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Beschreibung
Sieben Jahre liegt es zurück, das letzte Trioalbum des wohl produktivsten Gitarristen aller Zeiten. Pompös, aber: Pat Metheny ist in echt ein Sonderfall; ein Besessener. Er hat wahrscheinlich mehr Zeit auf der Bühne, im Studio oder beim Komponieren verbracht als irgendwo sonst. Ohne Instrument sieht man ihn eigentlich kaum; unsicher, ob er länger als eine Stunde Luft bekommt, wenn es nicht in seiner Nähe ist. Und das nicht erst seit kürzlich, sondern rund 30 Jahre geht das nun schon so. Nicht dass man sich sorgen müsste: Pat wird vermutlich auf gleich bleibend und zuverlässig höchstem Niveau und bis zum letzten Atemzug genauso weitermachen und daher für immer happy sein! Sein neues Trioalbum Day Trip macht keine Ausnahme. Kann auch nicht, bei dieser Einstellung (von der Metheny übrigens in 30 Jahren wahrscheinlich nicht einmal abgewichen ist): Für mich ist jeder Abend, als würde ich das erste Mal überhaupt spielen, und ich werde spielen, als wäre es das absolut letzte Mal. Abgesehen davon ist die neue Platte, wie alle seine Trioalben, überwiegend straight, Jazz, modern, mainstream, ein wenig traditioneller als beim letzten Mal. Christian McBride spielt Bass. Am Schlagzeug sitzt Antonio Sanchez, der auch seit Jahren in der Pat Metheny Group trommelt. Dass diese Rhythm Section astrein zusammenspielt, ist Fakt. McBride geht ab, aber so richtig aufregend sind sie im Duo nicht. Wahrscheinlich extra nicht. Das ärgste: Sanchez swingt nicht! Das Meiste sind zum Glück Latin-Gooves. Na ja, mit Methenys Triokrönung Question & Answer (1993), mit Roy Haynes und Dave Holland, darf man es nicht messen. Extra weich? Wenn ein Trio nach mehreren Jahren Zusammenspiel (wie bei Metheny/Sanchez/McBride der Fall) eher verhalten klingt, dann ist das Konzept. Allerdings: dolles Solo von McBride beim Titelstück! --Katharina Lohmann
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