Kundenmeinungen
Haut nicht vom Hocker, 29. November 2008
Ich habe mir das Album jetzt mehrfach angehört. Es mag Alben geben, die erst beim zweiten oder dritten Mal hören wirklich zünden (ein Beispiel ist das jüngste Album der Gorillaz), aber Oracular Spectacular zündet auch nach dem zehnten Mal nicht.Wenn ich ein Album höre, dann erwarte ich Musik, die meine Aufmerksamkeit als Hörer einfordert. Musik, die zum Zuhören bewegt. Leider ist das hierbei nicht immer der Fall. Die erste Hälfte des Albums bewegt sich wirklich deutlich ÜBER dem durchschnittlichen Gedudel aus dem Radio. Gerade "Time To Pretend", "Electric Feel" und "Kids" sind die wirklich starken Titel auf dieser Platte, die die Erwartungen an den Rest der CD wirklich hoch schrauben.Doch nach dem fünften Titel flacht es stark ab. Alles hinter dem fünften Titel bewegt sich deutlich UNTER dem durchschnittlichen Gedudel aus dem Radio. Kein Titel fordert hier irgendeine Art von Aufmerksamkeit. Die Musik zieht an einem vorbei, und plötzlich ist die CD zu Ende. Man fragt sich "sollte da nicht noch was kommen??" und ist entsprechend enttäuscht dass man fünf Titel quasi verpasst hat - weil sie wirklich nur vor sich hin leiern.Fazit:Wohl nur für hartgesottene Fans eine wirkliche Bereicherung. Wer "Kids" im Radio gehört hat und denkt, die ganze CD hätte diesen Stil, wird derbe enttäuscht. Die erste Hälfte ist wirklich gut, aber die zweite Hälfte wurde leider beim Kauf mit bezahlt.
Die Newcomer des Jahres!, 23. Oktober 2008
Eins vorweg: Die sehr oft vertretene Meinung, "Time to pretend" sei die HYMNE des Albums, kann ich nicht teilen. Der Song ist gut, hat aber längst nicht die Ohrwurm-Qualität, die man erwarten könnte, wenn man manche Rezension so liest. Ist aber wahrscheinlich Geschmackssache.Zwei Songs dagegen haben mich persönlich voll vom Hocker gehauen, nämlich "Kids" und, vor allem, "Electric Feel".Beide sind sehr eingängig und wohl am besten geeignet, auch den Geschmack der Masse zu treffen.Aber auch die anderen Songs auf dem Album sind klasse gemacht, wobei es beim ersten Hören vielleicht Probleme gibt, da man einfach keinen einheitlichen Stil findet und sich an keinen Sound gewöhnen kann. Aber das macht dieses Album ja gerade aus! Vielseitigkeit ist Trumpf bei MGMT!Zum Glück haben die Jungs einen Vertrag über vier Alben unterschrieben, ich hoffe sie machen auch in Zukunft da weiter, wo sie mit diesem Album aufhören!Für mich sind MGMT die Newcomer des Jahres 2008, Oracular Spectacular ist ein absoluter Kauftipp!
Unglaublich, 26. August 2008
Wow. Ich gebe zu, diese CD hat einige Zeit gebraucht, um sich bei mir festzusetzen. Natürlich waren die gängigen Melodien von 'to pretend' und 'electric feel' sofort mit ihrer Grandiosität in meinem Gehörgang, den Rest musste ich mir allerdings erschließen. Irgendetwas sperrte sich zunächst gegen den nöseligen, schrecklich-akzentuierten Gesang, so nasal-nervig, dass ich versucht war, nur die oben genannten Lieder zu spielen. Doch ich überwand meine Abneigung und entdeckte ein wahres Schmuckstück, herrlich psychodelisch, fast beatlesque, ein wenig vom frühen Bowie ein wenig Elton John. So unverfroren eklektisch, gewürzt mit einer Prise Naturalismus: überall tummeln sich Freunde, Familie, Hunde, Bäume, Insekten und Kinder.Muss ich mir jetzt die Haare wachsen lassen? Oder reicht ein leises Hare Krischna von Zeit zur Zeit?
Blödsinn, 18. Juli 2008
Porcupine Tree sind die furchtbarste Band die es jemals gegeben hat. Die Jungs hier sind einfach gut.
Schöne Sommerplatte, 13. Juni 2008
Als einen der heißesten zehn Newcomer des Jahres 2008 sagte das Rolling Stone Magazin das New Yorker Duo MGMT voraus. Und soviel sei bereits jetzt verraten: Sollten MGMT es am Ende des Jahres doch nicht in die Riege der besten Newcomern schaffen, müsste das Musikjahr schon außerirdisch gut werden. Denn auf Ihrem Debütalbum "Oracular Spectacular" präsentiert die Band die beste schlechteste Musik die man sich vorstellen kann. MGMT sind Ben Goldwasser und Andrew Vanwyngarden (Ja, die heißen wirklich so). Im Jahr 2002 traf man sich auf dem Campus der Weleyan University in Middleton/Connecticut und machten fortan gemeinsam Musik. Damals nannte man sich noch The Management und machte ausgeflippte Elektro-Performances ohne Gesang. Bald konnten Goldwasser und Vanwyngarden diesem Stil nichts mehr abgewinnen und begannen an einem neuen Sound zu arbeiten.Dieser blieb zwar experimentell, orientierte sich aber an allem möglichen was die Popmusik der letzten 40 Jahre hergab. "Manche Songs schrieben wir nur, weil wir lernen wollten, wie man besonders schlecht in einem bestimmten Genre ist. Plötzlich begannen die Leute die Musik zu mögen, weil sie das Genre mochten" erklärt die Band heute. Studenten der New York University waren derart angetan, dass man kurzerhand das Cantora Records Label gründete, wo im Jahr 2005 die EP "Time To Pretend" erschien. Fortan erweitere sich der MGMT-Bekanntheitsgrad vor allem über Internetblogs rapide. Unter der Voraussetzung ihre kreative Freiheiten voll auszuleben zu können, unterzeichnet die Band einen langfristigen Vertrag bei einem Major Label."Oracluar Spectakular" nennt sich nun der erste kreative Output den MGMT als Album veröffentlichen. Ein Name der erkennen lässt, dass das Duo einen Faible fürs mystische teilt. Spektakulär ist der Einstieg ins Album. Nach poppigem Synthieintro wummert einem der mitreisende basslastige Keyboardsound von "Time To Pretend" entgegen. Etwas ruhiger und nur minder fantastisch kommt danach "Weekend Wars" daher. "The Youth" kann dann nicht so recht zünden. Mit "Electric Feel" kommt aber gleich wieder was. Eine Disconummer die vor 30 Jahren einen Charterfolg samt einem Auftritt in einem John Travolta Film hinter sich gezogen hätte. Und dann kommt noch ein Kracher, "Kids". Vielleicht das stärkste Stück auf "Oracular Spectacular". Man könnte das Edelkitsch nennen. Aber es ist weit mehr als das.Die Hitausbeute lässt in der zweiten Albumhälfte nach. Auf das düstere psychedelische "4th Dimensional Transition" will man sich nach dem zuvor gehörten nicht so recht einlassen. Besser macht es wieder "Pieces Of What", ein Folksong der sich anhört wie ein Woodstockmitschnitt. "Of Moons, Birds & Monsters" fügt dem Funk und Rock hinzu. Die vorletzte Nummer "The Handshake" ist sicher das ausgetüfteltste Werk der Scheibe. Fängt an wie "Purple Rain", geht dann aber in eine Indiepop-Hymne über. Einen etwas schwächeren Abschluss bildet "Future Reflection"."Oracular Spectacular" das ist Pop, Rock, Folk, Elektro, Disco, Glam und Psychedelic. MGMT irgendwas herrlich Neues zwischen Arcade Fire, Bee Gees, Prince, David Bowie, Hot Chip und den Shout Out Louds. Die Hitausbeute ist beeindruckend. Der Spaßfaktor ist enorm und die Ideen großartig. Das hier nicht alles zündet fällt nicht weiter ins Gewicht da es letztlich keine echten Durchhänger gibt. Summa summarum: Ein heißer Tipp fürs Sommeralbum des Jahres.Anspieltipps: Time To Pretend / Weekend Wars / Electric Feel / Kids / Pieces of What
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