Kundenmeinungen
Joy Division, 1. Mai 2008
Anton Corbijn hörte 1979 erstmals Unkown Pleasures und innerhalb von Tagen war der holländische Fotograf auf dem Weg nach Manchester um diejenigen kennen zu lernen die dieses Werk geschaffen hatten Er traf sie und machte ein paar schwarz-weiß Bilder auf denen der mystische Ruhm von Joy Division basiert. Der Rest ist Geschichte. Basierend auf den Erinnerungen von Deborah Curtis aus dem Buch Touching from a distance entstand mit Control ein Film von Anton Corbijn wie er nicht besser für einen bekennenden Joy Division Fan hätte ausfallen können. Dieser in schwarz-weiß gedrehte Film mit passender Musik von Joy Division und anderen musikalischen Zeitgenossen ist ein Film über Vertrauen, Liebe und dem unwiderstehlichen Drang neues schaffen zu können. Wie die meisten Leute kenne ich Joy Division auch nur aus den Videos und Filmchen die man über die Jahre gesehen hat, und daher war ich sehr erstaunt darüber wie überzeugend die einzelnen Szenen in diesem Film sind. Sam Riley, der hier seine erste Hauptrolle spielt, stellt Ian Curtis für mich absolut überzeugend dar. Er scheint geradezu Ian Curtis zu sein, depressiv und manisch. Ich empfehle diesen Film eigentlich jedem der an Musik interessiert ist und den Joy Division Fans sowieso.
No Way!!, 23. März 2008
Schade--der Film geht im emotionalen Geplänkel unter-Corbain hat es als Film nicht drauf,wir sind nicht auf der Titanic.Schwarz und Weiß ist subherb!Der Rest abitioniert, aber das Lebensgefühl wurde nicht eingeholt!Trivial----no genius!!!!!!!
Brettfläche, 6. März 2008
Etwa zeitgleich zu Joy Division gab es die US-Punk Gruppe Minutemen, denen eine vergleichsweise ähnliche Tragödie widerfahren ist. Der Sänger und Gitarrero dBoon, Halbbruder des legendären Bassisten Mike Watt, starb bei einem Autounfall.... Jahre später sang Ed from Ohio auf Watt's compilation Thug boat auf dem 2 Track die Zeilen: "The youth of today should defend themselves of the seventies"...Das trifft genau auf die Joy Division Aufarbeitung von Anton Corbjin zu. Nichts, was im Film über die seventies gezeigt wurde, bringt auch nur annähernd etwas von der Zeit damals 'rüber. Das Einzige, was man machen könnte, um wenigstens etwas an dem Film gut finden zu können, wäre, wenn man jede Einstellung eine Stunde als Standbild anschauen würde, das ginge Tage, aber da wäre das einzig Mögliche, wollte man dem Film irgendeine Qualität abgewinnen. Als motion picture erreicht der Film höchstens das Niveau von Kiddy Zeitschriften wie Bravo oder daily soaps wie GZSZ etc. Alles ist banal. Auch die Schauspieler sind fader als mau. Allein die Darstellungen von Debbie Curtis und dem Mananger ragen aus dem Mittelmaß heraus. Auch die Hauptfigur hat rein gar nichts von Ian Curtis' Verzweiflung und Finsternis ... und Alex Maria Lara spielt das Ober-Reh in einer unerträglichen Osterhasi Weise. .... der Film ist flacher als'n Brett....
Ein rares Meisterwerk des Musikfilms!, 26. Februar 2008
Anton Corbijns "Control" nach dem Buch "Touching from the distance" vonDeborah Curtis ist wohl einer der besten Musikfilme der letzten Zeit. DieSchwarzweiss-Fotographie ist superb, die Darsteller 1. Klasse, die Handlungwahr, von der Musik will ich gar nicht reden, der Film ist fast semidokumentarisch, vieles kommt mir vor, als wären da wirklich Joy Divisionund Ian Curtis die da reden und Musik machen. Dank der Schwarzweissbilderwirkt der Film modern und zeitlos, als wäre noch alles noch so und nichtshat sich geändert. Und Joy Divisions Musik ist immer noch ein einsamer Mono-lith der Musikgeschichte und ebenso ragt der Film einsam und düster unddoch klar und wahr über all dem Schutt, der auch noch aus Musik entstanden ist.
Post Punk Monolith in s/w, 22. Februar 2008
Nun ist die DVD zu Anton Corbijns "CONTROL" endlich erhältlich: es geht um eine der tragischsten Geschichten des RZn`R der letzten 30 Jahre. Ian Curtis -eingepfercht zwischen 2 Frauen, eigener Unzulänglichkeit, Kampf gegen seine Epilepsie und dem wachsenden Erfolgsdruck seiner Band Joy Division -zerbricht einfach - und stirbt am Ende eines kurzen intensiven Lebens...natürlich viel zu früh.Anton Corbijn -als Fotograf schon vielen seit Jahrzehnten bekannt- liefert sein beeindruckendes Filmdubut über jenes Ian Curtis ab, dem er vor knapp 30 Jahren das erste Mal begegnet ist.Düster ist er, dieser Film, kahl, kalt und monolithisch in ein schwarz-weißes Gewand einer politisch-kulturellem Umbruch-Zeit Großbritaniens gehüllt, die keine Farben mehr zuläßt. Eine Zeit, die alle Protagonisten -und Corbijn selbst- als schwarz-weiße Projektionsfläche Ihrer aufbegehrenden Jugend für immer in Erinnung behalten haben.Was ist nun herausgekommen? Ein fantastische (und teilweise sehr witziger FIlm, wenn man nur an die Darstellung von JDs Manager Rob Gretton denkt) Film über einen Mann, der an sich selbst zerbricht; über eine Band -Joy Division- die mit einem kleinen musikalischem Ouevre den Rock N Roll revolutionierten und ein Bilderbogen einer Zeit, die wahrscheinlich nicht ganz so düster war, wie es der Film vermuten läßt - aber fast!
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