Kundenmeinungen
Endlich ein friedliches Rondellspiel, 7. Februar 2008
Spielmaterial:
Sehr Umfangreich, alles in gewohnt guter und reichhaltiger Ausstattung, vergleichbar mit den beiden Vorgängern von Mac Gerdts / Eggert Spiele. Viel Holz und Pappe, echte kleine Ziegelsteine und Glöckchen, ein stabiles, großes, zweiseitig bedrucktes Spielbrett in deutsch (Hamburg) und englisch (London). Die Illustrationen sind Geschmackssache, das Spielbrett und der Karton laden mich nicht gerade zum Spielen ein, die Grenzen auf dem Spielbrett hätten deutlicher dargestellt sein können.
Ein kleines Heftchen mit historischem Hintergrund liegt noch bei.
Spielanleitung:
Umfangreich (11 Seiten, ohne Schnelleinstieg Din A5) aber gut aufgebaut, mit Beispielen und Bildern, es bleiben keine Fragen offen. Für einen leichteren Einstieg sind einige Rundenabläufe (Schnelleinstieg) beschrieben. Vielspieler haben keine Probleme, Gelegenheitsspieler sollten es sich erklären lassen.
Spielprinzip:
Taktisch, es gibt keinen Glücksanteil. Man kann eine Strategie verfolgen, sollte aber auf seine Mitspieler achten und eventuell reagieren. Interaktionen sind teilweise vorhanden (Schiffe, Stadtteile, Kirchenspenden). Bei den Stadtteilen und Spenden besteht sie ,nur' aus dem wegschnappen der Aktionen. Bei den Schiffen kann man schnell heraus gedrängt werden, so dass man nur zum Minimalpreis verkaufen kann.
Flüssiger Spielablauf, da gut und einprägsam aufgebaut.
Kurzer Spielablauf:
Auf dem Rondell gibt man an welche Aktion man ausführen möchte.
Waren (Zucker, Bier, Tuch) bekommen: braucht man um an Geld zu kommen.
Schiffe bauen: mit diesem verkauft man seine Waren um Geld zu erhalten. Nach einem bestimmten Prinzip, nimmt die Kapazität der Schiffe ab oder zu, wodurch man weniger oder mehr verkaufen kann.
Geld: mit diesem kauft man Baustoffe (Holz, Ziegel, Glocken).
Baustoffe: sind die entscheidenden Dinge im Spiel.
Mit diesen werden Häuser gebaut, welche einem Vorteile (mehr Waren, Geld usw.) verschaffen. Je mehr z.B. Bierbrauereien gebaut wurden umso tiefer sinkt der Preis beim Verkauf. Außerdem werden Bürgerplättchen je Haus auf den Plan abgelegt, was bei einigen Plättchenwertungen von Bedeutung ist.
Mit Baustoffen baut man Schiffe, um die Kapazität der Waren beim Verkauf zu erhöhen.
Mit Baustoffen wird auch gespendet, wodurch man Spendenplättchen (5 verschiedene pro Kirche) und auch benötigte Siegpunkte bekommt. Da man von jeder Sorte nur ein Plättchen offen (ungewertet) liegen haben darf, ist auch hier gute Planung gefragt, da die meisten erst gegen Ende des Spiels am meisten Wert haben. Je Spende steigt aber auch der Einfluss in Hamburg, da man nur in Nachbarschaft Häuser bauen darf. Hat man allerdings eine Kirche fertig gestellt, kann man überall in Hamburg bauen.
Ist die letzte Kirche fertig gestellt endet das Spiel, wer die meisten Prestigepunkte hat ist Sieger.
Spieleranzahl und Spieldauer:
Bis jetzt nur zu zweit gespielt in ca. 80 Minuten.
Fazit:
Eine sehr gute Verzahnung der einzelnen Elemente garantieren ein tolles, flüssiges Spiel. Ob man Hamburgum braucht, wenn man beide Vorgänger schon hat, muss jeder für sich entscheiden. Imperial ist eher eigenständig, aber wer lieber friedlich spielt als kriegerisch, ist mit Hamburgum besser bedient als mit Antike.
Zielgruppe ist eher der Vielspieler, Gelegenheitsspieler könnten vielleicht mal eine Proberunde wagen.
Hamburger, aber kein BigMäc, 7. Februar 2008
Wie bei vielen Strategiespielen gibt es verschiedene Wege zum Sieg. Bonusplättchen sind mittels Kirchenbaubeteiligung zu ergattern und was die Boni zeigen, auf das sollte man dann hin spielen bzw. hingezielt haben. Warenerstandung und Warenverkauf liefern Geld für neue Investitionen in Baustoffe für Kirchenteile oder als Vorbereitung um sich auf dem Spielplan mit eigenen Bürgerplättchen strategisch gut zu positionieren, um die Boni zu erfüllen.
Wirklich neu ist hier nichts. Es ist eher ein Spiel für Vielspieler und reiht sich in die mittlere gute Art von Spielen ein. Man braucht es nicht, daher Probe spielen. Auf Dauer ist es mir zu wenig, auch wenn es über die verschiedenen Boni mehrere Punktmöglichkeiten gibt. Aber es lohnt sich immer mal wieder hervorzuholen, für Vielspieler.
Bilder und Kritiken auch unter www.luding.org
Ausgewogenes Strategiespiel mit tollem Material, 21. Januar 2008
Gleich beim Öffnen der Schachtel fällt das liebevoll gestaltete Spielmaterial ins Auge: Ziegel sind echte gebrannte Ziegel, Kirchenglocken sind kleine Messingglöckchen, die sogar bimmeln. Die eigenen Bürger haben je eine Seite mit einer Männerfigur und einer Frauenfigur, so dass jeder Bürger oder Bürgerinnen nach eigenem Geschmack legen kann. Herrlich, so viel Liebe zum Detail wünscht man sich öfter. Leider ist die Schachtel ohne Einteilung, da können auch die vielen Zip-Plastiktüten nicht 100% Abhilfe gegen Chaos in der Schachtel schaffen.
Die Spielregel ermöglicht einen schnellen Einstieg ins Spiel, das genau das richtige Maß an Komplexität hat - es gibt ausreichend Strategien, die Punkte für den Sieg zu sammeln, ohne dabei jedoch wahnwitzig viele verschiedene Zugmöglichkeiten gegeneinander abwägen zu müssen.
Das Spiel selber kommt ganz ohne Glücksfaktoren wie Würfel oder nachzuziehende Karten aus, der Erfolg hängt also nur vom eigenen Können ab. Hamburgum spielt sich flüssig, und auch ohne Glücksfaktoren bleibt es ausgewogen, d.h. kein Spieler liegt nach kurzer Zeit uneinholbar vorne - spätestens bei der Endabrechnung kann sich alles noch einmal ändern.
Hamburgum ist wie die meisten Strategiespiele kein Spiel für Familien mit kleinen Kindern. Wer aber Hamburg-Fan ist oder Strategiespiele mag, findet hier ein Highlight.
|