Kundenmeinungen
Full Power, 24. Januar 2008
Das neue Album von Roisin Murphy bringt alle Kritiker des ersten Solo-Albums der Moloko-Frontfrau zum schweigen. Schon das erste Album war gut, wenn auch gewöhnungsbedürftig. Doch mit Overpowered beweist Roisin Murphy, dass sie als Solo-Künstlerin mindestens genauso gut sein kann wie mit Moloko. Die Songs wirken frisch, kreativ und gehen sofort ins Blut. Alles extrem tanzbares Material. Wenn es überhaupt einen Vergleich geben kann, dann mit Madonnas "Confessions" Album. Doch Roisins Werk klingt viel erfrischender und innovativer als der Perfect-Groove von Madonna.
Gestern habe ich das Konzert zum Album gesehen. Live ist Roisin Murphy sowieso unschlagbar. Ich habe noch nie einen Künstler gesehen, der so in seiner Performance aufgeht und die Massen mitnimmt.
Gelungenes Album!, 22. Januar 2008
Ich schließe mich der Meinung von "Wirkungsraum Sandra" an und gebe volle Punktzahl. Meiner Meinung nach passt auf diesem Album einfach alles und die Stimme von Roisin tut ihr Übriges. CD einlegen, Augen zu und abtanzen! Moloko Fans werden sicher nicht enttäuscht. Für mich ein absolut empfehlenswertes Album.
Super Album, von dem ich noch Jahre etwas haben werde, 29. Dezember 2007
Zuerst hatte ich die Single Overpowered gehört und war eigentlich nicht überzeugt. Erst die zweite Single Let Me Know hat mir eine Tür zu diesem Album geöffnet und ich habe es mir dann sofort bestellt und sehnsüchtig darauf gewartet.
Als ich mir zum ersten mal anhörte, war ich einfach begeistert. Fast alle Songs gingen gut ins Ohr und haben sich dort auch erst mal festgesetzt, wobei vor allem der Anfang der Platte besonders gut ausfällt. Die Songs schlagen nicht allesamt in die gleiche Kerbe. Während Overpowered eher avantgardistisch daherkommt, probiert sich Let Me Know erfolgrich an elektronischem Piano-House, Primitive überzeugt durch seine ruhige Stimmung mit tollem Gesang und Footprints hat ein paar R'n'B-Einflüsse. Kurz vorm Ende wird es etwas ruhiger mit Tell Everybody und Scarlet Ribbons, während die darauf folgenden Lieder Body Language und Parallel Lives noch mal ordentlich an Fahrt aufnehmen.
Nicht unerwähnt sollten zwei Bonustracks bleiben. Pandora (über iTunes) und Mordern Timing (im Internet kostenlos runterladbar) können sich durchaus mit anderen Songs vom Album messen lassen und auch die vier B-Seiten der Singles sind ziemlich gut ausgefallen.
Enttäuscht bin ich ein wenig von den Stücken Movie Star (zu viel Synthesizer) und Tell Everybody (ist Primitive relativ ähnlich, nur schwächer). Ansonsten hätte das Booklet dicker ausfallen können und die Liedtexte wären auch nicht schlecht gewesen. Das haben wir beim Vorgänger alles schon besser gesehen, wo man sich insgesamt mit der Gestaltung mehr Mühe gegeben hat.
Trotz der Kritikpunkte gebe ich dem Album fünf Sterne, weil es ein Album ist, dass ich auch noch Wochen lang immer wieder gehört habe und auch sicherlich öfter mal abspielen werde. Ich freue mich schon auf die nächsten Singles vom Album (und hoffentlich ein paar neuen B-Seitem) und auf das nächste Album von der talentierten Róisín Murphy, die auch sich sicherlich für das nächste Album wieder eine neue Stilrichtung sucht.
Meine Lieblingsplatte 2007!, 10. Dezember 2007
Also, ich kann mich dem ganzen nicht anschließen. Ich mochte "Ruby Blue" nicht besonders, war mir teilweise zu schräg. Aber diese Platte ist einfach spitze! Meinetwegen nennt es Mainstream, aber diese CD macht einfach gute Laune. Meine absolute Lieblingsplatte für 2007, und sicher noch 2008.
Ich kann "Overpowered" uneingeschränkt empfehlen, von den Dance-Songs wie "Let me know" zu "Overpowered" bis zu den ruhigen Songs vollkommen gelungen!
Und von Mainstream sind die Songs weit entfernt, die Platte hat ihren ganz eigenen elektronischen Style mit vielen Dance-Elementen. Und Roisin's Stimme ist einfach aussergewöhnlich. Schade, dass man davon nicht MEHR im Radio hört...
Mein Kauftipp!
Confessions to ... retromodernen Schrott - was ein Trip !, 1. Dezember 2007
Vieles von den eher negativen Rezensionen ist richtig:
Erstens: Ja: Dieses Album ist überwiegend für den Bauch/Beine/Po, nicht für den Kopf.
Zweitens: Ja: Die 80er Jahre sind unüberhörbar !
Human League (Being Boiled (Voice of Buddha)) meets Amy Grant (Aint nothing going on but the rich) in Parallel Lives, dann noch ein bisschen Blow Monkeys(Let me know?) und Adamski(+Seal)(You know me better), aber man erinnert sich auch an Propaganda aus Deutschland, Cameo aus Amerika (footprints) oder so manchen Ami-Remix (ist das tatsächlich Whitney Houstons So Emotional in Cry Baby?). Auf jeden Fall dominiert dieser inzwischen verhasste 80er-Synthie-Klang mit dem man sich wieder aussöhnen muss.(statt der derzeit üblicherweise megabreiten "Call on me" Klangcluster, die inzwischen nur noch nerven!)
Obwohl mit dieser Musik großgeworden, bin ich in einen Haß auf die 80er hineingewachsen. Dass das nur daran lag, weil immer die falschen Stücke im Radio erklingen (Studenten-Party- und über 30 Party-Schrott), beweist Roisin Murphy nun eindringlich. Alle, die Madonnas Confession to the Dancefloor haben gelten lassen (das gar nicht sooo schlecht war), müssen zugeben, dass dieses Album eine viel geschmackssichere und wirklich innovativere Annäherung, ja Huldigung der 80er ist.
Allerdings mit 80er Jahre Disco allein wird man diesem Album nicht gerecht. Denn parallel auf dem zweiten Gleis fährt ein postmoderner Sound des 21. Jahrhundert mit (nur selten ist der so klar erkennbar wie in dem Augenzwinkern zu Justin Timberlake in "checkin' on" (und ein bisschen auch in "tell everybody")). Und so findet man sich auf einem Trip parallel durch zwei Jahrzehnte, und das auch im zweiten Sinne des Wortes, denn dadurch entwickelt sich etwas süchtigmachendes, extatisches, abgedriftetes. Ich schäme mich nicht-für die "platten" Movie Star und Cry Baby gehe ich auch dann auf die Tanzfläche, wenn mir keiner folgt. Und mir tut jeder leid, der nicht folgen kann.
Dass man aber, wenn man sich erst mal mit diesem Retro-Moment abgefunden hat, dem Album auch intellektuell auf kleiner Lautstärke im Sessel bewundern kann - und eben nicht nur in den langsameren Stücken, macht dieses Album für mich zu etwas wirklich großartigen.
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