Kundenmeinungen
Eine Enttäuschung, 4. Februar 2008
Jonas Kaufmann als neuen Wunderlich zu feiern grenzt an maßlose Überschätzung und Übertreibung. Bei keinem einzigen Stück auf dieser CD kommt er auch nur im entferntesten an den großartigen Wunderlich heran, der - auch über 40 Jahre nach seinem Tod - noch immer keinen ebenbürtigen deutschen Nachfolger gefunden hat.
Kaufmann ist sicher ein Augenschmaus, und das ist nicht zu verachten, ihm fehlt aber das, was man bei einem Opernsänger doch als erstes sucht: eine Stimme mit unverwechselbarer Ausstrahlung. Nach dieser CD kommt man leider auch zu der Einschätzung, daß seine stimmlichen Möglichkeiten ziemlich begrenzt sind. So knödelt und schmalzt Kaufmann sich durch die Arien, daß man an schlimmste tenorale Unsitten erinnert wird. Fehlt nur noch ein weißer Schal... Das Orchester spielt überwiegend uninspiriert, auch hier kommt keine Freude auf. Schade. Bleibt zu hoffen, daß mehr in Kaufmann steckt als diese CD offenbart, zu wünschen wäre es ihm - und uns auch.
Weltklasse, 4. Februar 2008
Leider habe ich die CD noch nicht gehört, kenne den Sänger aber live und da kann ich nur sagen: Super! Stimme, Darstellung, alles stimmet. Hat vor allem heldisches Potential in der Stimme, geht aber auch noch als Alfredo und Tamino sehr gut! Werde mir die CD bald mal anschaffen...! Meine Empfehlung hat der Sänger!
Überschätzt!, 3. Februar 2008
Vergleiche hinken und Jonas Kaufmann als neuen Fritz Wunderlich zu bezeichnen, ist mehr als hergeholt. Ich bin enttäuscht und habe mir von dieser CD viel mehr erwartet. Es wird sich noch zeigen müssen, ob Herr Kaufmann wirklich den hohen Erwartungen und seinem Image auf Dauer gerecht werden wird. Allein gutes Aussehen macht noch keine fantastische Stimme.
Durchaus sehr überzeugend!, 29. Januar 2008
Jonas Kaufmann-ein weiterer sehr vielversprechender Tenor. Meine Erwartungen hat er auf dieser CD fast erfüllt. Interpretatorisch ist er ohne Zweifel gleich hinter Rolando Villazón zu nennen und gehört wohl neben diesem auch zu den Spitzentenören unserer Zeit. Auch sängerisch kann er sehr überzeugen, allerdings ist mir seine Stimme einfach etwas zu dunkel. Er klingt fast eher wie ein Bariton und singt dementsprechend auch sehr oft mit sehr kräftiger Bruststimme, was dann einfach zu schwer und zu eng klingt. In der Höhe kann er daher manchmal nicht ganz überzeugen, da er dort seine Stimme sehr verdünnt (anders als Villazón, der auch in den hohen Stellen noch eine gewisse Fülle vorweisen kann). Sehr zu loben ist jedoch, dass er trotz allem seine Stimme nicht presst, wie es so viele bekannte gegenwärtige Tenöre tun (zuletzt leider auch Villazón). Dies zeichnet ihn damit für mich vor all den anderen aus, da es endlich mal ein richtiger, intelligenter, musikalischer Tenor ist, der doch eine angenehme Alternative zu Rolando Villazón darstellt.
Sehr beeindruckt hat er mich, besonders in meinem Highlight, der Arie des Max aus dem Freischütz "Durch die Wälder, durch die Auen". Ohne Zweifel ist Kaufmann ein Meister im "deutschen Fach". Etwas enttäuscht war ich daher, dass nicht wenigstens eine Mozart-Arie auf der CD enthalten ist, da ja gerade diese Rollen bei ihm so gelobt werden. Tja, dafür wird man sich dann wohl zu gegebener Zeit die Mozart-CD kaufen müssen.
Die CD ist ein guter Querschnitt durch die verschiedenen Typen der Oper, von Puccini über Flotow und Massenet bis hin zu Verdi ist vieles vertreten.
Was mich allerdings doch sehr enttäuscht hat: Das Booklet. Für eine durchaus normalpreisliche CD mutet das Booklet richtig billig an. Die Papierqualität ist miserabel, der Text sagt zwar etwas zur Karriere des Jonas Kaufmann, aber leider nichts zu den hier verkörperten Rollen...Immerhin bekommt man einen durchaus interessanten Einblick in den Charakter Kaufmanns, der einen überaus sympathischen, intelligenten Sänger verspricht.
Alles in allem: Auf jeden Fall lohnenswert, aber vor dem dunklen Timbre der Stimme nicht erschrecken und sich darauf einlassen...
Als Weltstar hochgelobt , 29. Januar 2008
doch beim anhören der CD war ich etwas enttäuscht. Kaufmann singt sicherlich intelligent und zweifellos beherrscht er es sehr gut mit der Dynamik zu spielen, sein großer Pluspunkt. Manchmal ist auch der warme Klang zu spüren, der von der extrem baritonalen Färbung seiner Stimme herrührt. Doch mir klingt die Stimme oft zu hauchig, zu gedeckt zu alt für einen Tenor, der gerade mal 38 Jahre alt ist. Nein, ein Wunderlich ist er nicht und der Vergleich hinkt, dafür fehlt ihm der strahlende Glanz. Manchnal ist eine extrem Rückwärtige Lage der Stimme auszumachen, ein leichtes Knödeln. Für einen Tamino oder einen Belmonte ist sie zu schwer. Kurz die CD ist sehr Geschmackssache.
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