Kundenmeinungen
Besser als die A-Seiten von Sams Town, 4. Januar 2008
The Killers eröffnen das Weihnachtsgeschäft, ohne sich auf das Niveau einer Best of Platte herabzulassen. Ganz einfach indem sie ihre B-Seiten und Raritäten raushauen.
Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und der Industrie-Schreiner weiß: Mit so was lässt sich noch ne passable Schrankwand zimmern. Aus Pressspan. The Killers wissen das auch. Oder ihre Plattenfirma. Vor allem zu Weihnachten.
Sawdust (Sägemehl) heißt diese Sammlung der einzeln verstreuten Spurenhäufchen aus den Aufnahme-Sessions zu den Alben Hot Fuss und Sams Town. Und weil der Verschnitt oft größer ist, als das fertige Schnitzwerk, haben wir es bei der Weihnachtsgabe von The Killers mit einer Press-Platte zu tun, die fast aus den Fugen geht. 17 Tracks aus 5 Jahren Bandgeschichte. Gesamtspielzeit 72 Minuten.
Bei drei Songs handelt es sich um historischen Crossover aus Aufnahmeschnipseln verschiedener Jahre. Spuren aus des Gitarristen Dave Keunings Wohnzimmer von 2002 gemischt mit aktuellen Aufnahmen aus einer Las Vegas Session dieses Jahres. Wers nicht weiß, merkts gar nicht, so subtil ist der Leim verarbeitet. Oder der Stil der Band hat sich seit Bestehen kaum verändert. Das liegt im Auge des Betrachters.
Wenn The Killers einmal den Werkstattboden ausfegen kommen Dinge zu Tage, die bei manch anderer Popformation ihrer Größenordnung noch das Album aufhübschen würden. In Anlehnung an Sum 41s All Killer No Filler kann man von Sawdust sagen: die aussortierten Filler der Killers sind immerhin eine eigene Platte wert.
Lou Reed, die Rettung eines sonst durchschnittlichen Albums, 2. Januar 2008
Ich will keine Messlatte nutzen, wie für andere Bands. Denn sonst hätte ich 5 Punkte vergeben und wäre hellauf begeistert. Ich will die Messlatte für die Killers ansetzen, die erfolgreich ihren Stil finden und einzigartig machen. Oder dann doch auf die Hilfe von Lou Reed hoffen. Denn ich würde das erste Lied nicht unbedingt eines, der Killers nennen. Es hat alles, was man an Lou Reed liebt. Plus aber dem gewissen Touch, den ihm nur die Killers verleihen können. Das Album steht und fällt mit diesem Lied. Dadurch wird es ein Muss für die CD-Sammlung. Denn lang nicht mehr konnte mit einem Lied Geschichte geschrieben werden. Konnte nicht mehr derartig getrieben werden, konnte man von einem Lied nicht mehr derartig verfolgt werden. Der Rest des Albums schließt sich nahtlos an, ohne derart groß aufzufallen, wohl aber gerade in der Zusammenstellung zu gefallen. Doch das schönste ist wohl, dass man Stunde um Stunde, selbst Monat um Monat noch neue Perlen entdeckt.
Enthält einige der besten Killers-Songs, die wir bisher zu hören bekommen haben, 1. Januar 2008
Nach ihrem von Syntheszierklängen geprägtem Debütalbum "Hot Fuss" und dessen eher rockigerem Nachfolger "Sam's Town" präsentieren the Killers nun die als "The Rarities EP" bezeichnete Platte "Sawdust" heraus und präsentieren damit, dass sich die Characteristica beider Alben durchaus miteinander vereinen lassen.
Der Einstieg in das Album mit "Tranquilize", aufgenommen mit Lou Reed, zeigt einmal mehr, zu welch musikalischen Glanzleistungen The Killers neben all den Kontroversen und "beste Band der Welt"-Gehabe fähig ist. Allerdings ist die Qualität der Songs nicht konstant auf derart hohem Niveau. Dazu scheinen die insgesamt 17 (!) Songs insgesamt zu wenig ausgewählt und veredelt worden zu sein. Hier muss aber auch in Betracht gezogen werden, dass siese Platte vor allem auf die Fans ausgerichtet ist.
Dennoch gehören neben "Tranquilize" auch "Move Away", "Sweet Talk", "All The Pretty Faces" sowie "Under The Gun" und vielleicht auch "Where The White Boy's Dance" sowie "Romeo & Juliet" zu dem Besten, was man bisher von den Killers zu hören bekam. Und das will natürlich etwas heißen.
Für Fans also ein eindeutiger Pflichtkauf und auch generell ganz besonders der oben genannten Tracks wegen zu empfehlen!
Absolut Genial...., 31. Dezember 2007
Schon der Anfang mit Trabquilize ist absolut genial und mit Lou Reed wirkt der Song noch besser als wenn die Killers ihn allein aufgenommen hätten. Die Single Shadowplay ist zwar ein Cover aber ein absoluter Kracher. All The Pretty Faces ist eines der Highlights der Platte und hätte auch gut auf Sam's Town gepasst. Bis zu dem echten Rock-Song Move Away kommen 5 weitere gute Songs. Glamourus Indie Rock And Roll kannte ich schon von meiner Hot Fuss Version. Bis zur absolut genialen Version von Sam's Town kommen 4 gute Songs der Hot Fuss, Sam's Town und BBC Sessions. Romeo And Juliet ist ein sehr schönes Dire Straits Cover und zum Schluss ein Remix von Mr Brightside, der anders als das Original, aber trotzdem recht interessant ist.
Alles in Allem wirkt die Platte nicht ganz so Stimmig wie z.B. Hot Fuss oder Sam's Town, da aus vielen verschiedenen Sessions Aufnahmen verwendet wurden. Aber die Songs sind auf jeden Fall klasse und es muss den Killers sehr schwer gefallen sein diese tollen Songs nicht auf die ersten beiden Platten zu bringen.
Gehört ab sofort in meine CD-Sammlung!, 27. November 2007
Just Killers, no fillers!
So etwa kann man das Mottoc dieser CD benennen, obwohl sie ja "nur" aus Raritäten und B-Seiten besteht.
Aha! Man mag den Verdacht hegen, das just vor Weihnachten...
Aber nein! Je mehr sich die Killers nach jedem Stück in die Gehörgänge schleichen, desto mehr fängt man dieses Werk an zu mögen und dann sogar zu lieben.
Schräges, Holpriges, Rockiges, Verzerrtes und Schwermütiges bieten uns die Killers. Und es ist Musik, die treibt, die mitreisst!
"Move away" ist ein schweisstreibender Rocker, , "Romeo & Juliet" eine flotte Adaption des Dire Straits-Klassikers, "Sweet Talk" erinnert etwass an U2 und Bowie, "Where The White Boys Dance" dümpelt charmant dahin,
"Glamorous Indie Rock and Roll" ist genau das, was es heisst und "Sam's Town" ist der obligate sehnsüchtige Heuler.
Fazit: Alles da, was das Killers-Herz begehrt! Ein hübshces kleines Ding für unter den Weihnachtsbaum!
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