Kundenmeinungen
Ich hab den Summertime-Blues!, 22. Oktober 2008
Testbericht zu BLACK SNAKE MOAN:Wollt ihr mal nen Abend nur mit anspruchsvollen Filmen machen, nur Mann und Frau? Dann braucht ihr diese Filme: Zuerst schaut ihr euch das schöne und stylische Fantasymärchen "Lady in the Water" (M. Night Shyamalan) an, danach gehts etwas düsterer zur Sache mit "Children of Men" (Alfonso Cuarón) und zu guter letzt kommt natürlich "Black Snake Moan"!Ich hab von diesem Film nur den englischen Trailer gesehen und war sofort hin und weg! Ich hab eh ein Faible für Christina Ricci (schon seit klein an), und der Jackson ist eh ne Klasse für sich.Die Story ist einfach erzählt, birgt aber solch einen Tiefgang wie man es nur mit der richtigen Besetzung hinkriegt. Das ist hier der Fall.Rae ist eine junge stadtbekannte Nymphomanin, die ihre Seelenpein in Alkohol, Drogen und Sex erstickt. Eines Tages landet sie nach einer ausschweifenden Nacht bewusstlos vor der Hütte des gottesfürchtigen, von seiner untreuen Frau verlassenen Bluessängers Lazarus. Der nimmt sich Raes auf seine Weise an, indem er sie ankettet, um ihr die inneren Dämonen auszutreiben.Dieser Film ist eine Offenbarung, sehr gute Story, noch bessere Musik (eigentlich ja nicht mein Fall, aber in Verbindung mit diesem Film absolut genial!) und eine sehr stimmige Atmosphäre runden das ganze ab.Kaufen? Selbstredend!
Traumhaft gutes Kino, 21. Oktober 2008
Nun viel zu sagen bleibt mir eigentlich gar nicht, da meine Vorredner das meiste schon erzählt haben.Ich möchte nur noch einmal eine Kaufempfehlung aussprechen für all diejenigen, die nicht immer nur schnelle Aktion und riesige Explosionen brauchen, sondern sich auch gerne mit der Seele einer Story beschäftigen.You got soul
etwas abstruse Story mit Christina Ricci als Eye Candy, 5. August 2008
Craig Brewer scheint ein ausgesprochen netter Kerl zu sein, aber ich weiss nicht was ich von diesem Film halen soll - es werden in den USA meiner Meinung nach einfach schon zuviele durchschnittliche Filme gemacht, und dieser Film (der es hierzulande nur als DVD Release geschafft hat) ist ein weiteres Beispiel dafür. Einige persönliche Motive (Vorliebe für den Blues, Südstaaten-Herkunft, Probleme mit Panikattacken) haben Brewer dazu gebracht sich diese Story auszudenken, in der ein alternder, schwarzer Bluesmusiker mit Trennungsschmerz und eine junge, weisse Frau mit nymphomanischen Tendenzen in einem Südstaaten-Kaff aufeinandertreffen. Die Grundaussage (dass zwei Menschen einen sehr heilsamen Einfluss aufeinander haben können) gefällt mir zwar, aber viele anderen Dinge (Gewalttätigkeit, Nymhomanie, Panikattacken) werden recht oberflächlich gestreift. Christina Ricci halbnackt an einen Heizkörper anzuketten und Samuel L. Jackson die Bluesgitarre zupfen zu lassen, lockt sicher viele Leute ins Kino, macht aber noch keinen guten Film. Justin Timberlake und einen schwarzer Rapper in Nebenrollen aufzubieten, noch viel weniger. Auf der anderen Seite war Craig Brewer die Story offenbar ein persönliches Anliegen. Auf dem sehr jovialen Audiokommentar (wie ein guter Freund ermutigt er die Zuseher selbst Filme zu machen; eine Pistole im Haushalt kommentiert er nur grinsend mit "gotta love the country, man") wird zumindest eines klar: ein zweiter Kubrick ist er nicht.
Samuel L. Jackson in Bestform., 1. Juni 2008
Ich habe mir gestern ohne Vorkenntnisse den Film Black Snake Moan angesehen, Samuel L. Jackson und Christina Ricci spielen dabei die Hauptrollen.Hier hat sich gezeigt dass es nicht zwingend zu einer Katastrophe führen muss wenn Samuel L. Jackson in einem Film mitspielt der das Wort Snake im Titel hat, Black Snake Moan ist meiner Meinung nach sogar ein echter Geheimtipp.Wer keine absolute Abneigung gegen Blues, politisch unkorrekte Bezeichnungen für Farbige oder eine nackte Christina Ricci hat, der sollte sich diesen Film auf keinen Fall entgehen lassen.Ich war jedenfalls vom Gesamteindruck begeistert und kann nur sagen dass ich mir den Film garantiert zulegen werde.
Verrückt-witziger Film, 1. Juni 2008
Spätestens in dem Moment, in dem die attraktive Rae in Hotpants und knappem Shirt mitten auf der Straße in Zeitlupe vor einem riesigen Traktor herläuft und dem Fahrer den Stinkefinger zeigt, ist eines klar: Hier geht es richtig cool zur Sache. Die Handlung des von Craig Brewer (Hustle & Flow") inszenierten Films klingt sehr dramatisch, und das ist sie auch. Aber sie ist auch gespickt mit grotesk-witzigen Momenten, die nicht mit derber Situationskomik und gepfefferten Dialogen geizen. Frei nach dem Motto: Wenn es nicht zum Lachen wäre, könnte man fast heulen. Es ist wirklich bemerkenswert, wie Brewer aus der Geschichte zweier am Leben gescheiterter Charaktere, die sich gegenseitig aus der Traurigkeit ziehen, einen ungemein mitreißenden Streifen macht, der an Coolness kaum zu übertreffen ist. Hier wird nicht in Selbstmitleid geschwelgt, und es geht auch nicht darum, verlogenes Gutmenschentum zu zelebrieren. Vielmehr handelt Black Snake Moan", dessen Titel von einem Blues-Song der 1920er Jahre stammt, davon, dass man sein Leben manchmal auf die verrückteste Weise wieder in den Griff kriegen kann - oder muss, um weiterzumachen. Den Charakteren im Film hilft dabei die Musik, die in Worte und Melodien fasst, was ansonsten schwer auszusprechen ist. Dabei spielt Samuel L. Jackson seine beste Rolle seit Pulp Fiction", und Christina Ricci beweist mit ihrer glaubhaften Darstellung des nymphomanen Bad Girl großen Mut und viel schauspielerisches Können. Lobend erwähnt werden sollte auch Justin Timberlake, der seinem Talent mit kraftvollem Spiel Ausdruck verleiht. Letzten Endes ist Black Snake Moan" eine Liebeserklärung an die Musik und ihre Macht, die Seele zu heilen. Und das ist es, was den Film so ergreifend macht: Es tut wirklich gut, Christina Riccis Charakter Rae nach all der Gewalt, die sie erleiden musste, aufleben zu sehen - und mit ihr den alten Lazarus, der mit seiner Gitarre viel dazu beiträgt. Vielleicht ist der Schluss zu positiv für die bittere Realität, vielleicht ist er aber auch einfach nur so, wie man das Leben sehen sollte: als ein irrwitziges Puzzle aus Tragik und Komik, aus dem man das Beste machen sollte - für sich selbst und andere. Für den Regisseur Craig Brewer jedenfalls ist dies ein großer Schritt nach vorne, der ihn in eine Liga von Filmemachern katapultiert, zu der nur wenige große Namen gehören. Mit Black Snake Moan" ist ihm ein Meisterwerk gelungen, bei dem man wie gefesselt vor dem Fernseher sitzt und die Augen in keinem Moment vom Geschehen abwenden kann. Wenn das kein Argument für die Höchstwertung ist, was dann?Viele Extras hat die DVD von Paramount Home Entertainment nicht zu bieten, dafür ist die Bildqualität sehr ansehnlich und der Ton gut auf Musik und Dialoge abgestimmt.Fazit: Ein unglaublich cooler, herzzerreißend trauriger und zugleich verrückt-witziger Film über die Musik, die Liebe und das Leben selbst. Absolut kultverdächtig!
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