Kundenmeinungen
Schwach, wenn man die Bücher mag, 14. Oktober 2008
Wie man eine so geniale Buchvorlage so dämlich verfilmen kann, ist mir unklar. Ein Gutteil der Handlungsstränge der Bücher ist total verfremdet, das ist schade - und unnnütz. So werden schön erzählte Teile der Bücher reduziert auf flache Standard-Erzählungen. Dass Jegor, der Andere ohne bestimmte Aura, auf einmal zu einem "großen anderen aus einer Prophezeiung" wird, fand ich absurd...Lukjanenko beschreibt in seinen Büchern eine sehr komplexe Welt, die er schön beschrieben auf bestimmten Regeln basieren lässt. Von alldem bekommt der Zuschauer nichts oder nur wenig mit. Weitere Kontras aus meiner Sicht:- Die Geschichte zwischen Igor und der Hexe wird komplett unterschlagen, stattdessen wird hier Kostja mit eingebaut. Dessen spätere Bedeutung kommt damit unter die Räder (Stichwort: Fuaran)- Sebulon wird im Film als Videospiel-geiler Prolet dargestellt, dafür gibt es keine Grundlage- Die Inquisition wird überhaupt nicht beschrieben sondern nur von zwei Rentnerzwillingen dargestelltKurz: Beide Teile sind halbwegs unterhaltsam, werden der Buchvorlage aber nicht einmal in Ansätzen gerecht. Habe die DVD (technisch gut) sofort nach dem Sehen wieder verkauft...
"Andere" Filme, 27. September 2008
Diese Filme sind allein für diejenigen nicht zu empfehlen, die sich ihren ursprünglich möglicherweise gesunden cineastischen Geschmack in Popcornpalästen abstumpfen haben lassen. Im Ernst: Wer hollywoodglatte Massenware erwartet, sollte die Finger von den Filmen lassen. Ansonsten muss er, hier möchte ich die Kritik eines solcherart gestrickten Mitrezensenten aufnehmen, diese mit in seine Niveautonne nehmen.Zum Verhältnis Buch/Film: Filme sind selbstverständlich keine Nacherzählungen, zumindest, wenn sie sich ernstnehmen, - nacherzählende Filme gelingen selten, ein gelungenes Beispiel sind möglicherweise die Ringe-Filme - sie sind Interpretationen, Ausdruck von individuellem Leseerleben. In letzterem Sinne sind die Wächter-Filme gelungen.Und sie sind russisch. Und damit anders. Irgendwie ganz anders. Andere Filme über "Andere" eben. Wem die amerikanischen Hamburger längst aufstoßen, der wird um diese Kost nicht herumkommen.Am Rande: Brutalität im Film ist ein eigenes Thema, ihr Grad wird sicherlich sehr subjektiv empfunden. Ich halte ihn im vorliegenden Fall für grenzwertig. Die Filme sind für Jugendliche mit Sicherheit nicht geeignet.
Ich bin im falschen Film!, 12. August 2008
Nachdem ich die 4 Bände gelesen hatte (in sich runde, teilweise atemberaubende Saga mit Tiefgang) wollte ich mir mal ansehen wie die vielen neuen Ideen (Zwielicht ..) optisch umgesetzt wurden. Was für ein Potential ist da verschwendet worden! Das die Handlung der Bücher für den Film gekürzt werden muss ist ja klar, aber wie diese Verwurstung und sagenhafte Verschwendung brillanter Ideen der Bücher unter Mitarbeit des Autors zustande kam ist mir nur mit Wodka in rauhen Mengen erklärlich. Von der Intelligenz, der Spannung und dem Tiefgang der Bücher kommt nichts rüber, die Handlung wird dermaßen vergewaltigt und dazu mit einer unterirdischen darstellerischen Qualität und Schnitttechnik vor die Wand gefahren, das ich (Leser) und meine Frau (noch nicht und nach diesem Film wahrscheinlich auch niemals Leser)hinterher einfach baff dasaßen und uns fragten: Waren wir im falschen Film?Mein Fazit: Filme weglassen und lieber die Bücher kaufen!PS: Fazit meines 14 jährigen Sohnes (Erstleser aller Bände) zum Film: "Ab in Tonne!"
Wenn man die Bücher kennt,ganz anständig, 27. Juli 2008
Also ich finde die Filme gar nicht schlecht. Ich denke das einzige Problem an ihnen ist,das einem viele Sachen die im Film passieren merkwürdig und zusammenhanglos erscheinen.Ging mir beim ersten schauen jedenfalls so.Als ich mir dann aber nach und nach die Bücher(die halt vor dem Film da waren)gelesen habe,wurden mir so einige Zusammenhänge klar.Aber alles in allem muss ich sagen,die Filme sind gut.
Was soll das sein?, 7. Juni 2008
Ich habe schon viel dämlichen Schwachsinn in meinem Leben gesehen, aber dieser Film sprengt alles bisher Existierende. Possenhafte Laiendarsteller dümpeln durch eine so abstruse Handlung, dass die Augen schmerzen. Ich musste nach 1 Stunde Folter abschalten. Man hätte das Geld für diesen Film lieber spenden sollen. Was für ein Schwachsinn!
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