Kundenmeinungen
Meine zweite Olympus DSLR, 28. Januar 2008
Die Olympus E-3 ist nach bzw. neben meiner Olympus E-510 meine zweite DSLR überhaupt. Ich habe relativ lange gezögert, nun aber zugeschlagen.
Die technischen Details sind ja zwischenzeitlich bestens bekannt, deshalb hier ein ganz subjektiver Erfahrungsbericht nach den ersten 5 Tagen mit dieser Kamera:
# Look & Feel
Im Vergleich zur E-510 merkt man schon beim ersten Anfassen, dass die E-3 in einer ganz anderen Liega spielt. Robust und massiv liegt sie - vor allem für ein FourThirds Kamera - relativ schwer, aber sehr gut in der Hand. Der Blitz klappt relativ hoch auf, so dass es z. B. mit dem Zuiko 14-54 erst bei aufgesetzter Gegenlichtblende zu Abschattungen kommt.
Der große Sucher mit 100 % Bildfeld ist sehr angenehm und vor allem sind alle relevanten Einstellungen unterhalb des Sucherbildes auf einen Blick ersichtlich .
# Navigation
Wenn man von der E-510 kommt, fällt auch die Navigation durch das umfangreiche Menü leicht, allerdings bietet die E-3 noch deutlich mehr Individualisierungsmöglichkeiten. So können z. B. die Funktionen der beiden Stellräder für jedes Programm (P/A/S/M) individuell angepasst werden, wie auch schon bei der E-510 kann man auch hier das Verhalten der unterschiedlichen Autofokus-Programme (S-AF, C-AF, MF) in jeweils drei Modi den eigenen Bedürfnissen entsprechend einstellen.
Wenn man sich Zeit nimmt, liefert die Bedienungsanleitung für alle einstellbaren Parameter genügend Information.
# Fotografieren
Das wichtigste bei einer Kamera sind aber die Bilder. Offensichtlich hat Olympus die Grundeinstellungen im Vergleich zur E-510 geändert, denn mit der E-3 gelingen Fotos auch bei Speicherung als JPEG statt RAW auf Anhieb leichter als noch mit der kleinen Schwester, der man erst einmal Kontrast, Schärfe und Rauschminderung reduzieren musste, um schöne Resultate zu erhalten. Der AF funktioniert dabei wohl dank der 11 Kreuzsensoren deutlich exakter, auch der Weißabgleich liefert in den meisten Fällen (wohl auch durch die Mess-Kalotte an der Vorderseite der Kamera) sehr gute Resultate.
Im Prinzip liefert aber auch die E-510 gleich gute Ergebnisse, immer vorausgesetzt, dass man die richtige Feinabstimmung getroffen hat.
Eine Neuigkeit bei der E-3 ist allerdings die Option "Gradation: Auto". Hier werden dunkle Bildbereiche aufgehellt, was vor allem bei starken Hell/Dunkel-Kontrasten mehr Zeichnung in die dunklen Bildpartien bringt. Erkauft wird das allerdings durch ein eventuell höheres Rauschen in diesen Bereichen, was sich aber grundsätzlich mit elektronischer Bildbearbeitung relativ einfach wieder korrigieren lässt. Gradation Auto lässt sich bei RAW-Entwicklung aber auch nachträglich setzen, insofern ist meine Standard-Einstellung Gradation: Normal.
Neu bei der E-3 ist auch der schwenkbare Monitor. In Verbindung mit dem schnellen AF-System lässt sich dadurch auch der Live View Modus besser nutzen, da man z. B. auch bei umgehängter Kamera von oben den Bildausschnitt kontrollieren kann. Mit dem Schwenkdisplay kommt man auch leichter zu neuen Bildideen, da man die Kamera auch z. B. einmal problemlos bodennah positionieren oder auch steil nach oben richten kann und dennoch keine besonderen Verrenkungen machen muss, um dennoch die volle Kontrolle über den Bildauschnitt zu haben.
Um störenden Lichteinfall durch den Sucher im Live View Modus zu verhindern, hat die E-3 übrigens eine Okkularabdeckung, die mit einem kleinen Hebel neben dem Sucher bedient wird.
# Sonstiges
An weiteren Ausstattungsmerkmalen sei hier auch noch die Blitz-Synchronbuchse und die Anschlussmöglichkeit für eine Kabelfernsteuerung z. B. für Aufnahmen im Bulb-Modus erwähnt.
#Fazit
Auch wenn die E-3 derzeit etwa drei Mal so teuer wie die E-510 ist hat sich die Anschaffung für mich gelohnt, da die Kamera wirklich in fast allen Paramtern auf meine Vorlieben einstellbar ist und dank ihrer Robustheit und der Unempfindlichkeit gegenüber Spritzwasser und Staub wohl auch oft in Situationen mit dabei sein wird, wo mir bis dato die E-510 zu heikel war (z. B. bei einer Schneeballschlacht, im Regen, ...).
Der würdige Nachfolger der E1!, 3. Dezember 2007
Seit heute habe ich Sie dann endlich die E3. Auch wenn vom dem reinen optischen Eindruck die E1 für mich immernoch einen ganz besonderen Flair hat so bleiben ansonstensten alle technischen Vorteile bei der E3 (wäre auch schlimm wenn nicht so wäre).
Allein schon das erste Aufnehmen der Kamera verrät einem, dass es sich hier nicht um irgend ein Plastickprodukt handelt. Das Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung wird sich dann im härtetest bezahlt machen, sollte die Qualität wie die E1 sein so ist die Kamera fast unkaputtbar. Die Kamera liegt hervorragend in der Hand und die Funktionalität ist in gewohnter Olyqulität intuitiv, wer schon mit eine der der E`s hat gearbeitet hat kann sofort loslegen. Der Sucher ist endlich grösser geworden und hat wie bei der E1 die für mich wichtigen ca.100% Sucherbild (auch im LiveView), was für meiner Meinung nach gar nicht hoch genug bewertet werden kann und unabdingbar für eine Profikamera ist, ebenso wie die unverzichtbare Abblendtaste.Das schwenkbare HyperCrystal-LCD ist für viele Aufnahmesituationen enorm praktisch auch die Errinerung an das Schliessen des eingebauten Okularverschluss finde ich gerade zu Anfang löblich. Der Blitz mit einer LZ von 13 zeigt sich bei den ersten Testschnappschüssen als brauchbar. Die Effektiven 10.1 Megapixel zeigen bei den ersten Bildern ein geniales Ergebniss.
Ich muss gestehen, dass ich bei den Digitalen SLRs ein absoluter Oly & FT Fan bin, deshalb bin ich wohl etwas befangen, aber vergleichen Sie selbst anhand Ihrer Ansprüche die E3 mit anderen Kameras und stellen Sie nicht unbedingt eine Pixelzahl, die alleine keine grosse Aussagekraft hat, in den Fordergrund. Die E3 hat viele Qualitäten die hier in diesen kurzen Statment nicht beschrieben habe (das sollen die Leute von Oly selbst machen), aber alleine der erste Eindruck spricht absolut für dieses Prachtstück!
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