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Mando Diao: Never Seen the Light of Day

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Never Seen the Light of Day

Mando Diao

EMI (EMI)

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08/Sep/2008 - 13:47


Beschreibung

Mando Diao behalten ihr beachtliches Tempo bei und präsentieren mit Never Seen The Light Of Day bereits das vierte Album in nicht einmal vier Jahren.

Allein das jugendliche Ungestüm blieb bei ihrer rasanten Entwicklung auf der Strecke, und so werden nun allenfalls jene enttäuscht sein, die an Mando Diao in erster Linie die wilden Debüt-Kracher "Sheepdog" oder "The Band" mochten. Doch über das Brachial-Rock-Stadium ist die Band längst hinaus, die Gitarren bleiben heute meistens unverzerrt und statt simpler Riffs regieren komplexe Melodien. Der erste Song "If I Don't Live Today, Then I Might Not Be Here Tomorrow" klingt wie die beschwingte Erkennungsmelodie eines Edelwesterns und auch "Mexican Hardcore", der erste Übersong auf dem neuen Album der Wahlstockholmer, verzaubert mit einer wunderbaren Tex-Mex-Gitarre. Und natürlich dem unverwechselbar mitreißenden Gesang von Björn Dixgård, der mühelos Ohren und Herzen schmelzen lässt. Sein gerne etwas schnodderiger Counterpart Gustaf Norén kann das ja auch: Derart eindringlich singen, dass es einem ganz egal ist, ob da gerade über große Gefühle gesungen oder eine Abhandlung über das Rosenzüchten runtergebetet wird. Bei den heißblütigen "Train Of Fire" und "One Love" hört man zudem Einsprengsel von nordöstlicher Folklore heraus, mit "Not A Perfect Day" wiederum schlägt die melancholische Ader der Schweden durch und der Ausklang "Dalarna" ist nur auf den ersten Blick ein etwas zu langatmiges Epos. Spätestens nach dem dritten Hören entfaltet der 8-Minuten-Song nämlich seine volle Wirkung, und das ganz ohne die Sangesqualitäten von Norén oder Dixgård, denn hier singen ausschließlich Frauen in einem seltsamen, nichtsdestotrotz höchst faszinierenden Singsang. Die Band war sich angeblich gar nicht sicher, ob der Song und der Rest dieser feinen Platte überhaupt veröffentlicht werden würde (daher auch der Titel), aber das dürfte kokettes Understatement sein. Denn auch wenn Never Seen The Light Of Day vielleicht nicht ihr bisher bestes Album ist, stecken Mando Diao die Konkurrenz auf dem hohen Niveau, das sie binnen kürzester Zeit erreicht haben, immer noch locker in die Tasche. -- Dirk Siepe





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Gewöhnungsbedürftig!!!, 30. Januar 2008

Wie im Titel gesagt ist diese CD von Mando Diao etwas gewöhnungsbedürftig
da sie sich stark von den Vorgängern unterscheidet (die ich absulute Klasse finde). Aber wenn man den ersten Schock überlebt hat und sich du Musik richtig anhört ohne an die Vorgänger zu denken dann wird einem klar was einem da entgegen dudelt ist gut!!
Fazit:
Meiner Meinung nach ist dies eine gut gelungene CD von Mando Diao mit guten Mischung aus Folk und Rock wobei ich dennoch die Vorgänger bevorzuge!!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Alles bleibt anders, 28. Januar 2008

Die Jungs bleiben sich treu, auch wenn das Album ein Stinkefinger-Album gegen ihre Plattenfirma sein soll. Es bleibt von den ersten Takten an ein Mando Diao-Album. Nach wie vor sind sie die sympatischsten Jungs des modernen Popzirkusses, auch wenn sie sich redlich Mühe geben, rotzig zu wirken. Und ich kann das Lamento der Kritiker nicht nachvollziehen, dies sei ein "Album auf Crack". Auffallend ist lediglich, dass diesmal auch Streicher mit von der Partie sind. Ansonsten beweisen sie wieder, dass sie (mit kleinen Einschränkungen, die dem Streit mit EMI geschuldet sein können) eine der wenigen Rock/Pop-Bands dieser Zeit sind, die erstaunlich kontinuierlich gute Musik mit Hit-Qualität schreiben können. Musik wohlgemerkt, die auch beim fünften Hören noch interessant ist. Das macht ihre Live-Präsentationen zu kleinen Festen. Ich jedenfalls freue mich auf weitere gute Musik von Mando Diao, nächstens wohl unter eigener Flagge.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Help! für das 21. Jahrhundert? - Ein erster Vergleich..., 21. Januar 2008

Mando Diao}s frühen Aussagen zufolge scheint ein Vergleich mit den Beatles durchaus angemessen.
Meiner Ansicht nach führten zu diesem Album zwei Aspekte, die bereits mit dem hier angesprochenen Plattenfirma-Streit ihren Ausgangspunkt finden. Erstens sollte es schnell gehen, das scheint einleuchtend. Zweitens konnte man sich endlich dem widmen, was man die Alben davor dem Songwriting unterordnete: der Experemtierfreude.
Das Album kann die ersten Hörproben kaum überstehen. Landete bei mir sofort wieder im Plattenschrank, bis ich mich dazu durchringen konnte, es noch einmal versuchen. Und wenn man sich vom Klang leiten lässt, hat das Album eine durchaus ansprechende, beruhigende Wirkung. Ignoriert man gekonnt die Texte, ist es also ein durchaus nettes Werk. Für meinen Geschmack wird es den ersten drei Alben - mit besonderem Fokus auf Bring Em In und Hurricane Bar - jedoch nicht gerecht.
Vielleicht befinden sich die Jungs aus Borlänge auf einer ähnlichen Entwicklungstendenz, wie es die Beatles ihrer Zeit 1965 mit dem Help!-Album taten. Die ersten Versuche im Studio etwas wirklich neues zu kreiieren, aber zu viel zeitlicher Druck von außen brachten auch dort ein wunderschönes Album zu Stande. Fragt sich also: Gelingt Mando Diao dieselbe Steigerung wie es bei "Rubber Soul" zu verzeichnen war?
Zumindest bleibt zu hoffen, dass sie dafür nicht auch ihre Live-Shows kündigen, denn das wäre bei der Bühnenpräsenz der Jungs eine Beleidigung für den Rock And Roll!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  für mehr rock'n'roll an der theke!, 2. Januar 2008

Ich mochte Mando Diao schon seit "Bring 'em in" und liebte sie vor allem für die tanzbaren und rockigen songs. Daher bin ich nicht sonderlich begeistert von der neuen Platte und habe auch ehrlich gesagt keine Lust dafür Geld auszugeben.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Was lange währt..., 11. Dezember 2007

...wird endlich gut! Gemeint ist sicherlich nicht die Produktionszeit, denn die war bekanntlich kurz. Jedoch brauchte ich dieses mal etwas länger, um die Genialität des neuen Mando Diao Albums heraus zuhören.
Voller Vorfreude hörte ich "Never Seen The Light Of Day". Mein erster Gedanke: entweder ist die CD kaputt, oder meine Ohren sind es. Nachdem ich die CD zum dritten Mal abspielte traf mich die Erkenntnis: Die Band ist kaputt- und zwar in einem höchst positiven Sinne!
Mando Diao haben es meiner Meinung nach geschafft ein absolut polarisierendes Album aufzunehmen. Man liebt es- oder man hasst es.
Ich kann auch nachvollziehen, dass selbst eingefleischten Fans diese Mischung aus Westernmoviesound, Folklore und seichtem Akustikgitarrenrock nicht zusagt. Mich aber haute es schlichtweg um. Unwillkürlich wurde ich an Quentin Tarantino Filme erinnert, zu denen dieses Album den perfekten Soundtrack liefern würde- denn die Experimentierfreude ist den schwedischen Jungs definitiv anzumerken.
Man sollte sich auf diese neue Facette in der Musik von Mando Diao einlassen, dann hat man sicherlich Freude an dem Album. Vor allem sollte man sich selbst ein Bild machen, denn nicht allen liegt dieser Musikstil, was ich durchaus verstehen kann.
Allerdings zeigt das neue Album auch den Mut, etwas völlig neues und völlig anderes auszuprobieren, selbst wenn man damit seinen Fans vor den Kopf stößt. Mit Mando Diao wird es also nie langweilig, denn jedes neue Album birgt große Überraschungen. So auch bei "Never Seen The Light Of Day"- für mich das beste Album seit "Bring'Em In".





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