Kundenmeinungen
ein Schluss, der floppt, 24. Oktober 2008
da wird die Revolution, die sexuelle- schlussendlich als ein gebügeltes, bis zu den Knien reichendes Kleid, mit wohlfrisierten Haaren auf die völlig 'geschleimte' (allegorisch gemeint) Bühne geholt. Es ist einfach so jammerschade, dieses Ende floppt den ansonsten amüsanten Streifen. Es gibt spannungsreiche (naja, für dieses Genre ebend) Momente und ich finde ihn keineswegs vorhersagbar. Dieses, er wäre nicht vorhersagbar, liegt aber eventuell daran, dass ich vom deutschen Film mehr erwarte. Tiefere Einblicke, als lediglich trutzige Klischees. Klischees können ja witzig sein. Aber warum muss immer alles in dem FriedeFreudeEierkuchen landen? Sind die Regisseure und DrehbuchautorInnen genau diese spießige Gesellschaft, die sich zum Schluss immer selber feiert, wie Reich-Ranicki erst kürzlich genervt anmahnte?
Filmemacher haben es schwer., 5. Juni 2008
Zwei ungleiche Brüder, von denen der eine in Geldschwierigkeiten steckt und der andere bei der Polizei arbeitet, beschließen einen Film zu drehen. Es sind die wilden Sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Kommune 1 und Oswald Kolle sind in aller Munde und das Brüderpaar will gemeinsam mit einem alten Kinobesitzer und einem Pizzabäcker, sowie dessen Freundin ein gewagtes Thema aufgreifen. Die zur Verfügung stehenden Mittel sind nicht gerade üppig und das Team noch recht unerfahren. Zudem hat der zukünftige Star Allüren, noch bevor sie ein Star ist. Man reißt sich immer wieder zusammen. Umschifft mit genialen Ideen jede Klippe und es kommt zur Uraufführung.Die Geschichte wird humorvoll erzählt. Das heikle Thema wird geschickt bearbeitet. Flotte Sprüche, überraschende Wendungen und pfiffige Lösungen halten den Zuschauer bei Laune. Die Schauspieler leisten gute Arbeit. Eine nette Unterhaltung jenseits des Mainstream.
PORNORAMA macht Spaß! , 15. April 2008
PORNORAMA ist eine gelungene Komödie mit tollen deutschen Schhauspielern wie Benno Fürmann, Tom Schilling und Karoline Herfurth und macht einfach Spaß!Also, beste Unterhaltung für einen gelungenen DVD-Abend!
Comedy vom Feinsten aus deutschen Landen, 14. April 2008
Warum ist dieser Film im Kino eigentlich so untergegangen? Am Cast kann es auf keinen Fall liegen. Regisseur Marc Rothemund sowie Benno Führmann, Tom Schilling und Caroline Herfurth zeigen auch in dieser Produktion, dass Comedy nicht immer unbedingt aus den USA kommen muss. Und auch die Story ist alles andere als langweilig. So stehen die Protagonisten plötzlich vor mehreren Problemen: weder spricht die Hauptdarstellerin ihres Aufklärungsfilms Deutsch noch will sie sich ausziehen. Hinzu kommt, dass der Regisseur selbst noch keinen Sex hatte und somit selbst erst einmal aufgeklärt werden muss. Da sind schräge Gags vorprogrammiert.Fazit: Der Film lohnt sich!
Recht klischeehafte Romantikkomödie!, 14. April 2008
Neben Mammutprojekten wie "Das Parfum" oder den "Fantastic Four" produziert Bernd Eichinger natürlich auch noch den ein oder anderen weniger aufwendigen deutschen Film. So zum Beispiel "Pornorama". Finanziell lohnen sollen sich natürlich auch diese beschaulichen Projekte. Offensichtlich wollte man hier kein Risiko eingehen und setzt auf Bewährtes: Einen Regisseur (Marc Rothemund) der derzeit in aller Munde ist (wegen "Sophie Scholl"), ein paar bekannte Jungdarsteller, sowie einen noch bekannteren etwas älteren Schauspieler (Benno Fürmann). Dazu nutzt man noch den allgemeinen Nostalgietrend und verlagert die Handlung in die späten Sechsziger. Diese bieten nämlich für die jüngeren Zuschauer ein brisantes Thema, die sexuelle Befreiung. Dass sich ein Kassenerfolg aber nicht so leicht konstruieren lässt, sieht man an den gerade mal rund 100.000 Zuschauern. Leider bleibt aber auch die Qualität weitgehend auf der Strecke. Die Story ist im Grunde ja eigentlich gar nicht mal schlecht, an der Umsetzung hapert es allerdings. Das Lebensgefühl der Zeit wird nur sehr klischeehaft transportiert. So sieht man auf der einen Seite kiffende Hippies und stark behaarte nackte Frauen, auf der anderen spießige Eltern und eine geradezu lächerliche Polizei. Zugegeben, es gibt durchaus die ein oder andere lustige Szene. Auch die Idee als Hauptdarstellerin für den Sexfilm eine Italienerin zu wählen, die weder deutsch spricht noch sich ausziehen möchte, ist gut. Leider bremst sich der Film immer wieder selbst aus und ist extrem vorhersehbar. Einige Szenen, wie die Razzia, sind sogar richtig lächerlich. Am lustigsten sind da noch die Zusammenschnitte alter Aufklärungsfilme und natürlich der Untertitel "Die Bekenntnisse der mannstollen Näherin Rita Brauchts". Wer sowohl deutsche Filme als auch romantische Komödien allgemein mag, dürfte auch hier auf seine Kosten kommen. Ein niveauloser Klamauk wie "Kein Bund Fürs Leben" ist "Pornorama" nämlich nicht. Mehr als der übliche Einheitsbrei aber leider auch nicht!
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