Kundenmeinungen
Cover me, 3. Juli 2008
Chan Marshall aka Cat Power hat ja mit "The Greatest" endlich den lang verdienten Erfolg gehabt, nun veröffentlicht sie mit "Jukebox" ein zweitesmal, nach "The Covers Record" eine Sammlung mit Interpretationen von Liedern anderer KünstlerInnen. Alben mit Coverversionen finde ich an sich immer etwas problematisch, vor allem wenn viele verschiedene Künstler Werke einer großen Musikerpersönlichkeit einspielen, denn da fragt man sich ja, weshalb man nicht gleich zum Original greifen sollte. Ganz anders hier: zum einen wählt Cat Power für ihre Platte nie das Offensichtliche, z.B von Bob Dylan ausgerechnet "I believe in you", manche Lieder waren mir eher unbekannt, und man freut sich über Neuentdeckungen, und die bekannten Songs eignet sich Chan Marshall derart eigenwillig an, dass alle wie ihre eigenen Lieder wirken, und das macht ja die große Kunst bei Coverversionen aus, dass man die Lieder nicht nur eins zu eins nachspielt, sondern ihnen neue Aspekte abgewinnt. "Ramblin' (WoMan)" ist ein schönes Beispiel. Und natürlich "New York", das wie damals "I can get no" kaum wiederzuerkennen ist. Sie covert auch ein eigenes Lied, was eigentlich überflüssig war, und steuert eine zweite Eigenkompositin bei, "Song to Bobby", in der sie plötzlich in die typische Singweise Dylans verfällt, ohne ihn dabei lächerlich zu machen. Cat Power lebt in diesen Liedern.Die Band agiert im Hintergrund und verleiht gerade den nötigen drive, der auf "the covers record" etwas fehlte. Die zweite CD mit fünf weiteren Liedern ist unbedingt nötig, verstecken sich hier doch fast die Höhepunkte von "Jukebox", das treibende "Naked if I want to" oder das traurige "Angelitos negros". Der einzige Kritikpunkt, den ich habe, ist, dass sich manchmal eine gewisse Eintönigkeit einstellt, denn die Band spielt doch etwas zu routiniert.
+++ Einsame Klasse +++, 27. Februar 2008
Das - finde ich - ist jetzt ihre schönste Platte bisher. Eine klasse Stimme. Und die Dirty Delta Blues Begleitung trägt ihren Part dazu bei: leichte Anklänge an die Stones, andere ferne Verwandte sind dann sicher noch die Doors und auch Janis Joplins letzte Band. Weiter so CAT !!!
Ein Album voller düster-souliger Bluessongs , 30. Januar 2008
Der Umgang mit Fremdmaterial in den Händen von Chan Marshall alias Cat Power dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Sie bevorzugt eine Herangehensweise, welche es schwer macht, das Original auf Anhieb zu erkennen.So erkennt man bei dem Opener "New York" nur schwerlich den Song, den man sonst mit Frank Sinatra verbindet. Die Melodie drängt sich weniger in den Vordergrund, der Beat schlurft bluesig daher und über allem schwebt die verhallte Stimme von Cat Power. Mit ihrer Band geht sie weitere (weitgehend unbekannte) Songs von Interpreten wie James Brown, Johnny Cash, Hamk Williams und Billie Holiday an, die sie auf ähnliche Weise interpretiert. Daneben hat sie zwei eigene Songs eingestreut. Zugute kommt diesem Album, dass es mit ihrer Touringband eingespielt wurde und es mit u.a. Spooner Oldham weitere Hochkaräter als Gastmusiker aufbieten kann.Ein Album voller düster-souliger Bluessongs und für diejenigen, die nicht genug davon bekommen können gibt es auch eine limitierte Auflage mit fünf weiteren Songs von u.a. Nick Cave. Ihre Touringband nennt sich im übrigen Dirty Delta Blues, so dass über die Musik eigentlich genug gesagt sein dürfte.
Coverversionen können auch interessant sein..., 15. Januar 2008
Schon der Vorläufer "The Greatest" war ein sehr spannendes Album. Jetzt nimmt Chan Marshall einige ihrer Lieblingsstücke und serviert sie uns auf ihre ganz eigene Art. Was würde Frankieboy wohl zu der Version von "New York, New York" sagen? Auch was sie, von der mir sehr verehrten, Joni Mitchells "Blue" abgewinnt ist hörenswert. Pure Emotion in einer sehr gut bestückten "Jukebox".
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