist kompositorisch ein bisschen schwach auf der Brust, ehe "Houston" und erst recht der fabulöse Titelsong "Accelerate" den Zug wieder auf die Schiene bringen.Mit Titel 7 kommt dann endlich die einzige richtige Ballade des Albums, und diese hätte einen Ehrenplatz auf AUTOMATIC ... und AROUND THE SUN verdient gehabt. Oder anders gesagt: "Until the Day Is Done" ist der beste Song des ganzen Albums. Wunderschön, ja genial.Mit den restlichen vier Nummern geht's dann wieder in die Vollen: "Mr. Richards" ist klasse, "Sing for the Submarine" eher mittelmäßig, "Horse to Water" und "I'm Gonna D.J." schließlich rasen durch die Kurven wie die ersten drei Titel der Platte.Dieses Album ist keinesfalls ein Psychomonster wie damals MONSTER, sondern eher eine explosive Mischung aus Power Pop und Fun Punk; schnell und knapp, straight auf den Punkt und voll in die Eier. Eine tolle Scheibe. Respekt!Gut vorbereitet freue ich mich jetzt so richtig auf das Konzert in der Color Line Arena - und hoffe natürlich ganz im Stillen, dass R.E.M. dort auch einige Klassiker von AROUND THE SUN wie "Leaving New York", "The Outsiders", "Electron Blue", "Boy in the Well", "Aftermath" oder ... oder ... oder ... zum Besten geben werden.
Let it grow ..., 4. September 2008
Während alle jammern, dass das neue REM-Album nur 34 Minuten lang ist, kann ich nur sagen: In der Kürze liegt die Würze! 11 Tracks, allesamt besser & rockiger als alles, was REM in den letzten 10 Jahren veröffentlicht hat, kurz, prägnant, auf den Punkt. Das Album wächst mit jedem Mal Hören, Anspieltipps: das groovige "Man-Sized Wreath", das punkige "Horse To Water" und die Ballade "Until The Day Is Done".
Back to the roots..., 29. Juni 2008
R.E.M.! Was haben diese Typen schon geniale Alben auf die Menschheit losgelassen! Ich sage nur "Reveal" oder das perfekte "Automatic for the people" und auch nach ihrer bisher schon wirklich langen und gleichzeitig auch erfolgreichen Karriere, probieren sie immer etwas Neues! So auch mit ihrem neuesten Longplayer "Accelerate". Michael Stipe und Co. melden sich zurück und erinnern mit dieser Platte wieder stark an ihre Anfänge! Was mir persönlich leider nicht so gefällt!Vielleicht ist es mir zu wenig poppig (auch wenn es blöd klingt!) oder mir passen einfach die Songstrukturen nicht, aber ich kann mich mit diesem Album einfach nicht wirklich anfreunden! Es tut mir leid! Songs, wie die starke Vorab-Single "Supernatural, superserious" oder "Houston" gehen mir zwar sofort ins Ohr und wissen zu gefallen, doch über die gesamte Spielzeit kann mich "Accelerate" einfach nicht wirklich überzeugen!Damit will ich überhaupt nicht sagen, dass dieses Album schlecht ist. Überhaupt nicht! R.E.M. können meiner Meinung nach gar nichts Schlechtes veröffentlichen, nur triftt dieser Release einfach nicht unbedingt meinen Geschmack! Trotzdem hoffe ich, dass R.E.M. in dieser Form noch lange weitermachen können und uns immer wieder mit tollen Alben bedienen werden!Nur weiter beschleunigen, liebe Jungs...
Gib Gas, ich will Spaß, 20. Juni 2008
Das neueste Album von R.E.M. ist wesentlich schneller, rockiger, punkiger und spielfreudiger als die Vorgänger. So hat man die Band seit der Platte "Monster" nicht mehr erlebt! Ich hatte schon gedacht, R.E.M. können nur noch gefühlvolle schöne Lieder bevorzugt im 6/8-Takt schreiben, aber weit gefehlt: Der erste Song "Living Well Is The Best Revenge" gibt hier gleich die Richtung vor und drückt ordentlich auf die Tube! So ein Tempo kann man dann doch nicht durchhalten und so schalten R.E.M. bei "Man-sized Wreath" zwei Gänge zurück, bevor mit der Single "Supernatural Supersonic" wieder Fahrt aufgenommen wird.Natürlich sind auch ruhige, langsame Stücke auf dem Album, z.B. "Sing For The Submarine", "Until The Day Is Done" und "Houston", bei denen man sich zurücklegen und entspannen kann. Der temporeiche Rock, der sich bestens zum Herumspringen eignet, überwiegt aber. Weitere Beispiele dafür wären "Hollow Man", "Accelerate" oder "Horse To Water". Die meisten Stücke sind in Molltonarten komponiert, weshalb sich das Album insgesamt ernst anhört und durch das schnelle Tempo der meisten Lieder flehend, drängend, fast schon leidend oder aggressiv anhört.Accelerate heißt ja Gas geben. Und das tun R.E.M. hier auch wirklich!
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