Kundenmeinungen
Vergesst Jarre/Kitaro/Vangelis!!!, 5. Januar 2008
Seit Wochen ist diese großartige Scheibe mein ständiger Begleiter im Auto-Player. Ein Ohrwurm folgt dem vorherigen. Beinahe jeder Track besitzt eine hypnotische Wirkung, die den geneigten Zuhörer in den Bann zieht. Wer in seiner Sammlung Jarre, Vangelis, Kitaro u.ä. stehen hat, wartet sicher seit Jahren mal wieder auf einen echten Kracher im Stile von "Oxygene" und ist bei jeder neuen Veröffentlichung der genannten aufs Neue enttäuscht. Wer sich nun angesprochen fühlt, der greife zu "X-Plorer"! Aber auch Lounge-Bar-Besucher, denen Ibiza-endlos-Loops zu langweilig sind, werden auf dieser Scheibe allerbestens bedient. Höchste Empfehlung.
Der *Geheimtipp* des Jahres, 10. Dezember 2007
Da es schon eine sehr ausführliche Rezension gibt, möchte ich mich eher kurz fassen.
Dieses Album ist wirklich klasse und ist nicht nur für SciFi- oder Perry-Rhodan-Fans interessant! Von der Konzeption erinnert es mich ein wenig an Jeff Waynes "War of the Worlds", obwohl es sich hier natürlich nicht um ein Musical handelt - die Bezeichnung "Mind Movie" trifft es ganz gut.
Musikalisch klingt es ein wenig "retro" - die 80er lassen grüßen, aber das ist überhaupt kein Makel. Ganz im Gegenteil!
Besonders erwähnenswert ist natürlich die Mitarbeit des langjährigen "Weggefährten" von Jean Michel Jarre - Michel Geiss hat zweifellos dafür gesorgt, dass dieses Album ein wahrer Ohrenschmaus geworden ist. Die Abmischung ist bombastisch und auch die Effekte sind beeindruckend.
Für Freunde der elektronischen Musik ist dieses Album ebenso ein Muss wie für Rhodan-Fans - im Grunde kann man bedenkenlos zugreifen! Alleine das liebevoll gestaltete Booklet ist ein Kaufargument - nebst Musik ist dieses Album allemal sein Geld wert.
Bald ist Weihnachten... :-)
5/5 Sterne (ich würde dem Album sogar 10 Sterne geben!)
Bilder einer Ausstellung, 4. Dezember 2007
Bilder einer Ausstellung
Als ehemaliger Elektrotrommler von Kraftwerk und Space-Freund kann ich diese CD nur wie Bilder einer -Ausstellung bewerten. Eine Traumreise in den Raum wie sie die BR Space-Night nicht bieten kann, wenn man sich die Kopfhörer aufsetzt, das Licht löscht, zurücklehnt und eigene Bilder malt. Fasten your Seat-Belt and go on a far journey. Einsteins Tears (Nr. 11) erinnert mich stark an den Bombastik-Rock der Gruppe Emmerson, Lake & Palmer mit ihrem TARKUS Album aus meiner Vor-Kraftwerk-Zeit.
sending my spezial GUIDING RAY, yours, Wolfgang Flür
Space/Spyce pur!, 1. Dezember 2007
Zu den einzelnen Musikstücken: Bereits Anfang April 2002(!) hatte ich das Vergnügen, (leider nur) am Telefon erste Takte zu dieser Scheibe hören zu
dürfen, seinerzeit noch ohne Soundeffekte. Einen Gutteil meine gewiss nicht kleinen Musiksammlung habe ich mir nach dem ersten Hören eines
Titels als Folge eines Schauderns über den Rücken zugelegt, diese Antenne signalisierte mir auch auch damals am Telefon: "Diese Platte musst
Du haben, die hat was!" Als ich SPYCE nun in den CD-Player legte, war das
Schaudern wieder da, meine AAntenne" für gute und interessante Musik (my
own opinion) schlug sofort an! Voraussetzung: eine gute Stereo-Anlage, den
Raum abdunkeln und nach Möglichkeit alleine sein - nur dann kann man sich
richtig voll auf die Musik und die Effekte konzentrieren - UND dann die
Anlage voll aufgedreht. Whoowww! - In meinem Kopf läuft ein regelrechter
Film! (Ersatzweise geht es natürlich auch mit Kopfhörer und geschlossenen
Augen!).
Track 01 - To The Stars
Joachim Kerzels markante Stimme mit der philosophischen, durchaus zu Perry Rhodans Charakter passenden Einleitung, ein klassischer aketenstart mit Funkverkehr und dem gelungenen Versuch, das Ende der Beschleunigung und den Übergang in den freien Fall akustisch rüberzubringen, lässt jeden sofort einen Bezug zu Perry Rhodan herstellen, der den ersten Band (K.H. Scheer: Unternehmen Stardust) dieser seit 1961 laufenden SF-Saga gelesen hat. Die danach unvermittelt einsetzende, geradezu bombastische Musik weckt Erinnerungen an Kubricks 2001-Sound (Also sprach Zarathustra)bzw. Jeff Wayne's "Musical Version Of The War Of The Worlds", ohne kopiert zu wirken. Wobei hier - wie bei Richard Strauß' Werk - eigentlich keine typische SF-Musik vorliegt, sie könnte genauso gut für einen Piraten- oder einen Historienfilm geschrieben sein - universell (das ist nicht abwertend gemeint!). Unglaublich, dass die Musik von nur einem Mann - Alf M. - stammt, es klingt wie ein ganzes Symphonieorchester!
Track 02 - Astrolounge
Ins Ohr gehende Beats und eine "ruhige" Melodie werden von einem etwas "aggressiveren" Rhythmus und Soundeffekten immer wieder unterbrochen. Sehr schöne Tastatursequenzen, die den Adrenalinspiegel ein wenig auf Touren bringen.
Track 03 - Zero Gravity
Nullschwerkraft wird mit diesem wieder ruhigen Titel wirklich sehr schön musikalisch dargestellt. Man denkt sofort an ein schwereloses Schweben, wenn ich mir dazu ein SF-Motiv vorstelle.
Track 04 - Cosmic Angel
Eingangs wieder Funkverkehr und spacige Geräusche gehen in einen an Morsezeichen erinnernde Grundmelodie über. Stellenweise sehr ruhig und entspannend, ohne langweilig zu wirken. Unendlichkeit im All und Routinearbeit waren meine ersten Eindrücke. Die Grundmelodie für sich alleine könnte ich mir auch für einen Reisebericht vorstellen - im Stil:
Flug entlang einer wildromantischen Küste (Irland, Norwegens Fjorde - aber natürlich auch vorbei an Asteroidenfeldern und Planeten!).
Track 05 - X-PLORER
Eine starke dramatische Einleitung führt zum namensgebenden Track. Wieder morsezeichenähnliche Hintergrundtakte und Tastaturläufe bauen eine innere Spannung auf mein Eindruck: langsam schälen sich aus der Dunkelheit des Alls zuerst die Umrisse, später dann Details eines großen Raumschiffes heraus, Anflug und Landung in einer Schleuse
06 Mindscanner
Drohende hallende Schritte oder Klopfzeichen auf Metall (?) leiten diese wieder etwas aggressivere Melodie ein. Man hört förmlich (elektrostatische Blitze?), wie jemand oder etwas versucht, sich bohrend im Hirn einzuklinken. Space pur!
Track 07 - Amenity of Love
Ein geradezu klassisches Lovetheme bieten diese ruhigen, getragenen "Reize
der Liebe", ohne dass einem die Melodie bekannt vorkäme. Mich stört nur
ein kleinwenig das "dibdibdib" etwa ab der Mitte des Tracks, aber das ist
natürlich reine Geschmackssache.
Track 08 - TERRANIA
Kinderstimmen, Brunnengeplätscher, könnte ein großer Marktplatz sein - und
dann kurz hintereinander drei große Gleiter oder Raumschiffe die, vom weit
entfernten Raumhafen gestartet sind und darüber hinwegfliegen - so beginnt
Terrania für mich. Hymnenartige Komposition, sehr abwechslungsreich!
Track 09 - Rings of Saturn
Ein beschleunigendes und sich dann langsam entfernendes Raumschiff leitet diesen Track ein, der wieder sehr symphonisch klingt. Mit über sechs Minuten der längste Titel auf diesem Album. Sphärenmusik, lange Läufe (endlose Weiten, um die klassische Star Trek-Einleitung zu zitieren) und
ein Spannungsaufbau ähnlich wie im 2. Track "Astrolounge" durch das sich
wiederholende Grundmuster und die wechselnden Obertöne.
Track 10 - Evelator Muzagony
Sehr gut gemachte Einleitung - ein großes Hangarschott öffnet sich und rastet satt ein. Sehr ruhiger Titel, entspannend und ohne große Dramatik - auch als Lovetheme geeignet oder zur Vorbereitung auf einen rasanten Actionteil.
Track 11 - Einsteins Tears
Leiser Sprechfunk führt zu dieser ruhigeren, nachdenklich stimmenden Melodie. Paßt hervorragend zu einer tragischen Filmszene, insbesondere durch die gelegentlich fanfarenartigen Sequenzen.
Track 12 - Shuttle Flight 2 U
Ein klassisches Aufzugsgeräusch mit "Ding Dong", eine Stewardess bittet
Commander Rhodan, sich anzuschnallen und Joachim Kerzels kernige Antwort -
der Shuttle-Flug beginnt. Im All ziehen Asteroiden am Raumschiff vorbei
und eine lange Weltraumreise ohne besondere Vorkommnisse beginnt - das ist
mein erster Eindruck zu diesem ebenfalls eher ruhigen Titel, der sich in
der Unendlichkeit "verliert".
Track 13 - VOYAGER
Elektronische Geräusche stimmen ein zu einem akustischen Höhepunkt, der stete, leise hämmernde Beat untermalt die subjektiv immer lauterwerdende Melodie, die eine enormes Spannungspotential aufbaut. Den Tracktitel hätte ich, um Vergleiche zu vermeiden, allerdings nicht nach einem Star-Trek-Raumschiff benannt - lasst das "R" weg, dann beschreibt er wirklich eine Reise durch All und nicht einen/den Reisenden.
Track 14 - Crystal Worlds
Sphärenklänge, die wirklich an einen Wald aus Kristallen erinnern - einfach schön. Gelegentlich an Harfe und Flöte erinnernde Zwischentöne umspielen die leichte Melodie.
Track 15 - Entropic Legacy
Wieder ein Spannungsaufbau durch immer schneller werdende elektronische Geräusche und dramatische Takte, die getragene Melodie und der Chor im Hintergrund wirken pathetisch, die leise im Hintergrund hämmernde Grundmelodie, wechselt sich mit Tastaturläufen ab und treibt das Stück einem Höhepunkt entgegen.
Track 16 - Out Of Time
Wieder ein zur Perry Rhodan-Serie passender Satz von Joachim Kerzel und
ein - allerdings mehr dämonisches als sarkastisches Lachen. Dann folgen
arhythmische "Schläge auf Eisenrohre" (ich wurde ein wenig an "Stomp", die
Percussion Group, die auf Ölfässern, Autokarosserien und mit Besen Musik
macht, erinnert) - ein dramatisches Ende bildet den Cliffhanger-Schluß -
Fortsetzung folgt?
Fazit
Kein Titel gleicht dem anderen, jeder drückt andere Stimmungen aus und bewirkt beim Zuhörer andere Reaktionen und Gefühle. Dadurch, dass die einzelnen Tracks ohne hörbare Pause quasi nahtlos ineinander übergehen, wird die Wirkung eines im Geiste ablaufenden Films noch verstärkt. Mich hat dieses Konzeptalbum vollauf überzeugt fehlt nur noch der Film, zu dem diese Musik den Soundtrack liefert. In diesem Album steckt wirklich PERRY RHODAN drin - mehr davon!
Mit freundlichen Grüßen und der Hoffnung, dass diese Musik wirklich jedem
SF-Fan, insbesondere den Perry Rhodan Fans zugänglich wird
PER ASPERA AD ASTRA
|