Kundenmeinungen
Klanglich eher eine Enttäuschung, 20. August 2008
Ich war immer schon von dem Design des iM7 sehr angetan. Die weiße Farbe war aber nie so meines, außerdem wusste ich von den Macken des mechanischen Verschlusses bei der ersten Generation. Auch konnte der weiße iM7 weder mit Iphone noch mit Ipod Touch benutzt werden, weil diese nicht in das "Kassettenfach" passten.Mit dem schwarzen iM7 hat Altec Lansing das Fach völlig aufgegeben, und statt dessen einen einfachen Dock integriert. Vom optischen finde ich es nicht ganz gelungen, da der an sich perfekt runde iM7 nun eine Beule an der Stelle des Dock-Connectors bekommen hat, die deutlich hervorsteht. Als kürzlich der Preis unter 200 Euro gesunken ist, wurde ich schwach und habe mir einen zugelegt, wobei ich mittlerweile sagen muss, dass ich ziemlich enttäuscht bin und meine Erwartungen vielleicht zu hoch waren.Ich habe schon mehrere Ipod-Lautsprecher, darunter einen Harman Kardon go&play und einen Bose Sounddock Portable. Ich habe aber viele begeisterte Meinungen über den iM7 gehört und wollte mit eigenen Ohren hören wie gut der iM7 wirklich auftrumpft, vor allem da er auch in zahlreichen Testberichten hochgelobt wird und die Top-Plätze belegt.Zum Harman Kardon möchte ich sagen, dass das Gerät bei Netzbertrieb wirklich hervorragend klingt, das Problem ist nur dass es auch für portable Zwecke gedacht ist, jedoch der Klang bei Batteriebetrieb deutlich reduzierter daherkommt und in keinster Weise zu beeindrucken vermag.Zum Bose Sounddock Portable möchte ich anmerken, dass ich nach intensiven Vergleichen mittlerweile mit Sicherheit sagen kann, dass es kein besseres Gerät gibt, das bei derart kompakten Ausmaßen und bei Akkutbetrieb einen derart vollen Klang erzeugt. Also war meine Erwartungshaltung an den iM7 hoch, da ich mir eine deutliche Verbesserung zum Sounddock und in etwa das Niveau des Harman Kardon go&play.Der iM7 ist groß, für portable Zwecke fast schon zu groß. Er wirkt meiner Meinung nach auch deutlich gewaltiger als der go&play, vom Gewicht sind beide ähnlich, nur der Bose Sounddock wiegt mit integriertem Akku knapp die Hälfte und ist auch auffallend kompakter. Das Design vom iM7 finde ich sehr schick, es erinnert an die 90er und die gute alte JVC-Ghettoblaster-Zeit, jedoch in ein viel edleres Gewand verpackt und noch dazu kleiner als die alten "Klassiker". Meine Frau konnte sich mit dem Design überhaupt nicht anfreuden und meint er wirke billig und prollig, das perfekte Teil also um auf der Straße andere Leute mit billigem Techno-Sound zu belästigen.Sehr praktisch finde ich den Aufbewahrungsschlitz für die Fernbedienung (die übrigens oft ein wenig schwerfällig reagiert) und der Tragegriff ist auch nicht unangenehm, obwohl gewöhnungsbedürftig, ausserdem riechen danach die Hände ziemlich stark nach Gummi, sicherlich nicht jedermanns/fraus Sache.Doch "Ästhetik" ist subjektiv, also will ich über den Klang schreiben (der bekanntlich auch nicht objektiv ist). Das Teil sollte Power machen und auch mal eine Party im Freien beschallen können. Durch die Möglichkeit 8 D-Batterien (die großen fetten) einzulegen, kann man auch im Freien mal lauter Musik genießen, und da komme ich auch schon auf den Punkt. Der iM7 hat einfach nicht genügend Puste, irgendetwas scheint beim Lautsprecherdesign schiefgegangen sein. Mein erstes Modell hat stark verzerrt, und das schon bei sehr geringen Lautstärken, in etwa bei normalem Sprachniveau. Vor allem mit basslastiger Musik kam das Gerät nicht wirklich zurecht. Nein, ich verwende keinen EQ am Ipod, ich mag diese Dinger überhaupt nicht, am Ipod erst recht nicht, weil sie da von selbst schon zur Verzerrung neigen. Doch der iM7 hat ja eine eigene Höhen/Tiefen Regelung, leider ohne jegliches Feedback, man weiß nie auf welchem Level man gerade ist, man kann nur lauschen und beurteilen ob es einem gefällt oder nicht. Mir gefiel der Klang out-of-the-box schon mal gar nicht. Alles klang etwas mulmig und dumpf, irgendwie billig nach Plastik, ohne wirklichen Druck, nicht so sehr nach dem was ich mir eigentlich erwartet hatte (und ich hatte zuvor viele hunderte euphorische Userberichte und Reviews verschlungen, die alle den "tollen" Klang des iM7 betonten.) Nun, mein Gerät wollte nicht so wirklich, der Klang war sehr mittig. Neben ein wenig Höhen hab ich dann auch versucht die Bässe hochzudrehen, weil bei so einem Gehäusevolumen man sich schon ein bisschen mehr erwarten darf. Aber bereits da begann das Gerät zu verzerren, ohne dass ich irgendwie laut aufgedreht hätte. Man konnte deutlich hören, dass auf der linken Seite ein angenehmer Tiefbass rauskam, auf der rechten Seite hingegen ein Zerren und Knarren, dass es im Ohr weh tat. Ich war mir sicher das Gerät wäre defekt und habe erst mal vermutet es handle sich um einen defekten Passivradiator. Der iM7 verfügt nämlich über 5 Lautsprecherchassis. 2 Hochtöner, 2 Mitteltöner, einen Woofer. Statt eines Bassreflexkanals wurde ihm ein Passivradiator verpasst, der im Vergleich zu einem Bassreflexkanal noch etwas mehr Druck zu erzeugen vermag und unangenehme Luftströmungsgeräusche unterbindet. Ich dachte also auf der rechten ist der Passivradiator, der wäre schlecht verbaut und vibrierte mit, soll ja nichts Schlimmeres sein, kann ja mal passieren. Also iM7 wieder eingepackt, zurück zum Händler und einen neuen verlangt. Dieser kam auch nach einigen Tagen und ich war froh endlich wieder weiterhören zu können. Leider war die Enttäuschung umso größer als ich festgestellt habe, dass das zweite Teil genauso schlecht klang wie der erste. Genau die gleiche Verzerrung, sobald man ein wenig lauter aufgedreht hat, war nur noch kreischendes Plärren zu hören. Ich habe auch testweise parallel dazu den Harman Kardon go&play spielen lassen um wirklich die Unterschiede zu hören, und es war nicht zu überhören: Brillante Höhen und ein viel sauberer kontrollierter Bass, der nicht mal bei wirklich hohen Lautstärken aus dem Gleichgewicht zu bringen war. Lautstärken bei denen der iM7 nur noch krächzte und ächzte. Ich habe dann testweise denn Bass runtergeregelt, doch sobald wieder ein etwas bassigerer Einsatz zu hören war, kam der iM7 wieder ins Schwitzen. Ich musste den Bass so weit runterdrehen, dass es eigentlich kaum noch Spass gemacht hat damit zu hören. Da klingt mein Küchentivoli besser.Ich habe dann alles etwas genauer unter die Lupe genommen und hab leider feststellen müssen, dass nicht etwa der Passivradiator sondern der Woofer selbst verzerrt. Der Woofer befindet sich nämlich rechts, was deutlich an den Anschlussenden der Antriebsspule zu erkennen ist, wenn man durch das Gitter reinschaut. Offenbar ist der Lautsprecher einfach zu schwach bemessen und verzerrt sehr schnell. Ich habe lange herumexperimentiert, verschiedene Basseinstellungen ausprobiert, um einen Kompromiss zu finden zwischen halbwegs gutem Klang, und Verzerrungsfreiheit. Doch sobald ich glaubte mich an die optimalen Settings rangelauscht zu haben, fing er beim nächsten Lied wieder an zu verzerren, weil dieses etwas bassiger gemastert wurde als das vorherige. Nein, ich höre keinen Techno, das Teil verzerrt einfach bei druckvoll produzierter moderner Musik. Ich habe ihn mit verschiedenen Nujazz-Sachen, Lounge, Funk, House usw durchprobiert. Wenn es mal etwas deeper wurde, hörte man die Membran krachen.Ich möchte trotzdem versuchen meine Höreindrücke halbwegs vorurteilsfrei niederzuschreiben. Wenn man den iM7 mit dem Harman Kardon vergleicht, fällt beim Harman sofort der klarere und angenehmere Klang auf, beim iM7 sind die Mitten etwas schrill. Der Bass ist beim Harman zwar ziemlich dominant, aber er bleibt dennoch im Hintergrund, beim iM7 wird es schnell wummig und der Bass scheint alles andere in den Hintergrund drücken zu wollen. Ich kann nach wie vor nicht genau sagen, welches der beiden im Endeffekt mehr Bass hat. Der Bass vom Harman Kardon klingt einfach reiner und tiefer, wärmer. Der vom iM7 ist eher mittig und dumpf, eher so als hätte man einen Subwoofer in der Ecke stehen, der durch Eigenresonanz den ganzen Raum zum Beben bringt. Angenehm zu hören ist es nicht, für ein paar lustige Vibrationseffekte aber bestimmt amüsant. Bezüglich Pegel brauche ich gar nicht viel schreiben. Da wo der Harman gerade anfängt druckvoll zu klingen, verzerrt der iM7 bereits. Dreht man dann die Bässe zurück wird der Vergleich dann nur noch ins Lächerliche gezogen, weil in diesem Fall sogar der viel kleinere Bose Sounddock mehr Druck erzeugt, als der iM7. Beim Bose Sounddock z.B. hört man auch ganz deutlich wenn er an seine akustischen Grenzen kommt. Der Klang wird dann nach und nach unreiner, bis er schliesslich ganz auseinanderfällt. Beim iM7 hingegen kann es schon bei sehr geringen Lautstärken verzerren, wenn die Bässe zu dominant sind. Der Harman Kardon läßt überhaupt erst mal ein wenig Dampf ab, bevor er zu verzerren anfängt, man hört ganz deutlich wie ab bestimmten Pegeln die Luft aus dem Bassreflexkanal gepresst wird und erst viel später schlagen die Membranen wirklich durch. Solche Pegel, vor allem mit solch einer Basswucht habe ich dem iM7 nicht einmal ansatzweise entlocken können. Aber eines muss man ihm zugute halten. Er klingt auch mit Batterien bzw. Akkus unverändert. Der Harman Kardon hingegen reduziert ganz frech seine Leistung, sobald ihm der Netzstecker gezogen wird. Er klingt dann nur noch halb so groß. Was mich am meisten am Harman Kardon gestört hat, war außerdem die etwas ungünstige Ipod-Platzierung, wodurch dieser kaum noch zu bedienen ist und der deutlich reduziertere Klang, wenn er über Batterien gespielt wird. Diese Punkte kann leider auch der iM7 nicht trumpfen, ganz im Gegenteil er ist vor allem klanglich völlig unterlegen. Von vielen wird behauptet der iM7 würde den Bose Sounddock an die Wand spielen. Es stimmt zwar, dass der Bass lauter ist, aber insgesamt klingt der Bose einfach runder und in sich abgeschlossener. Für portable Zwecke kann der Bose auch mal in den Rucksack geschmissen werden. Ich habe mich wirklich auf das Gerät gefreut. Nach all den Tests habe ich mir viel mehr erwartet, wurde jedoch enttäuscht. Das Gerät klingt nicht nur mittelmäßig, es verzerrt auch wenn man ihn mit etwas bassiger Musik füttert (Anspieltipp das Album "Tales from the Beach" von Incognito oder "Introdrucing Tortured Soul" von Tortured Soul). Sowas darf einfach nicht sein. Schade, denn vom Design empfinde ich ihn immer noch top. Für stationären Betrieb gibt es sicherlich bessere Alternativen bei günstigerem Preis, unter anderem den Griffin Amplifi. Aber auch dem Harman Kardon kann er nicht das Wasser reichen, der ca. 30-50 Euro mehr kostet. Bei Batteriebetrieb sind beide klanglich in etwa vergleichbar. Der iM7 kann mit lauterem wabbeligem Bass angeben, der Harman schafft wiederum höhere verzerrungsfreie Pegel, mit einem nicht ganz so mächtigem Bass, jedoch spielt der Harman mit einem Batteriesatz über 20 Stunden, beim iM7 kann man sich in etwa 10-12 erwarten. Für ernsthaft portable Zwecke sind leider beide zu groß und klobig, da wäre der Bose Sounddock die einzige vernüfntige Lösung, wobei hier der überhöhte Preis wiederum das größte Hindernis darstellt.Was nun mit dem iM7 passiert, kann ich noch nicht genau sagen. Entweder er muss als Hintergrundberieslung im Büro herhalten, wo er bei geringer Lautstärke sich und anderen nicht weh tun kann, oder er landet auf Ebay, oder im Regal, wo er wenigstens durch sein Aussehen beeindrucken kann.PS. Für alle Iphone-Begeisterten: Das neue Iphone 3G wird im iM7 NICHT geladen! Aber auch im Harman Kardon go&play funktioniert es nicht. Bloß der Bose Sounddock Portable weiß wie's geht.
Hammer Teil mit fettem Sound, 31. Juli 2008
Ich habe den iM7 nun seit ca. 2 Jahren im Einsatz und muss sagen dass ich keinen Euro bereut habe den ich hier investiert habe. Ob im Partykeller oder im Sommer auf der Terrasse oder wo auch immer.... Das Gerät hat einen brillianten Klang und (wer es mag und will) einen richtig fetten Bass. Höhen und Tiefen sind über die Fernbedienung einstellbar. Durch die zusätzlichen anschlüsse auf der Rückseite kann man auch andere geräte als Tonquelle anschließen. Super cooles Teil auch für verwöhnte Ohren!
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