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Indigo: Full Metal Village

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Full Metal Village

Regie: Sung-Hyung Cho

Indigo

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Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Alltag in Wacken, 5. Januar 2008

Sie meinen, einen Film über Wacken zu sehen? Ja und nein! Ja, der Film behandelt das Dorf Wacken an sich. Nur, was ist daran schon so interessant? Man könnte jedes x-beliebige andere Dorf nehmen. Denn das ist Wacken nämlich, abgesehen davon, daß einmal im Jahr das Festival stattfindet.
Die erste Hälfte des Filmes zeigt irgendwelche Dorfbewohner bei ihren alltäglichen Dingen, seien es Bauern, irgendwelche Mütterchen beim Kaffeeklatsch oder die Dorfschönheiten, die schon von der Model-Karriere träumen. Na ja. Ich frage mich nur, was daran so interessant sein soll. Ok, sogenannte "Reality-Soaps" sind ja immer noch gefragt.
Nur ist das Ganze einfach dermaßen langweilig aufgemacht, daß man fast einschläft. Wenn man minutenlang eine gestammelte Einführung in die Haltung von Rindern geboten bekommt, ist man irgendwann gewillt, vorzuspulen. Erst ab ca. der Hälfte des Filmes wird es irgendwie interessant. Denn dann werden die Vorbereitungen zum Festival gezeigt, das Eintreffen der Besucher, Konflikte und mehr! Ja, das Headbanging zum Blasorchester ist durchaus lustig. Und am Ende müssen die Hinterlassenschaften des Festivals beseitigt werden. Und das wärs.
Diese Doku hätte durchaus mehr zeigen können. Daß es nicht direkt um das Festival geht, ist mir auch klar, aber etwas mehr zu dem Umgang des Dorfes mit den Anreisenden hätte mich schon interessiert. Anscheinend hätte man dann aber nicht ca. 94 Minuten Film zusammengekriegt. Die Konflikte zwischen Dorfbewohnern und Metallern hätte man etwas ausführlicher behandeln können, das wäre durchaus sehenswert gewesen, denn da gibt es auf jeden Fall genug Stoff für die Doku! So aber ist der Film nur eine Plattform für irgendwelche Leute, für die sich sonst wohl kein Mensch interessieren würde und die dann endlich mal eine Plattform haben, sich minutenlang zu präsentieren. Gleichsam auch für irgendwelche angeheiterten Wacken-Besucher, die "Wacken rulez!" in die Kamera brüllen können.

Also, wen es brennend interessiert, alte Leute beim Kaffeekranz zu sehen(da kann ich auch zu meinen Großeltern fahren), minutenlang einer Katze zuzusehen, wie sie die Kuhmilch aus den Kannen trinkt(aber ich mag Katzen) oder einer alten Dame zuzusehen, wie sie scheinbar eine halbe Ewigkeit ihren Koffer packt, um dem Spektakel der "Teufelsanbeter, die das Kreuz mit dem kurzen Ende nach unten tragen", zu entgehen, der dürfte mit dieser Dokumentation glücklich werden. Ansonsten erfährt man in der kurzen Abhandlung über jenes Festival in "A Headbangers Journey" mehr über das W:O:A als in dieser Doku. Frau Sung-hyung kann ja mal gerne unseren Ort besuchen und darüber eine Dokumentation drehen, da geht es nämlich mindestens so beschaulich zu wie in Wacken und ab und an finden sogar Konzerte an unserem See statt, sogar Metal-Konzerte! Mir ist auch schleierhaft, wie dieses Machwerk den Max-Ophüls-Preis erhalten konnte und für den "Einblick in die deutsche Identität" gelobt wurde. Also wenn die "deutsche Identität" aus rauchenden älteren Bauern besteht, dann gute Nacht, Deutschland.
2 Sterne für den kurzen Einblick, den diese Doku gewährt, ansonsten keine Empfehlung.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Full Metal Village Wacken, 26. November 2007

Es haben ja schon einige Erkannt, es ist kein Film über das Fetival an sich!
Jedoch ist es ein sehr schön gemachter Film über die Menschen und Leute aus dem Dorf, der deren Alltägliches leben Zeigt, und wie ihr Alltag ein Wochenende im Jahr auf den Kopf gestellt wird.
Zudem ist halt ein Gewisser witz in dem Film!
Die genialste Stelle ist eindeutig der Auftritt der Feuerwehr Wacken auf dem Open Air, bei dem alle zur zünftigen "Blasmusik" abgehen!

Der Filme ist ein absolutes must have für alle Freunde des Metals und Wacken! Besonders für Leute, die das Dorf nicht im normalen zustand kennen.

Zudem erfährt man die Anfänge des WOA das mit einem Mini Konzert begonnen hat, und aus dem ein Weltbekanntes Festival geworden ist!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Liebevolles Hinschauen, 10. November 2007

Wenn man die ersten 10 Minuten Abweichung von unseren normalen schnellschnitt-geprägten Sehgewohnheiten überstanden hat, ist es einfach nur ein wunderbarer und vor allem liebevoller Film über das Leben im Großen, Ganzen und Kleinen.
Ich habe selten einen Dokumentarfilm gesehen, in dem die Regisseurin nicht nur derart genau hingesehen hat, sondern sich in erster Linie auf jeden einzelnen Charakter eingestellt hat. Mit einem Wort - liebevoll; nie voyeuristisch, nie bösartig. Ein bisschen Ironie hier und da - natürlich.
Und die mit Abstand schönste, weil ehrlichste Liebeserklärung, die ich seit Jahren im Kino gesehen habe, kommt von einem unscheinbaren bodenständigen Bauern. Wem es da nicht die Kehle zuschnürt......


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Gääähhn!, 28. Oktober 2007

Als nach 15, 20 Minuten noch immer Senioren bei Kaffee und Kuchen und Kühe gezeigt wurden, habe ich weiter geskippt, auf dass es doch bitte interessant werde - Fehlanzeige, wurde es leider nicht und plötzlich war ich auch schon wieder im Stamm-Menü angelangt. - Sehr enttäuschend das Ganze, elend langweilig, trotz guter Kritiken (aber was heißt das schon) - Vor dem Kauf unbedingt erst mal reinschauen!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Gelungene Doku, einfach sehenswert..., 6. Oktober 2007

Ganz klar eine der besten Dokus, die ich je gesehen habe! Ohne jeglichen Kommentar eines Erzählers erlebt man den Alltag und die Bewohner im "Kuhdorf" Wacken, Schleswig-Holstein. Dort ist nix los, außer Sonntags Kirche, abends Stammtisch mit Kniffelspielen oder Frauentanzgruppe. Ein Dorf wie jedes andere.... Wäre da nicht einmal im Jahr diese Veranstaltung mit diesen angsteinflößenden Satansanbetern, wie Oma Evchen es so schön formuliert.
Sie und ihre Freundin Irma, deren Enkelin Katrin, das Bauern-Ehepaar Trede, Opa Plähn und ein Mitbegründer des Festivals, der leider vor dem großen Erfolg ausstieg und nun arbeitslos ist, werden genauer vorgestellt. Das ist das wahre Leben, nicht nur in Wacken.
Zwischendrin einige Ausschnitte vom Aufbau der Bühnenanlagen und später auch der Besucher und Bands. Doch im Vordergrund steht das Dorf.

Obwohl man sich den Alltag von x-beliebigen Dorfbewohnern wohl sehr langweilig vorstellt, kommt hier keineswegs Langeweile auf. Die ausgewählten Protagonisten sind allesamt schräge Vögel. Bauer Trede, Kettenraucher, checkt morgens um neun bei der ersten Flasche Bier die Börsenkurse, um danach auf seinem Quad die Dorfstraßen unsicher zu machen. Er ist irgendwie der Chef von dem Ganzen... Opi Plähn ist Kuhbauer aus Überzeugung und lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Nur seine Frau Margarethe bringt ihn noch immer in Wallungen. Evchen und Irma, die typischen Omis, Kaffeekränzchen und quasseln...
Die tragische Figur des Filmes ist Norbert, der arbeitslose Mitbegründer des Festivals, arbeitslos, antriebslos, in Selbstmitleid badend.
Trotz aller Unterschiede, ziehen alle an einem Strang, wenn die Rocker kommen. Schön...

Interessant fand ich, dass dieses weltbekannte Riesenfestival aus einer Bierlaune entstand. Norbert und drei Kumpels hatten damals eine Band und kamen abends in der Kneipe auf die Idee, doch mal draußen eine Art Open-Air-Veranstaltung zu organisieren. Nur für Freunde und Familie... Jedes Jahr wurde es größer, bis irgendwann die "Onkelz" spielen wollten... Zu dem Zeitpunkt schied Norbert aus der Gruppe aus. Die Gage für die "Onkelz" konnte er nicht aufbringen... Einfach Pech gehabt.

Ich habe viel gelacht, aber auch viel erfahren über Wacken. Ein empfehlenswerter Film ohne große Action, dafür mit Witz und Charme.




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