Kundenmeinungen
Das Ödland ist das neue Paradies!, 14. November 2008
Über dieses Spiel muss man nicht viel sagen, außer, dass es wohl das beste Rollenspiel seit Oblivion oder The Witcher ist! Bethesda scheint sich nach der Fertigstellung von Oblivion keine Freizeit genommen zu haben, um gleich darauf an diesem Kracher zu arbeiten! Was hier mit der Erschaffung der Welt des Ödlandes um DC an Liebe und Zeit investiert wurde, das ist schon enorm! Der Beweis: Selbst meine Freundin, die in ihrem Leben noch nie einem PC-Spiel etwas abgewinnen konnte, ist dem Charm von Fallout 3 erlegen! Nach 38 Stunden Spielzeit (wohlgemerkt nur Nebenmissionen!) streifen wir nun zu zweit regelmäßig durch das Ödland... (Dummerweise muss ich ihr jetzt wohl bald die Collectors Edition kaufen.. da sie unbedingt noch die Brotbox und den Pit-Boy haben möchte! ^^)Fazit: RPG-Fan und nen guten PC? --> Pflichtkauf!!
Fallout 3, ein Zukunfts-Oblivion , 14. November 2008
Ich habe die vorherigen Teile von Fallout nicht gespielt, von daher kann ich leider keinen Vergleich aufstellen. Für mich ist es mehr oder weniger einem Oblivion sehr sehr ähnlich, nur eben in einem Endzeit-Szenario. Soll aber nichts heißen, da ich Oblivion richtig gut finde und es auch (immer noch) sehr oft spiele. O.k., nach einer schönen Einleitungssequenz wird man recht schnell ins kalte Wasser geschmissen, und man stellt recht schnell fest, wie dieses Spiel gestrickt ist. Es soll wahrscheinlich eine Mischung aus Rollenspiel und einem Shooter sein, ob es diese beiden Elemente aber ordentlich vereint, wagte ich anfangs zu bezweifeln. Da ich gerade auch FarCry 2 spiele, welches bekanntlich auch viele Rollenspiel-Elemente integriert hat, fällt mir auf, das die Fallout 3 Gegner schon recht harte Nüsse sind. Sie agieren zwar nicht super intelligent, es sind einfach andere Faktoren, wie z.B. die ständige Munitionsknappheit, ein sehr häufiges Danebenschießen, die fehlende Möglichkeit zum Ducken, (zu) gut zielende Gegner (einfach umherrennen und ausweichen ist nich drin, selbst in mehr als 40-50 Meter Entfernung) und ein langes Durchhaltevermögen (Lebensbalken) der Kontrahenten, machen das Geballer zu einer (für den Spieler) oft tödlichen Angelegenheit. Also mir sind die Gegner selbst im EASY-Modus schon fast zu hart (und das obwohl ich z.B. Crysis ohne Probleme durchgezockt habe). Anderes Thema: Die Grafik ist recht nett, alles ist sehr aufwendig designed, Atmosphäre pur. Das hat natürlich auch seinen Preis. FarCry 2 läuft jedenfalls flüssiger unter Vista. Aber ohne AA lässt es sich einigermaßen erträglich spielen. Die Landschaft wirkt wirklich sehr realistisch und es macht teilweise auch echt Spaß sie zu erkunden, doch das (anfangs) lange Umherrirren (zumindest in DC) um nur wieder in einer neuen Sackgasse zu landen, kann schon ab und an ziemlich ermüdend sein. Nach der Entdeckung einiger Orte kann man auch schnell reisen, was das Spieltempo wieder etwas erhöht, und nach 1-2 ziemlich frustrierenden Stunden und einigen Level-Ups, fängt das Spiel an, richtig Spaß zu machen. Wichtig ist nur, das man sich vorher die sehr schön gemachte, gedruckte Anleitung (wenn auch nur teilweise) einmal näher anschaut, denn ohne diese Lektüre wäre ich schon manchmal etwas ratlos gewesen. Trotzdem, das Spiel ist nicht schlecht. Wenn man einen schnellen Rechner daheim hat und die etwas haarige Einarbeitungszeit übersteht, dann hat man wirklich ein ausgereiftes Spiel mit genialer Atmosphäre und spannenden Aufgaben. Nur reine Shooter-Fans sollten lieber einen Bogen um das Spiel machen, da es für diese Zielgruppe wohl einfach zu langatmig ist, selbst wenn es auch mal zu sehr hitzigen Gefechten kommen kann (richtige Action kommt nie auf, FarCry2 oder sogar Bioshock sind hier eindeutig die bessere Wahl). Und meine persönliche Rollenspiel-Referenz, nämlich Gothic 2, ist immer noch nicht geschlagen worden :-)
Aus verschiedenen Gründen wenig Empfehlenswert., 13. November 2008
So viel Vorweg: Das Spiel macht, nach einem recht harten und frustrierenden Einstieg, richtig Spaß.Was hingegen keinen Spaß macht sind die heftigen technischen Probleme des Titels. Unglaublich Verbuggt trifft es nicht ganz. Neben einer riesigen Menge technischer Probleme (aktuell kann ich das Programm überhaupt halbwegs stabil nur im Fenstermodus betreiben und das trotz NVIDIA-Treiber der 1.8er und Realtek Soundtreiber der 1.3.7er Reihe! Trotzdem Crash alle 20-30 Minuten) ist auch hier wieder das SecuRom Rootkit dabei. Dies erlaubt es dem Hersteller den PC des Kunden ungefragt zu durchwühlen. Und nicht nur dem Hersteller...Zudem ist das Spiel inkompatibel zu gängigen Virenschutz und Firewalllösungen (z.B. ZoneAlarm und Antivir).Das freut den sicherheitsbewussten Nutzer doch richtig. Aktuell mit Version 1.0.15 ist das Spiel keinesfalls technisch unversierten Gelegenheitsspieler ans Herz zu legen, wer keine Ahnung von PC und Windoof hat, sollte besser warten bis der gefixte Artikel für 10 Euro auf der Softwarepyramide liegt.Der Titel ist nicht UNCUT (Blut und Co wurden entfernt, Leichen können nicht ausgezogen werden, Rackdoll-Effekt gibts auch nicht.) Es gibt jedoch mehr oder weniger vertrauenserwekcende Patches im Internet, die es dem Spieler erlaubten in den fragwürdigen Genuss dererlei Effekte zu kommen.Zum Spiel selber: Nach einer wirklich kurzen Einführung in die Tastenbelegung, geht es gleich knallhart zur Sache. Das Spiel ist nichts für Weicheier, man muss sich richtig reinknien um Rätsel, Monster und Aufgaben zu lösen. Zudem sind die eigenen Fähigkeiten zunäcjhst sehr sehr begrenzt. EXP durch Grinden von Gegner zu bekommen ist aus Ressourcenmangel nicht möglich. Auch gibt es für das Jagen und töten von Monstern nur wenig, sehr wenig EXP. 2-11 EXP im Schnitt. Es dauert verhältnismässig lange bis der Charakter aus den Kinderschuhen entwachsen ist und sich mit den Bewohner des Ödlands messen kann. Bis dahin ist es nicht nur wegen der dauernden Abstürze ratsam immer und immer wieder zu speichern. Ärgerliche Fehler:Sehr ärgerlich, ist ein Fehler der dafür sorgt, das man nach einer "Schnell"reise direkt in einer Gruppe von Feinden plaziert wird. Bei einigen Fehlerquest ist die Sprachausgabe Buggy. Ein Dialog mit dem NPC kommt so nicht zu stande, bzw. man weis gar nicht was er von einem will.Beim Load einer Speicherposition, löst sich oft ein Schuss, was nicht nur Gegener anzieht, sondern auch im Falle von Raketenwerfer und Mine teuer und Gesundheitschädlich sein kann.Clippingfehler sorgen dafür das Lichteffekte nur eingeschränkt als Genuß zu bezeichnen sind. Extrafies: Schon eines der ersten Rätsel ist so knallhart, das man nach Stunden verzweifelt zum Lösunghandbuch greifen oder den Titel zu den Akten legen möchte. Zum Glück finden sich in Internetforen schon einige hilfbereite Mitmenschen.
Vieles ist gut, noch mehr hätte besser sein können, 12. November 2008
Ich habe das Spiel nun vor 3 Tagen durchgespielt, nach ca. 25 Stunden war der Mainplot vorbei und ich hatte gut die Hälfte der Welt erkundet.Zum Positiven:Große, freie Spielwelt..Wunderschöner Einstieg in die WeltGute LokalisierungV.A.T.S. System (Kampf/Zielsystem) macht LauneGute Grafik und AtmosphäreBreitgefächertes Skillsystem..Auch Skills wie 'Karma' etc. geben effektive VorteileViele schöne Details in der WeltZum Negativen:...die nicht immer motiviert sie zu erkunden...welches nicht ausgeglichen ist (bestes Beispiel bei Pcs hacken oder Schlösser knacken)Spartanisches HandelsfensterDer 'Pitboy' nervt da man dort immer Zwischen Item/Map etc. hin und her navigieren kannNPCs haben keine Mimik/GestikMainplot ist viel zu kurz und eine simple 0815 StoryGeringes Max-LevelDie Glanzstunden des Spiels sind eigentlich die ersten 5-10. Man fängt als kleiner Säugling an und wird durch kurze verschiedene Abschnitte der Jugend geleitet. Auch die ersten Stunden draußen sind genau richtig. Die Händler haben wenig Geld, Munition gibt es nur wenig.. man ist in einem richtigen Überlebenskampf in dieser rauen, radioaktiven Welt.Auch Sachen wie Sucht nach Drogen oder der schwarze Humor der stellenweise zum Vorschein kommt geben einem hier das gewisse Ambiente.Die Nebenquests sind meist sehr kreativ gestaltet, es gibt keine simplen 'töte 5 davon und davon' Quests. Leider fällt die Gesamtanzahl derer sehr bescheiden aus, besonders wenn man die Größe der Welt betrachtet.Der Mainplot führt ein nur durch ein paar Gebiete und befasst sich hauptsächlich damit seinen Vater zu finden. Besonders gegen Ende wird alles sehr hektisch und man kann in einem simplen !!Gespräch!! den Anführer der Hauptgegner in Fallout 3(ich will mal nicht spoilern) dazu bringen sich und deren ganzen Hauptstützung zu vernichten. Und ich hatte mal grade 30 Punkte auf Sprache gesetzt..Es gibt des weiteren keine Bosskämpfe oder auch nur ansatzweise eine bestimmte Szene im Spiel die besonders schwer wäre. Grade der letzte Hauptquest ist einer der einfachsten im Spiel. Auch bei dem Ursprung der Supermutanten, was genau nun ihr Ziel ist, wer sie evlt anführt etc. hätte man seehr viel draus machen können, tat man aber nicht.Dieses Problem hatte Bethesda allerdings auch schon bei Oblivion, dort war der Mainplot eher eine etwas größere Nebensache aber mehr auch nicht. Bei Fallout 3 find ich ihn aber noch schlechter gestaltet.Natürlich hatte ich vor dem Ende noch einen Speicherstand und erkunde jetzt ab und zu noch ein wenig die Welt. Aber da ich bereits nach ca. 35% der Welt meinen Maximallevel erreicht hatte und es auch für irgendwelche Gebäude mit dutzenden Monstern drinn keine bestimmte Belohnung gibt, wie eine Waffe oder ein anderes Item was in irgendeiner hinsicht etwas interessantes liefert, gras ich lediglich die Welt nach den letzten vereinzelten, gut gemachten Nebenquests ab.Alles in allem kann man sagen das was da ist sehr gut ist, aber es mangelt an Story, Quests und Motivation die Welt zu erkunden.Ich würde das Spiel auf jeden Fall empfehlen, für mich hatte sich das Geld auf jeden Fall gelohnt. Aber ein 5-Sterne Spiel, was für mich ein perfektes Spiel bedeutet, ist dies auf keinen Fall.
Fallout Forever, 12. November 2008
Vorab will ich sagen: Wer lieber etwas über die technischen Details von Fallout lesen will, über die Steuerung und den Sound, der möge doch die anderen Reviews ansehen, denn dort wird alles das bis ins Detail besprochen. Ich will mich lieber auf das Feeling und die Atmosphäre des Games konzentrieren, denn das ist letztlich das, was die Wertung bei einem Videogame ausmachen sollte, denke ich. Zum ganzen Rest sei von meiner Seite nur so viel gesagt: Es ist alles deutlich über dem Durchschnitt, wenn nicht sogar richtig herausragend, sowohl im Bereich Grafik (WOW - großartig) als auch beim Sound (die deutschen Sprecher sind super) oder bei der Steuerung (nicht so einfach wie ein Rennspiel, natürlich, aber man verhakt sich eigentlich nirgendwo, alles schnell zu erlernen). Zum Spiel an sich: Für mich ist Fallout, das ich inzwischen durchgespielt habe, eines der besten Games seit den alten Teilen der Reihe (die natürlich ganz anders sind, aber dasselbe Spielgefühl vermitteln)! Selbst wenn man ganz durch das Spiel durch ist (wobei das bei Fallout aber wohl eigentlich der falsche Ausdruck ist, besser wäre es, zu sagen: Wenn man die große Quest, die der rote Faden ist, erledigt hat) und sich nochmal umsieht, bemerkt man, dass man nicht mal annähernd schon die ganze Spielwelt gesehen hat und kann sich nochmal auf den Weg machen. Ich sage: Man kann, aber eigentlich meine ich damit: Man wird..:, denn genau diese Begeisterung für das Spiel, die man automatisch entwickelt, ist einer der großen Vorteile von Fallout gegenüber so gut wie allen anderen Spielen, die ich kenne: Man macht Dinge aus reiner Neugier und freut sich über die Entdeckungen und Erlebnisse, ohne dass man irgendeine künstlich geschaffene Motivation wie einzelne Level, Highscores, Multiplayer-Battles oder sowas brauchen würde. Man macht es einfach, weil es so verdammt viel Spass macht, das Spiel zu spielen und nicht, um irgendwie besser zu sein als der Computer oder andere Spieler, man will das Spiel entdecken und richtig genau erforschen. Ein beliebiges anderes Spiel würde eben genau das nicht schaffen. Aber Fallout ist beeindruckend und episch genug in seiner Story und seinem sehr grandios erschaffenen Setting, um diese Wirkung auf den Spieler zu haben, was vor allem dadurch zustande kommt, dass man das Gefühl hat, völlig frei agieren zu können. Schranken sind nur insofern vorhanden, dass man bestimmte Gebiete eben nicht gleich betreten sollte, weil dort zu starke Feinde lauern, aber theoretisch kann man direkt überall hin und auch gleich alle Gegenstände entdecken, ohne sich lange hochleveln zu müssen oder ähnliches. Fallout 3 ist damit eines der wenigen, wenn nicht das einzige Spiel, in dem der Spieler richtig entscheidet (oder zumindest das Gefühl hat), wie es weitergeht und DAS ist das eigentlich innovative, nicht, dass hier natürlich auch mindestens drei Genres richtig gut miteinander kombiniert wurden.
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