Kundenmeinungen
Seltsamer Film zum Thema Gewalt, 4. Februar 2008
Das Ende.
Das Ende ist krass. Total unamerikanisch. Völlig anarchistisch.
Ich war fassungslos, dass sich die Produzenten getraut haben, soetwas zu drehen, vor allem nachdem beide Hauptfiguren im Film so sympathisch eingeführt werden, und in allen Nachzeichnungen mehr und mehr den Zuschauer für sich gewinnen.
Die Sinneswandlung des Ermittlers am Ende schockiert absolut.
Wirkt aber zu gewollt, fast so, als wollte man dem Publikum zeigen " Gell , das habt ihr nicht erwartet, das ist neu, was ?"
Das ist allerdings neu.
Als Zuschauer ist mir nicht klar, welche Aussage der Film am Ende eigentlich transportiert.
Auf keinen Fall, wie manche Rezensenten dass hier sehen, ist Jodie Foster in diesem Film auf einem Rachefeldzug.
Am Ende ja, aber all die Toten bis dahin sind nur Stationen der Entfremdung, Zufälligkeiten die in Gewalt münden, Situationen die Notwehr beinhalten, auch wenn es ausschaut, als wären diese von der Akteurin so provoziert worden.
Diese Entfremdung ist gut dargestellt, mit krassesten Mitteln zwar,aber Jodie Foster bringt die Verwandlung ihrer selbst in ein anderes Wesen ganz gut zum Ausdruck.
Mir ist es ein bisschen zu viel offene Gewalt in diesem Film.
Und das Ende.
Das Ende.
!!!
Sehr mittelmäßig..., 4. Februar 2008
Leider ist der Film nicht mehr als Mittelmaß mit Längen. Ich habe mich sehr lange auf den Film gefreut und nur Gutes über den Film gehört und gelesen. Um so größer war die Enttäuschung als ihn vor ein paar Tagen gesehen habe. Die Idee an sich ist zwar alles andere als neu, aber ich war sehr gespannt auf die Umsetzung. Ausserdem mag ich Jodie Foster sehr.
Doch die Umsetzung ist meiner Ansicht nach langweilig, klischeehaft und kitschig. Sehr Hollywood - typisch, ein Film den man bereits x-fach in wesentlich bessserer Ausführung gesehen hat. Ohne Jodie Foster wäre dieser Film ein langweiliges, nichtssagendes B-Movie. Am schlimmsten ist das Ende. Völlig lächerlich und an den Haaren herbeigezogen, um den Film ja irgendwie ansatzweise bedeutungsvoll abzuschliessen.
5 von 5 Sternen....eine wirklich guter Film....., 4. Februar 2008
.....sehenswert und eine Jodie Foster in Hochform, unglaublich spannend, Schauspieler vom Feinsten........dramatisch. Ein Film, der unter die Haut geht und ein schoenes Ende hat......SUPER!
Jodie Foster reißt alles raus, 4. Februar 2008
Erica Bain (Jodie Foster) ist eine bekannte Radiomoderatorin. Bei einem Spaziergang wird ihr Freund von einer Jugendbande getötet und sie selbst schwer verletzt. Als sie merkt, dass die Polizei recht hilflos ist, besorgt sie sich eine Waffe...
Natürlich muss man hier sofort an "Ein Mann sieht rot" denken und in weiten Teil läuft der Film auch ähnlich ab. Dabei pendelt er andauernd zwischen banal und genial, wobei ich mich gar nicht auf die Diskussion einlassen will, ob die Art von Rache, die Erica vornimmt, gerechtfertigt ist oder nicht. Den ersten "Mord" begeht sie in einem Drugstore, als wenn das originell wäre (da lassen "Taxi Driver" und einige andere Filme grüßen), den zweiten in der U-Bahn, was genauso einfallsreich ist. Und zufällig bearbeitet jedesmal der gleiche Polizist die Fälle. Überhaupt, der Zufall ist in diesem Film von einer Notwendigkeit, dass man religiös werden könnte.
Doch der Film hat auch genügend starke Momente, etwa als Erica Angst hat, überhaupt noch aus ihrer Wohnung zu gehen oder als sie es dann doch tut, die Angst, verfolgt zu werden. Das ist sehr gut in Szene gesetzt und noch besser von Jodie Foster gespielt.
Da sind wir dann bei dem größten Plus des Films: Jodie Foster zeigt - wieder mal - eine Glanzleistung. Sie gibt der Figur der Erica die notwendige Tiefe und Glaubwürdigkeit und macht aus einem durchschnittlichen Film einen guten.
Ausnahmsweise muss man auch mal die Eindeutschung des Titels loben. Der Originaltitel "The Brave One" ist einfach grässlich, der deutsche Titel bezieht sich wenigstens auf die Gedanken Ericas.
Kein Thriller, aber ein beeindruckendes Portrait, 3. Februar 2008
Viel Ärger und Ablehnung auf dieser Seite erklären sich aus dem Umstand, dass dieser Film als Thriller vermarktet wird. Das ist er definitiv nicht. Denn die wenigen klassischen Thrillermomente - der Detektiv kommt dem Täter auf die Spur usw. - treten stark hinter der eigentlichen Botschaft zurück: Gewalt und Angst zerstören hier ein Leben auf immer. Der Film geht dabei denkbar schonungslos und unverblümt vor. Und wie immer hat Jodie Foster den Mut, nicht nur ihr geschminktes, attratktives Gesicht, sondern auch gealterte, verhärmte Züge zu zeigen.
Deshalb kann ich hier nur jeden warnen, der einen Film wie Panic Room oder Flight Plan erwartet. Dies ist definitiv nicht der Fall: Statt Filmmusik finden sich hier innere Monologe, statt Actionszenen eher Blicke auf die hässliche Nachtseite von New York. Dennoch bleibt ein in sich stimmiges Portrait einer Frau, die um ihre innere Mitte rankt und sich eigentlich schon aufgegeben hat.
Dabei hat der Film keine moralische Botschaft - deshalb lohnt es sich auch nicht darüber zu streiten -, sondern will einfach nur die persönliche Zerstörung zeigen. Jody Foster spielt dabei so intensiv wie in ihren besten Streifen. Wenn ihr die Stimme vor dem Rundfunkmikro versagt, ist dies so spannend und unterträglich wie einer klassischen Thrillerszene, nur eben ganz anders.
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