Kundenmeinungen
Durchwachsene Geschichte, 28. November 2008
Grundsätzlich bin ich kein Gegner von Coverversionen, auch dann nicht, wenn Songs aus dem Pop-Bereich auf Metal getrimmt werden. Dabei können durchaus hörenswerte Interpretationen entstehen. Das gelingt den Northern Kings, die ich übrigens als Sänger und Musiker sehr schätze, nur zum Teil. Woran diese CD meiner Ansicht nach scheitert, ist die viel zu geringe Energie, mit der die Lieder dargeboten werden. Von einem "All-Star" Projekt aus dem Metalbereich erwartet man wesentlich schnellere und party-tauglichere Umsetzungen. Lediglich "Don't Stop Believin'" (Journey) und "We Don't Need Another Hero" (Tina Turner), sowie zum Teil "Hello" (Lionel Richie) sind in diesem Sinne gut gelungen. Daneben sind noch zwei außergewöhnliche Nummern zu nennen, die so sehr vom Original abweichen, dass man den Jungs ein großes Lob zur ihrer Kreativität aussprechen muss. Bei "(I Just) Died In Your Arms" (Cutting Crew) wird ein im Original recht flotter Song mit einer schleppenden, depressiven Grundstimmung und traurigem Gesang versehen. Ich finde das zwar sehr innovativ, aber insgesamt ist mir das Ganze doch etwas zu weinerlich. Anders ist das bei einem der besten Lieder, die in den 1980ern geschrieben wurden: "Brothers In Arms" von den Dire Straits. Hier gelingt den Kings - kaum zu glauben - eine sehr gute, atmosphärische und stimmungsvolle Interpretation, die dem Song sehr gut zu Gesicht steht. Reicht zwar nicht an das Original heran, hat aber trotzdem das gewisse Etwas.Die restlichen Tracks sind mehr oder weniger durchwegs unterdurchschnittlich. Als Totalausfälle würde ich vor allem "Sledgehammer" (Peter Gabriel), "Creep" (Radiohead), "Don't Bring Me Down" (Electric Light Orchestra) und die gefühlte 1.000ste Vergewaltigung von Billy Idols "Rebel Yell" bezeichnen. Übrig bleiben 4 immerhin erträgliche Stücke, die die Welt aber auch nicht gebraucht hätte.Die Wertung von 2 Sternen ergibt sich aus folgenden Gründen: zum einen ist das Konzept, mit 4 sehr unterschiedlichen Sängern zu arbeiten eine gelungene Sache, die dieses Album von ähnlichen Versuchen (Atrocity) abhebt und klar zur besseren Wahl macht. Zweitens sind immerhin eine Handvoll Songs brauchbar umgesetzt. Andererseits fällt die zum Teil merkwürdig anmutende Songauswahl und die fehlende Energie und Geschwindigkeit negativ ins Gewicht. Wer ohne Neuinterpretationen "auf Metal" nicht leben kann, kann sich 1 - 2 Sterne dazu denken, alle anderen sollten besser bei den Originalen bleiben oder sich selbstgeschriebene Songs von Metalbands anhören - auf sehr vielen CDs findet man ohnehin die eine oder andere gelungene Coverversion.
Einfallsreich!, 2. Oktober 2008
Ich hab ja schon vieles zu dem Album gelesen, es sei nicht nah genug an den Originalen, es sei zu "epic", hier würde nur Geldmache betrieben.Mag ja alles sein, aber was ist so schlimm daran, das dieses Album etwas weiter von den Originalen entfernt sind? Der potentielle Käufer ist wohl kaum ein Fan von den Originalen, sonst würd er sich ja wohl die kaufen. Ein bisschen Epic darf ruhig mal sein und ist gut gelungen hier. und Geldmache? Mal im ernst, welcher Musiker kann es sich heute noch leisten ein Album für nix oder wenig auf den Markt zu bringen? Kaum einer.Und ich denk, hier ist das Geld gut angelegt, es werden stimmungsvolle Songs geboten, viele witzige Ideen und gute Musiker größtenteils.Also was solls?
Alles geil, leider die Songauswahl... naja..., 28. Mai 2008
Wir haben hier sehr gute Sänger und hervorragende Arrangements, die wohl anderen Songs besser gestanden hätten...Auf jeden Fall harmoniert alles sehr gut miteinander, nur die Melodien der Songs sind, um es zu vermetallen, etwas dürftig.Einzig und allein, für die sich die 4 Sterne hier lohnen ist meiner Meinung nach, "I Just Died in Your arms"... absoluter Knaller!
Wiedergeburt UND Wiederauferstehung, 11. April 2008
Metalmusiker aus Finnland vertonen Hits der 80er! Was hätte da alles schief laufen können. Synthiepop mit doppelter Geschwindigkeit. Mit doppelter Lautstärke. Mit lautem Geschrei. Oder Gegrunze. Das alles ist uns dankenswerterweise erspart geblieben, stattdessen eine größtenteils gelungene Neueinspielung umarrangierter 80er Hits, die gar nicht nach rauhem Metal "tönen". Da haben manche Titel fast schon Musical-oder zumindest Softrockanwandlungen, was zugegebnermaßen nicht jedermanns Gschmack trifft. Aber die Kombination von Hits der 80er, interpretiert von Metalmusikern, die aber so gar nicht puren Heavy Metal spielen, macht dieses Album so interessant. Diese Cover killen die Originale nicht sondern lassen sie neu wiederauferstehen.
J. Ahola singt mit Seele und trifft mein Herz, 7. März 2008
Kein Song hat mich in den letzten Monaten tiefer bewegt als "I just died in your arms tonight"! Ich möchte das gesangliche Können der anderen auf keinen Fall in Zweifel ziehen, doch nur für diesen einzigen Song hat sich für mich die Anschaffung gelohnt. Ich kenne den Song von Cutting Crew noch aus den 80ern und sehe Teenies fröhlich zu diesem Text tanzen. Jetzt stimmt Text und die musikalische Umsetzung perfekt. Es ist eine wunderschöne Ballade geworden. J. Ahola fühlt was er singt. Er singt mit Seele und trifft mein Herz bis ich weine; alle 5,49 Minuten.
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