Kundenmeinungen
Full Metal Village Wacken!, 26. November 2007
Es haben ja schon einige Erkannt, es ist kein Film über das Fetival an sich!
Jedoch ist es ein sehr schön gemachter Film über die Menschen und Leute aus dem Dorf, der deren Alltägliches leben Zeigt, und wie ihr Alltag ein Wochenende im Jahr auf den Kopf gestellt wird.
Zudem ist halt ein Gewisser witz in dem Film!
Die genialste Stelle ist eindeutig der Auftritt der Feuerwehr Wacken auf dem Open Air, bei dem alle zur zünftigen "Blasmusik" abgehen!
Der Filme ist ein absolutes must have für alle Freunde des Metals und Wacken! Besonders für Leute, die das Dorf nicht im normalen zustand kennen.
Zudem erfährt man die Anfänge des WOA das mit einem Mini Konzert begonnen hat, und aus dem ein Weltbekanntes Festival geworden ist!
Zu viele Kühe, zu wenig Metal, 26. November 2007
Ich habe mir mit grosser Erwartung diese DVD gekauft und bin nun ziemlich enttäuscht. Zwar war mir von Anfang an klar, dass es sich hierbei um keinen klassischen Festival-Bericht handelt, aber dennoch hätte es davon ein bisschen mehr sein dürfen.
Eine gute Stunde lang handelt der Film ausschliesslich von überwiegend älteren Dorfbewohnern, sowie Kühen und Landschaften und wird dabei stellenweise sogar arg langatmig. Auch die gelegentliche musikalische Untermalung empfand ich als mehr und mehr nervtötend, weil es immer die selbe furchtbare Melodie war.
Erst fast schon gegen Ende des Films bekommt man auch mal ein paar Eindrücke des grössten Metal-Ereignisses der Welt zu sehen und diese sind darüber hinaus auch noch reichlich dürftig und demonstrieren nur ansatzweise den Zustand wie er in Wacken an jedem ersten Augustwochenende herrscht.
Ich habe den Film mit einem Bekannten zusammen angesehen, der im Übrigen keinen Draht zum Metal hat. Dieser sagte im Anschluss an den Film auch nur "War das jetzt alles?".
Somit 1 Stern für die gute Idee, welche leider nicht wirklich gut umgesetzt wurde und 1 Stern für.....ja wofür eigentlich? Ich weiss es selbst nicht. Ich glaube nicht, dass ich mir den Film nochmal ansehen werde und werde die DVD wohl verschenken.
Ich frage mich nur an wen. Für Metalheads wie mich gibt dieser Film viel zu wenig Metal her und wer sonst ausser die Bewohner von Wacken und Umgebung sollte sich dafür dann wirklich noch interessieren?
Klar kann man ihn als Kunst betrachten, wenn man so will. Kunst ist es ja schliesslich auch, wenn man auf Leinwände uriniert.
Kann ich bitte dein Freund sein?, 24. September 2007
Wenn in Norddeutschland Banker und Rechtsanwälte ihre dick gewordenen Bäuche in ihre alten "Iron Maiden" T-Shirts zwängen, kann das nur einen Grund haben: Das Wacken Open Air steht vor der Tür. Jenes ist nicht nur das größte Heavy Metal Festival der Welt, sondern in Schleswig Holstein und Umgebung auch ein gesellschaftliches und kulturelles Ereignis von Rang.
Aber Wacken ist eben auch eines dieser typischen Holsteiner Dörfer: 1000 Seelen, kleiner Supermarkt, Bäcker, Schlachter, Kirche. Hier liegt der Hund begraben. Außer am ersten Augustwochenende natürlich wenn 60 000 schwarzgekleidete Musikverrückte anrücken.
Diesem Widerspruch widmet sich nun die koreanische Regisseurin Sung-Hyung Cho in ihrem Dokumentarfilm. Die erste Stunde widmet sie sich dem beschaulichen Leben im Dorf an Hand einiger ausgewählter Charaktere.
Unter ihnen: Bauer Uwe Trede und seine Frau Lore, die die Felder für Festival und Camping zur Verfügung stellen und die als einzige den Überblick behalten. Der hochbetagte Bauer Plähn, der es nicht stehen lassen kann, wenn man den Unterschied zwischen Kuh und Kalb nicht erkennt und sich auch nicht beim rauchen stören lässt, wenn seine Katze aus der gerade abgefüllten Milchkanne trinkt. Der arbeitslose Prolet Norbert, der einst das Festival mit ins Leben rief, aber bevor es groß wurde ausstieg, weil erglaubte, man würde sich finanziell verheben. Sowie seine Söhne. Und ja, sie heißen Kevin und David. Hinreißend sind auch Oma Irmchen und ihre sechzehnjährige Enkelin Katrin, die eine seltsame Fixierung auf den zweiten Weltkrieg mit sich herumträgt.
Im letzten Drittel rollen dann die Horden von Metalern an, passend unterlegt mit Judas Priest "Breaking the Law". Hier gelingt es dem Film, absurde bis unglaubliche Szenen einzufangen, die sich auf dem Festivalgelände und im Dorf abspielen. Jetzt schon ein Klassiker: Wie die Heavy Metal Fans zur Musik der Wackener Feuerwehrkapelle Headbangen!
"Ich habe mich in Deutschland nie richtig zu Hause gefühlt - bis ich nach Wacken gekommen bin.", gab die Regisseurin zu Protokol. In der Tat illustriert ihr Film trefflich sowohl das Heimatgefühl als auch typisch norddeutsche Befindlichkeit. Dramaturgiesiert wird allerdings nichts. Der Gegensatz zwischen Dorfbewohnern und Metalern wird nicht zugespitzt, Sung-Hyung Cho beschränkt sich auf das nahe liegende, das simple dokumentieren der Zustände. Wünschenwert wäre es auch gewesen, wenn die Protagonisten aus der Dorfbevölkerung noch einmal während oder auf dem Festival gezeigt werden. Dies passiert allerdings nur im Fall von Bauer Uwe und Katrin.
Hier liegt die Schwäche des Films, dem man abgesehen von seiner grandiosen Themenwahl mangelnde Eigenständikeit vorwerfen könnte, wäre nicht seine Charakterzeichnung so großartig: Bauer Uwe erweist sich als ein größerer Poser als Manowar, wenn er sich morgens als erstes hinsetzt und überprüft ob seine Aktien gestiegen sind, obwohl diese wohl kaum einen größeren Wert als hundert Euro haben. Darüber hinaus gibt es intime Einblicke in seine Ehe mit Lore, die sogar ihr Esstempo an Uwe angepasst hat, weil er einfach aufsteht, wenn er fertig ist. Er erklärt dann auch das Geheimnis einer guten Ehe: Man muss eine jüngere Frau nebenbei haben. Alte Frauen muss man ja schonen. Und als Cho nachfragt, ob er glaubt Lore habe auch einen jüngeren Liebhaber antwortet er sofort: "Nee, was soll denn so eine alte Frau mit `nem jungen Mann?"
Dafür sorgt der knochentrockene, superlakonische Styler Bauer Plähn für den romantischsten Kinomoment des Jahres, wenn er fragt ob seine Frau auch mal mit vor die Kamera dürfe und die beiden dann in trauter Eintracht posieren. Vor allem er und die etwas naive aber hinreissende Katrin, die im Kuhstall Wok out betreibt und ihre Kalorien zählt sind einem am Ende des Films ans Herz gewachsen. Und so denkt man darüber nach, auch außerhalb des Festivals mal nach Wacken zu fahren, einen der Dorfbewohner zu besuchen und sie zu fragen: "Kann ich bitte dein Freund sein?"
Kultpotential 100 %, 19. September 2007
Ich war gestern in Kino um mir Full Metal Village anzusehen und kann es nun kaum mehr bis November erwarten. Ich bin mir sicher, dass man auch beim x-ten Mal ansehen noch neue Details entdecken kann.
Der Film hat nicht umsonst schon einige Preise gewonnen. Die Kameraführung und Motivwahl ist hervorragend und einfühlsam. Die gezeigten Charaktere sind total unterschiedlich, aber alle respektvoll dokumentiert. Ich kenne derartig qualitative Dokumenationen auf diese Art bisher nur von Frau Elisabeth T. Spira vom ORF. Aber dieser Film ist ein Meisterwerk des suptielen Dokumentarfilms.
Auch der Humor kommt nicht zu kurz und er geht nicht zu Lasten der Akteure. Egal ob Metalhead oder nicht - auch wenn man Wacken bisher mit absolut nichts in Verbindung brachte, dieser Film ist sehenswert!
A tribute to Wacken!, 18. September 2007
Dieser Film würdigt sie alle: das Dorf, dessen Bewohner, aber auch die jährlich einfallende "Horde" tausender Heavy-Metal-Fans aus aller Welt. Das kleine Dorf in Schleswig-Holstein wird einmal jährlich zum Mekka der HM-Welt, doch der vermeintliche "Crash der Kulturen" bleibt dabei völlig aus, was auch durch die gute filmische Arbeit der Regisseurin Cho gezeigt wird. Hier leben Metalheads und Dorfbewohner friedlich nebeneinander, am ersten Tag des Festivals wird gar das jährliche Feuerwehrfest zusammen begangen. Auch wenn die Metal-Fans eine etwas andere Art haben, zur Blasmusik zu tanzen. FMV ist einfach ein sehr liebenswürdiger Film über alle Beteiligten, gespickt mit vielen schönen, aber auch urkomisch anmutenden Bildern. Dieser Film ist eine Hommage an Wacken!
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