Kundenmeinungen
V steht für Victory, 3. Dezember 2007
Ich hätte gerne die Gesichter der "Tool" und "A Perfect Circle"-Fans gesehen, nachdem sie festgestellt hatten, daß diese Scheibe so gar nicht wie die oben genannten Gruppen klingt. Ich bin sicher, das eine ganze Menge sofort Online gegangen sind und in einschlägigen Tool-Foren ihre Trauer zum Ausdruck gebracht haben. Ich habe schon an anderer Stelle Rezensionen über diese CD gelesen wo sich massiv darüber beschwert wird das "Puscifer" sogar nicht nach "Tool" klingen. Denen kann ich nur sagen, "Puscifer" läuft in einem anderen Universum.
Die Musik die man auf diesem Album vorfindet ist daher sehr eigenständig und "neu", und nebenbei diese "Band" in nicht nur Maynard James Keenan sondern besteht auch noch aus anderen hochkarätigen Musikern, z.B Tim Alexander der Originaldrummer von "Primus".
Der Sound von "V is for Vagina" ist kreativ, groovy und dunckel, Satire tropft aus jeder Zeile und Melodie. Ich würde diese Musik als "industrielle Lounge-Muzak" bezeichnen. Jeder Song hat seinen eigenen Stil, MJK sing einmal mit seiner tiefen Stimme und das nächste Mal wie von "Tool" bekannt. Gitarren spielen auf diesem Album nur eine untergeordnete Rolle. Hauptinstrumente sind die Keyboards und das Schlagzeug.
Queen B - hat eine tribalmäßige Stimme, leicht schmutzige Texte, pollterndes Schlagzeug und eine Trip-Hop-Atmosphäre. Toller Anfang, ich habe schon Vergleiche mit "Sir Mix-A-Lot"s "Baby Got Back" gehört.
Dozo - Eine leicht surfmäßige Gitarre, krachende Drums und eine Hip-Hop/Trip-Hop-Atmosphäre. MJK rapt mit einer tiefen Stimme.
Vagina Mine - enthält seltsame Gitarren und Drums, wieder eine tiefe Singstimme und eine tribalmäßigen Chor im Hintergrund. Die tolle Gitarre und der tolle Vibe dieses Stückes lassen es zu einem der besten Titel dieses Albums werden.
Momma Sed - auch ein sehr guter Song, der Gesangsstil auf diesem Lied hat mehr Ähnlichkeit mit dem Gesangsstil von MJK bei "Tool". Ein sauberes Gitarrenriff ist hier im Vordergrung über einen Maschinenbeat gelegt. Erinnert entfernt an Leonard Cohen.
Drunk With Power - beginnt sehr experimentell, ändert sich aber sehr schnell in einen langsamen vom Piano getriebenen Song mit einer tiefen Sangesstimme. Sehr avantgardmäßig.
The Untertaker - Hart und sehr elektronisch. Getriebener Gesangsstil.
Trekka - wieder ein Song mit tribal Stimmung, fast opernartigem Gesang und einer hypnotischen Melodie.
Indigo Children - noch ein toller Song mit einem straffen Beat und super Text. Wenn Ihre nicht wißt wer die sog. "Indigo Children" sind, empfehle ich einfach mal zu googeln.
Sour Grapes - beginnt als eine Art Gospel, aber man darf hier nich ausser acht lassen, das Satire die Basis dieses Songs ist. Get right with Jesus...
Rev 22:20 - ist vorher schon mal veröffentlicht worden, hier in einer neu abgemischten Version, mehr laidback und lounge-mäßig.
Viele werden wahrscheinlich von diesem Album abgestossen werden. Stellt einfach keine Erwartungen an dieses Album, und erwartet auf keinen Fall etwas das wie "Tool" oder "A Perfect Circle" klingt. Diese Bands sind hier nicht anwesen. Laßt euch einfach von einem tollen Album mit seltsamer Atmosphäre sehr guten Songs und guten Musikern fast perfekt unterhalten. Was Ihre auf jeden Fall erhalten werdet ist eine neue musikalische und emotionale Erfahrung, aber möglicherweise stellt sich dies erst nach wiederholtem Konsum dieser Scheibe ein.
V is for Victory, 22. November 2007
Ganz kurz und knapp. Wer Tool und APC mag wird diese CD ebenso schätzen. Die Elektronik steht bei Puscifer im Vordergrund, der Mastermind wäre aber auch zu erkennen wenn er ein Blockflötenalbum einspielen würde.
Das Niveau musikalisch und textlich steht den anderen Bands in nichts nach.
Strong Buy !
Bitte mehr!, 28. Oktober 2007
Bin etwas enttäuscht, dass ein paar Stücke die auf der Homepage von JKM zu hören sind nicht auf der Scheibe vorhanden sind. Wollt die eigentlich auch in CD-Quallität besitzen.
Die Platte sollte nicht mit Tool oder APC verglichen werden, auch wenn ein Remix eines Titels der APC eMotive auf ihr vorhanden ist.
Quallität:
leider aus irgendeinem Grund sehr verrauscht - klingt trotzdem sehr gut.
Umfang:
Ich will mehr! 10 Tracks sind mir eindeutig zu wenig.
Ich will 5 Sterne geben, kann aber aus eben genannten Kritikpunkten nur 4 geben.
Fazit:
Für jeden MJK Fan nur zu empfehlen. Jeder sollte hier riskieren mal vom "mainstream" abzukommen! Bin begeistert von der Atmosphäre die die CD erschafft.
Ich hoffe auf ein baldiges APC Album - hab die V-Scheibe schon zu schnell verdaut - auch wenn ich sie noch sehr oft hören werde!
Pus** + Lucifer =, 28. Oktober 2007
Puscifer!
Wer sich mit *Maynard James Keenan* beschäftigt hat, dürfte erahnen, dass sich hinter diesem Output eine gehörige Portion "Überraschung" versteckt hält! *Freshe* Beats, ein durch und durch *roter Faden* gepaart mit einer dicken Portion "Atmosphäre", machen die Platte zu einem kleinen, spaßigen Ereignis, welches man sich gerade jetzt im Herbst nicht entgehen lassen sollte.
es ist eben NICHT tool oder apc, aber..., 28. Oktober 2007
...darum geht es auch gar nicht. wer hier Vergleiche zu den beiden "Hauptbands" von Chefkoch Keenan ziehen will, hat rein gar nichts verstanden. wenn es eine neue tool- oder a perfect circle-platte wäre, so würde dies ja auch draufstehen, oder? Keenan sagte selber, dass das Album wahrscheinlich nichts für Hörer von Tool wäre. und auch wenn dies aufgrund seiner (von ihm ja so "gehassten") Popularität unmöglich ist, so wäre es wohl das Beste, zuvor nichts von Tool gehört zu haben. Dass Puscifer und Tool ausser dem gleichen Beteiligten nichts miteinander vereint scheint beim ersten Hören durchaus richtig zu sein. Dem mag man sicherlich zustimmen, allerdings bietet auch das Debut von Puscifer viel von Keenan. Es geht eher elektonisch (von TripHop bis Breakbeat) zu, doch schwebt über allem die Stimme von Keenan, die dem ganzen unweigerlich seinen Stempel aufdrückt - und das zu Recht. Nine Inch Nails sind da doch etwas anderes und auch hier sind Vergleiche ziemlich fehl am Platz, da diese eher in die rockigere Richtung gehen und die Stimmen der beiden Hauptaktuere nicht miteinander zu vergleichen sind. Alles in allem sollte man sich das Album nicht blind kaufen, sondern erstmal in Ruhe zu Gemüte führen. Vor allem dann, wenn man Tool blind vergöttert und für Nebenexperimente keinen Platz in seinem bescheidenen Horizont hat...
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