Kundenmeinungen
Spannende und anspruchsvolle Unterhaltung, 7. Dezember 2007
Schon vor der deutschen Erstausstrahlung bei RTL 2 habe ich von dieser Serie nur gutes gehört und konnte es kaum abwarten, sie zu sehen. Es war aber recht enttäuschend, wie viel Szenen in der Fernsehausstrahlung geschnitten wurden. Die "Extended Version" beinhaltet nun anscheinend alle Szenen der englischen Fassung und lohnt sich schon deshalb, da mit den geschnittenen Szenen viele Zusammenhänge und Hintergründe klarer werden.
Die Geschichte von "The State Within" ist vielschichtig, und viele Dinge werden nur angedeutet oder stückweise enthüllt, sodass man bis zur endgültigen Auflösung oft ins Grübeln gerät oder verwirrt ist. Es gibt sehr viele Personen, von denen man bis zum Schluss nicht so genau weiß, auf welcher Seite sie stehen. Genau genommen gibt es die Unterteilung zwischen "gut" und "böse" kaum, viele Personen folgen ihren eigenen Zielen (oder denen ihres Arbeitgebers). Man sollte also eine Portion Aufmerksamkeit mitbringen, wenn man diese Serie ansieht, mit gefällt aber gerade das besonders gut. Es macht die Serie spannend bis zum Schluss, und auch beim zweiten und dritten Sehen entdeckt man noch Dinge, die einem beim erstem Mal entgangen sind oder die man noch nicht richtig deuten konnte.
Wer keine Verschwörungstheorien mag oder wer Kritik an Amerikas Irak- und Terrosusmuspolitik nicht nachvollziehen kann, wird an dieser Serie keine Freude haben, alle anderen erwartet spannende und anspruchsvolle Unterhaltung.
Zur technischen Ausstattung: Über Bild- und Tonqualität kann ich mit meinem alten Fernseher nicht viel aussagen. Die DVD enthält die deutsche und englische Tonspur, keine Untertitel und ein 08/15-Making of. Aus mir unerfindlichen Gründen hat man die urprünglich in 6 Teilen bei der BBC erschienene Serie in 7 Folgen unterteilt, was lästig ist, wenn man sich mit nichtdeutschen Fans über die Serie unterhält bzw. nichtdeutsche Hintergrundinformationen liest. Negativ aufgefallen ist mir, dass die Funktion meines DVD-Players, sich die von mir ausgewählte Spracheinstellung zu merken, bei der DVD nicht funktioniert. Selbst wenn ich mitten in einer Folge abbreche und dort weitersehe, ist wieder die deutsche Tonspur eingestellt.
Ansonsten denke ich, dass man bei dem Preis der DVD nicht meckern kann (vor allem, da ich vor Erscheinen der deutschen DVD über den Kauf des UK-Imports nachgedacht habe, der eine ganze Ecke teurer ist...).
Kleines Extra-Schmankerl für Schwule und Fangirls: Den Hottest Gay Kiss, den ich je im Fernsehen gesehen habe. :)
BBC zeigt den Terrorverfolgungswahn der USA hautnah, 20. November 2007
Gekauft habe ich mir diese Miniserie eigentlich wegen Jason Isaacs. Es gibt nur wenige Filme in denen man die Schauspielkunst dieses Mannes genießen kann. Meist agierte er in Rollen die für mich nicht allzu interessant waren. Doch hier als Botschafter Großbritanniens in den USA glänzt er aufsehenerregend mit seinem Können und seiner Ausstrahlung. Von der ersten Sekunde an zieht er durch Einsatz seiner ausdrucksstarken Augen und Mimik den Zuschauer in seinen Bann. Hinzu kommt die Möglichkeit auf der DVD die Originalstimmen wählen zu können und das ist wahrlich ein Vorteil. Leider sind die deutschen Synchronstimmen gegenüber dem Original doch etwas blaß ausgefallen.
Hervorragend verarbeitet wurde hier von der BBC die horrend übertriebene Terrorangst der USA. Obwohl auch in anderen Ländern (siehe Spanien und Großbritannien) solche brutalen Verbrechen an der Menschheit stattgefunden haben gehen diese Nationen im passenden Rahmen mit dem Problem um. Wir alle können uns wahrscheinlich an den 11.September erinnern, aber bei aller Trauer um die Opfer und dem Verständnis für das Entsetzen muß man ganz offen sagen, danach herrschte der blanke Wahnsinn in diesem von Nationalstolz zerfressenen Land. Gepuscht von Politikern die jenen Anschlag als Ausgangspunkt für ihre vollkommen verfehlte Angriffspolitik verwendeten brach eine Welle von unsinnigem Aktionismus los. All dies bekommt man hier gezeigt, jedoch ohne dabei allzu pathetisch den Zeigefinger zu schwenken. Ganz BBC-like wird der Zuschauer in den Kreis der agierenden Personen einbezogen, fühlt mit und verspürt Unverständnis oder auch Verständnis für so manche Handlungsweise.
Hier wurde bewiesen das es die Engländer einfach besser verstehen solch tiefgreifende Themen aufzuarbeiten und dabei nicht ihre Herkunft als gottgleich darzustellen wie es den Amis zu eigen ist.
Wen diese Thematik interessiert ist gerade diese Serie zu empfehlen.
ein gelungener Thriller, 14. November 2007
Ein sehr gelungener Spielfilm, der uns die Macht und ihre diplomatischen Probleme zwischen Amerika und England näher bringt. Ein fesselnder Polit-Thriller, 50 Minuten länger als die TV-Fassung, der spannend erzählt ist und mit hervorragenden Schauspielern aufwarten kann. Für jeden, der sich für die undurchsichtigen Machenschaften der Weltregierungen interessiert, ein unentbehrliches Szenario.
hochkarätiger politthriller., 5. November 2007
die schattenmacht ist ein wirklich sehenswerter politthriller in serienform.
die darsteller sind hervorragend besetzt, die storylines spannend und mitreissend, die dialoge sehr realistisch und die filmmusik passend.
von terrorismus, über verschwörungen, bis hin zu korruption oder todesstrafe, hier wird dem geneigten zuschauer alles geboten was das herz begehrt.
also ein rundum gelungener thriller der fast keine wünsche offen lässt.
das einzige was stört ist die tatsache das ich kaum die zweite staffel abwarten kann.
prädikat: besonders wertvoll.
Rundfunkgebühren, 29. Oktober 2007
Japp, für so was würde man sie gerne Zahlen: Da kann man mal sehen, was Fernsehen für Filme produzieren kann! Aber das geht wahrscheinlich nur, wenn man "BBC" heißt.
Wieder mal ein Klassiker von der Insel, wo überhaupt viele erstklassige Mehrteiler / Serien herkommen.
Davon abgesehen: Ein prima Lehrfilm über Politik und was tatsächlich in der Welt abläuft. Sollten sich vielleicht mal die ansehen, die immer noch an irgendwelche Weltverschwörungen - egal welcher Art - glauben: DEN Strippenzieher gibt es nicht, nur viele mehr oder weniger (möchtegern) große Strippenzieher, die in immer wieder neuen Alianzen versuchen (heute miteinander, morgen gegeneinander), für sich selbst (allein) den ganzen Kuchen zu bekommen. Das einzig einigermaßen weit hergeholte in diesem Film dürfte der Politiker (hier der englische Botschafter in der USA) mit Rückgrat und Gewissen sein - aber wo kein Held wäre, gäb's ja auch keine Hoffnung... Also drücke ich mal ein Auge zu und genieße einen guten Film.
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