Kundenmeinungen
na endlich live, 4. Januar 2008
und zudem noch ziemlich gut. Verschiedene Elemente und Stimmungen fügen sich hier wie die drei Musiker zu etwas unmittelbaren und einmaligem zusammen. Sehr viele Stellen erzeugen ein "wunderschön" nur wenige ein "soll ich vorspulen". Der Applaus ist zu lang. Doch das Album steht kurz vor der Himmelspforte, da kann man über diese Punkte hinwegsehen.
Hoch gepusht, 1. Januar 2008
Schon seltsam, da schreibt das - durchaus pfiffige - Marketing der Plattenfirma Act etwas von einem Geschichte machenden Ereignis, und schon glauben es wenn nicht alle, so doch offenbar viele. Dabei ist das, was e.s.t. da in Hamburg abgeliefert haben, nicht mehr und nicht weniger als das, was sie auch an anderen Abenden abliefern und was zudem nicht viel anders auch auf CD und DVD verfügbar ist. Was das ist? Ein überbewertetes, clever hochgepushtes Klaviertriokonzept, wobei die Betonung auf Konzept, nicht auf Trio liegt, denn das (Marketing-)Konzept geht anscheinend auf, als Trio funktioniert das nur in sehr seltenen Momenten - jedenfalls wenn man darunter die im Idealfall traumsichere Kommunikation dreier gleichwertiger Instrumentalisten versteht. Wie schwach das Trio leider viel zu oft ist, kann man etwa auf CD 2 in dem Stück "Dolores in A Shoestand" hören. Da verfällt Esbjörn Svensson gegen Ende mit der linken Hand in einen stampfenden Boogierhythmus, der das Publikum erwartungsgemäß zum Mitklatschen animimert (nach dem gleichen Muster übrigens, nach dem das auch beim deutschen Dumpfschlager funktioniert), und nun könnte Herr Svensson doch mit der rechten Hand etwas daraus machen. Aber was macht er daraus? Nichts. Stattdessen: Fast schon hilflos anmutendes, so einfalls- wie belangloses Dahingeklimpere. Das soll "Geschichte schreiben"? Hoffentlich nicht.
Diese Aufnahme packt - und lässt nicht mehr los!, 1. Januar 2008
Besser kann eine Live-Jazz-Platte nicht sein. Was Esbjörn Svensson und seine beiden Mitstreiter hier bieten ist für mich zusammen mit dem 2001er-Konzert von Keith Jarrett und seinen Mannen in Montreux schlicht das Beste, was 2007 im Jazz veröffentlicht wurde. Eigentlich sogar besser als Jarrett und Co.!
Jedes Stück entwickelt in sich einen unwiderstehlichen Sog - und dieser steigert sich auf CD2 dann über alle Songs hinweg schier ins Unermessliche. Nur schon alleine der Übergang von der Traum-Ballade "Sipping On The Solid Ground" zum unglaublich powervollen Groove von "Goldwrap" - allererste Güteklasse! Das ist spannend, faszinierend, hypnotisch, magisch - was muss eine solche Konzertaufnahme noch mehr bieten? Der frenetische Applaus des Hamburger Publikums spricht ebenfalls eine deutliche Sprache.
Übertroffene Erwartungen, 30. Dezember 2007
Bisher hatte ich ein gespaltenes Verhältnis zu Jazz...m.E. meist nervige Musik, die den Kopf nicht abschalten lässt - doch eine Rezension in der ZEIT ließ mich aufhorchen und ich erwarb e.s.t.live in HH.
Eine vielseitige und spannende CD, die mein Jazz-Klischee nachhaltig entkräftet hat, tolle Stimmung und ein wirklicher Hörgenuss.
Einfach Augen schließen und live dabei sein - großartig!
Live eine Offenbarung, 25. Dezember 2007
Man hörte es immer wieder von begeisterten Konzertbesuchern, zu denen ich mich glücklicherweise auch zählen kann, dass die Platten von e.s.t. eine feine Sache seien, aber die Livekonzerte eine Offenbarung. Und in der Tat: Was die drei Schweden im Novemeber 2006 in Hamburg auf die Bühne zauberten, war ein Beleg dafür, dass sie vollkommen zu Recht seit einigen Jahren als die Speerspitze der Trioformation gelten.
Ihre Musik erreicht live eine ganz andere Intensität als auf Platte, nicht zuletzt deshalb, weil die Soli sich über längere Zeiträume aufbauen können und die Musiker in der großen Hamburger Halle weiteren Ansporn duch das euphorische Publikum erhielten. So steigerten sich e.s.t. in ihren wunderbaren Stücken in die hypnotischen Soge, in denen man sich beim hören einfach nur ergehen lassen kann; die Liveelektronik wirkt in keinster Weise wie effekthascherisches Beiwerk, sondern ist ein Mittel für weitere Klangfarben und erweitert in ganz natürlicher Weise das Vokabular des Jazz. Grandios an e.s.t.: Da rocken sie in einem Stück heftig los, lassen das Stück atmosphärisch ausklingen und spielen daraufhin - ohne Bruch, sowohl gedanklich als auch akustisch - eine Ballade, die ganz einfach und unverfälscht daherkommt. e.s.t. beherrscht diesen Brückenschlag im Schlaf und bietet somit nicht nur ein mitreißendes, sondern auch äußerst abwechslungsreiches Konzert, das nur einen einzigen Kritikpunkt aufweist: Esbjörn Svensson benutzt doch ein wenig zu häufig sein Einheitslick für schnelle Passagen.
Ganz zu letzt sei noch die Klangqualität zu erwähnen: Für eine CD ist sie großartig, für einen Livemitschnitt phänomenal.
Uneingeschränkt zu empfehlen.
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