Kundenmeinungen
Tolles Spiel mit kniffligen Entscheidungen, 23. Februar 2008
In dem Spiel Cuba geht es grob darum, dass sie versuchen, optimal zu wirtschaften, Geld anzusammeln, die gerade aktuelle politische Richtlinie für sich ausnutzen, Gebäude zu bauen und letztendlich Siegpunkte anzusammeln. Das ganze gab es sicherlich schon mal in anderen Spielen, aber hier ist es der Mix, der anspricht! Die Regeln sind relativ einfach und nach einmal spielen hat man das Spiel soweit verinnerlicht, dass man das nächste Spiel vorausschauender planen und spielen kann. Aber hier gibt es ein paar kleinere Porblemchen, die das SPiel aber so wiederspielbar machen: Es gibt manche Gebäude nur einmal. So können sich zwar mehrere Spieler eine Zigarrenfabrik bauen, aber es gibt nur ein Zigarrencafe, das diese in Siegpunkte umwandelt! Da bleibt dann nur noch das Verschiffen im Hafen, das Verkaufen auf dem Markt oder der Bau eines "eigenen Schwarzmarktes"!Die größte Schwierigkeit in dem Spiel ist das Ausnutzen der Aktionen, die man hat. Es stehen einem fünf zur Auswahl, vier werden aber nur benutzt! Die letzte Aktion (jede ist dargestellt durch Personen) bestimmt dann den politischen Einfluss, den man hat. Da man ja in Cuba ist, kann man hier aber mit dem nötigen Kleingeld noch nachhelfen...Das Spiel spielt sich sehr flüssig, selbst in ausweglosen Situationen kann man immer noch eine für sich sinnvolle Aktion durchführen, außerdem bietet es durch die Politik und die begrenzten Baumöglichkeiten viel Konfliktpotential unter den Mitspielern, so dass immer Stimmung am Spieltisch ist. Und das Aussehen des Spielbrettes...traumhaft!!Neben Agricola (der "friedlichen Variante" Cubas) das schönste Aufbau- und Handelsspiel 2007!
Strategie- und Bauspiele, 29. Dezember 2007
Cuba ist ein verflixt kniffliges Strategiespiel. Denn es gibt viele unterschiedliche Wege um zum Ziel zu kommen, so dass man sich nicht auf eine bestimmte Strategie einstimmen kann. Die jeweils gültigen Gesetze bieten je nach Art der eigenen Taktik Vor- oder Nachteile, welche man beachten muss. Auch ist stets abzuwägen, ob bestimmte Rohstoffe, das Geld oder Gebäude wichtiger sind, oder ob man vielleicht doch seine höchste Karte für die Stimmen im Parlament aufheben soll. Somit bleibt die Spielspannung stets erhalten. Aber auch wenn der Spielablauf selbst durch die Planung der Strategien, um zum Ziel zu kommen, recht komplex wirkt, lassen sich die Regeln selbst sehr einfach verinnerlichen. Als kleine Hilfe erhält jeder Spieler zusätzlich die Kurzspielregeln, um sich die einzelnen Phasen noch einmal ins Gedächtnis zu rufen. Und auch optisch kann nicht gemeckert werden. Die Spielfiguren und -karten sind von guter Qualität und bringen durch ihre hübsche Gestaltung viel Stimmung ins Spiel.Wer Strategie- und Bauspiele liebt, der wird an Cuba seine helle Freude haben.
Säulen von Puerto Rico, 16. November 2007
Das Cuba vom gleichen Autorenteam wie Säulen der Erde erdacht wurde, merkt man gleich beim ersten Spiel. Dazu kommen Ähnlichkeiten zu Puerto Rico: Rohstoffe wollen geerntet, Gebäude gebaut und Waren verschifft werden.Anders spielt es sich dadurch, dass jeder Spieler in jeder Runde 5 verschiedene Aktionen zur Auswahl hat, aber nur 4 davon auch ausführen darf. Das kann zu einer kniffeligen Angelegenheit werden, besonders da die nicht gespielte Aktion Auswirkungen auf die an jede Runde anschliessende Politik-Runde hat, in der ein Spieler 2 Gesetze festlegen darf.Das Spiel geht über 6 Runden und sollte 90-120 Minuten dauern. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Siegpunkten.Cuba unterscheidet sich genung von Puerto Rico und Säulen der Erde, um den Spielern ein anderes Spielgefühl zu bieten (und die Anschaffung des Spiels zu rechtfertigen).Die grafische Gestaltung erfolgte durch den gleichen Grafiker wie schon bei Säulen der Erde und ist sehr gelungen.
Detailreich gestaltetes Spiel, 15. November 2007
Keine Frage, das Spielbrett, die Karten und "Charaktere" des Spiels sind liebevoll und detailreich gestaltet! Besonders hübsch finde ich den Siegpunkteweg, der sich wie ein schlendernder Spaziergang über die Insel zieht... Die Spieleanleitung ist vorbildlich und ermöglicht einen raschen und einfachen Einstieg in das Spiel! Man kann wirklich sofort loslegen und kann dann eigene Erfahrungen sammeln. Die Fotos sind allerdings etwas klein... (Lupe erforderlich) aber diese sind für das Spieleverständnis auch nicht wichtig.Das Spiel wird in 6 Runden gespielt und jede unterteilt sich in mehrere Phasen. Charaktere stehen zum Auspielen zur Verfügung, zum Produzieren und Gebäudebauen und Verschiffen von WAren. Gesetze müssen erlassen werden in der Parlamentsphase. Damit ist die Spieldauer und vor allem der Ablauf jeder Runde aber eigentlich schon vorgegeben und es beginnt relativ schnell die Jagd nach den "schnellen" Siegpunkten. Zwar bietet Cuba wirklich viele Möglichkeiten Siegpunkte zu ergattern, jedoch ist aufgrund der vorgegebenen ZEit (6 Runden) eine langfristige Planung und Taktik nicht wirklich möglich, da es vornehmlich auf die ANhäufung von Siegpunkten in dieser Zeit ankommt. Die Zeit rennt einem irgendwie davon. Die Gebäudeausbauphasen sind darauf angelegt Siegpunkte zu ergattern, aber nicht eine in sich stimmige Wirtschaftsstruktur aufzubauen. Auch wenn man darauf achten muss, was man in der Arbeiterphase produziert, um es anschließend siegpunktbringend verschiffen zu können.Schön ist die Idee mit den Gesetzen und der Parlamentsphase. Da beginnt dann ein richtiger Kampf und auch Interaktion unter den Mitspielern um die MEhrheit im Parlament, mit dem Ziel die Gesetzesphase zu den eigenen Gunsten entscheiden zu können und um sich in den Siegpunktplänen zu unterstützen... wie im richtigen Leben, oder? Zumindest in der Politik. Aber hier handelt es sich ja um ein Spiel...:-)Die Gesetze sind limitiert. Pro Runde und pro RIchtung eines Gesetzes gibt es 1, insgesamt also 6. Das bedeutet, dass man nach längerem Spielen einfach weiß, was noch drankommen muss, selbst wenn man nicht genau weiß wann. Damit stellt sich nach einer Weile leider eine gewissen Routine ein.Der eigene Spielplan, den man für die Rohstoff-, Baustoffgewinnung individuell zu dem Hauptspielbrett erhält, bietet begrenzten Ausbauraum für die erforderlichen GEbäude. Da muss man gut überlegen, was man produziert, verschifft und in Waren umwandelt.Zudem muss man in jedem Fall den/die Gegner im Auge behalten... und kann nicht nur so vor sich hin entwickeln und produzieren. Auch wenn sich die eigentliche Interaktion auf die Parlamentsphase beschränkt.Fazit:Der Zeitdruck ist etwas, was mir nicht wirklich gut gefällt. Ich spiele gerne längere Spiele, in denen Taktik, Entwicklung und Zeit ihren Raum haben. Cuba ist ein ästhetisches Spiel! Tatsächlich bleibt es aber hinter den Möglichkeiten von bsp. Caylus, Carcassone (mit entsprechenden Erweiterungen) langfristig deutlich zurück.
Puerto Rico war gestern: gut kopiert und zu addiert, 4. November 2007
Gut kopiert und zu addiert ist das Spiel. Schon bei Säulen der Erde hatte man den Eindruck, dass das Autorenteam Bisheriges kopiert statt dem Spiel etwas Selbstständiges zu schenken. Bei Cuba ist es nicht anderes.Puerto Rico ist in die Jahre gekommen und das Autorenteam macht seine Arbeit in Sachen Gestaltung top. Somit könnte man es als positives Facelifting sehen.Aber anders als bei Säulen der Erde, gibt es hier auch etwas Neues oder kaum Verbreitetes. Ich kann Gesetzgebungen beeinflussen, die ich jede Runde verändern kann und die sich auf die Spieler bzw. auf das Geschehen auswirken. Natürlich nur, wenn ich das meiste Geld biete.Zweitens: Ich muss mich entscheiden, wie ich meinen Agrarplan vor mir nutzen möchte. Mehr Rohstoffe und weniger Gebäude oder umgekehrt. Wichtig ist, dass die, die zusammengehören bzw. gleichzeitig aktiviert und genutzt werden sollen, möglichst auf einer achse liegen, auf der horizontalen und vertikalen. Der Arbeiter/Aufsehen/der Spieler gibt den Schnittpunkt vor bzw. damit die Achsen. Da rauft man sich schon mal die Haare, welche Gebäude brauche ich, welche Rohstoffe, welche nicht, liegen alle auf einer Achse, bekomme ich überhaupt die Gebäude, die ich brauche und wenn nicht und ich muss andere nehmen, habe ich nicht mitlerweile die rohstoffe für die anderen Gebäude bereits überbaut. Für diese Szenario ist dickes Lob auszusprechen.Puerto Rico hat mich noch nie so angesprochen. Das lag wohl auch stark an der Optik, dass ich Text statt Bilder als Gebäude hatte. Viele meinen immer noch, dass Puerto Rico etwas besser sei. Cuba ist aber mein Puerto Favorit. Wer Puerto Rico noch nicht hat, der sollte zu Cuba greifen. Den Freaks, die eh viele Spiele kaufen, die werden eh beides haben ;-))Für mich ist es bisher das beste Spiel des Jahrganges. Aber ich habe noch nicht Agricola gespielt und dass soll bisher ganz oben stehen :-))
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