Kundenmeinungen
Zwiespältiger Eindruck, 25. November 2008
Ich habe den Film ausgeliehen, nicht gekauft ... Ich habe ihn genossen und fand ihn - spannend. Die Special-Effects sind teilweise wirklich erstaunlich. Allerdings sieht man nur allzu oft, dass es sich um computeranimierte Sequenzen handelt. Die Stars gaben wohl nur die Gesichter her und sprachen die Texte.Sehr seltsam ist die Freigabe durch die FSK. Der Film ist meiner Meinung nach eindeutig nichts für Kinder von 12. Und der Regisseur ist hier auch ziemlich unkonsequent - einerseits fließt das Blut in Strömen, Köpfe werden durch Monster abgebissen, Arme abgerissen, Männer aufgespießt usw. Aber wenn der nackte Beowulf gegen Grendel kämpft, darf man natürlich auch nicht den leisesten Schatten seiner Genitalien sehen ... Prüdes Amerika, wie liebst du doch das Blut bei gleichzeitiger Verachtung des Fleisches! *kopfschüttel*
Etwas zuviel Filmtricks, mangelhafte Übersetzung, 23. November 2008
Diese Version hat alles das, was dem Witzfilm von Beowulf, den ich vor 3 Jahren beschrieben habe gefehlt hat.Der Film lebt besonders von ständigen Überraschungen und Wendungen in der Handlung und von prächtigen Bildern. Auch die schauspielerischen Leistungen sind gelungen - nur Beowulf kommt eine Spur zu aggressiv herüber.Großartige Bilder, spannende Kameraeinstellungen. Besonders gelungen sind die Zooms von der Festhalle in die Trollhöhle.Unheimlich und gruselig wird es immer dann, wenn Grendel sich zu seinen Beutezügen auf den Weg macht - diesmal ein Grendel, der genauso aussieht wie das Ungeheuer, das man sich vorstellt, wenn man die Sage gelesen hat.Besonders gelungen sind die Szenen, in denen Grendel die Hauptrolle spielt: Großaufnahmen, wenn Grendel Krieger in der Mitte auseinanderreißt und deren Blut und Eingeweide in sich hineinschüttet. Totalaufnahme, wenn er einem Krieger Beowulfs den Kopf abbeißt und genießerisch darauf herumkaut, während die Schädelknochen krachend zwischen Grendels Zähnen bersten und Blut, Geifer und Hirnmasse auf den Boden tropfen.Gelungen ist auch die Szene, als Beowulf mit Breca um die Wette schwimmt und mit Meeresungeheuern kämpft - natürlich Großaufnahme, wenn er seine Lanze in deren Augen stößt und Blutfontänen emporspritzen.Wer gern Blut spritzen sieht, bei Hinrichtungen gern aus der ersten Reihe zuschaut, sadistische Neigungen in sich verspürt und brutale Gewalt in Nahaufnahme zu schätzen weiß, kommt ausgiebig auf seine Kosten.Die Umsetzung ist das, was man sich vorgestellt hat, wenn man die spannende Geschichte in Buchform gelesen hat.Nur kann man gerade bei diesen Szenen leider nicht ignorieren, dass da etwas zuviel in die Trickkiste gegriffen wurde, diese Szenen wirken nicht so echt, wie sie es vielleicht hätten sein können und sollen.Was die Grafik betrifft, erinnert sie in weiten Teilen an moderne PC-Spiele, nur besser, aber manchmal etwas unecht, eben wie aus einem Rollenspiel.Grafisch besonders gelungen sind die Szenen in der Drachenhöhle und spannend inszeniert ist der Kampf mit dem Drachen im zweiten Teil des Films.Im ersten Teil werden die rauschenden Festgelage in der Wikingerburg Heorot mit König Hrotgar und dem Burgfräulein Wealtheow stimmungsvoll und authentisch wiedergegeben.Am Ende darf natürlich auch die berühmte stimmungsvolle Wikinger-Bestattung nicht fehlen.Kritik:- Laut Sage war Grendels Mutter ebenfalls ein scheußliches Ungeheuer, dem wurde im Film nicht entsprochen.- Die Synchronisation ist nicht fehlerfrei: z.B. die Dialoge von Grendel und seiner Mutter in der Drachenhöhle sind überhaupt nicht übersetzt und wirken so etwas albern.- Die Dialoge sind manchmal ausgesprochen zotig: Aussprüche "Das Monster hat ja gar keinen Pimmel!" oder der Ausruf des Burgfräuleins "Ich werde heute nacht Beowulfs Beine untersuchen, vor allem sein drittes..." sind absolut überflüssig und passen auch nicht in die Sprache der Zeit.- Auch das exhibitionistischen Neigungen von Hrotgar und Beowulf sind übertrieben und unrealistisch. Wegen der zotigen Entgleisungen kann man den Film nicht mit FSK12 durchgehen lassen, mindestens FSK16 ist angebracht.Fazit: Blut, Blut, Horror und nochmals Blut, dazwischen rauschende Feste, raue Schlachten, wilde Kämpfe, tapfere Krieger, nette Burgfräuleins und eine Spur Romantik - Mittelalter wie es im Bilderbuch steht.Sehr sehenswertes Mittelalter-Spektakel.
was trauriges spiel!, 14. November 2008
leider film gestern gekauft.selten 100 minuten so gelangweilt.schlechte story, noch schlechter präsentiert.aber v.a.: die lachnummer unter den animationsfilmen bisher.man hat nicht eine volle minute mal das gefühl, keinen zeichenrickfilm oder ein videogame zu sehen.die farbpallette der einzelnen bilder erstreckt sich zumeist nur über zwei oder drei farben.unfreiwillig lustig wirkende bewegungen der "schauspieler" (kann man hier eigentlich nicht mehr so nennen).am schluss nur die frage: was soll das sein? (neben einem verdammt teuren experiment, das eindeutig misslungen scheint. dann hätte man wenigstens einsicht zeigen und ein kaufendes publikum damit verschonen können!)von der "wirkung" socher streifchen bekomme ich sehnsucht nach den minimal-technicals eines "taratula" der 50/60-er-jahre-produktionen.diese "animationen" sind für ein filmerlebnis rückschritte weit vor solche zeiten.lettlich auch keine ahnung, warum sich malkovich, hopkins und jolie für so einen witz hergeben, nicht mal aussehen wie sie selbst und die blasseste wirkung ihrer schauspielkarriere erhalten haben dürften.
Licht und Schatten, 13. November 2008
Die echt wirkenden Computeranimationen bewegten mich zum Kauf dieses Filmes. Mit "Beowulf und Grendel" hatte ich bereits einen Film zu dem Thema in meiner Sammlung. Gut gefallen haben mir bei "Die Legende von Beowulf" die Computeranimationen und der Kampf Beowulf vs. Grendel. Leider kann das nicht über die von mir empfundenen Längen hinwegtäuschen. Der Film ist solide, aber auch nicht besser als die genannte Alternative. "Vorteil" dieses Filmes ist die Mutter von Grendel, die durch eine unbekleidete Computer-Angelina-Jolie dargestellt wird ;). In Allem durchaus DVD-Abend geignet.Achtung Eltern: der Film ist m.E. für einen Film mit FSK ab 12 zu brutal; ab 16 wäre angemessen.
verschenkt, 9. November 2008
über die teils ekligen, teils lachhaften Actionszenen wurde schon genug geschrieben. Wahrscheinlich muss man Amerikaner sein, um es fertigzubringen, gleichzeitig soviel Gemetzel zu zeigen und dann dafür zu sorgen, dass das Geschlechtsteil des nackten Helden immer und aus jedem Blickwinkel verdeckt ist...Prinzipiell gut ist die Idee, den Fluch auf dem Königreich mit den Verfehlungen der Könige zu erklären - scheint laut Wikipedia nicht Bestandteil der Sage zu sein. Leider wird diese Handlung und die Charaktere aber viel zu flach dargestellt. An den eigentlich guten Darstellern lag es wahrscheinlich nicht...Nervend ist auch, das einige Nebenpersonen eingeführt werden, die dann nichts mit der Handlung zu tun haben ("John Malkovich" trägt aber auch gar nichts bei), und auch Erzählstränge im Sande verlaufen (warum wird das Feuer blau, wenn Grendel auftaucht? Was sagt er zu seiner Mutter? Warum wird er von Lärm angelockt und ist doch so lärmempfindlich? Hat es einen Grund, dass sein Kopf mal mannshoch ist und dann wieder klein, oder ist das nur ein weiterer peinlicher Fehler?)Außerdem, seit wann hat Dänemark tiefe Schluchten und ewigen Winter?Was wir von diesem Film lernen:- Männer schalten ihr Hirn aus, sobald sie von einer attraktiven Frau angebaggert werden (sofern sie es nicht schon vorher versoffen haben)- Frauen sind entweder männerverschlingende Monster ("Angelina Jolie"), leiden still vor sich hin und/oder sind allzeit bereitalso nur empfehlenswert für testosterongeplagte, betrunkene Pubertierende.
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