Kundenmeinungen
Sacred: Vampirin oder Dunkelelf?, 14. Februar 2008
Sacred ist eines der besten Spiele, wie ich finde. Immer noch durchsuche ich alle Ecken der riesigen Spielwelt und kloppe einen Goblin nach den anderen um.Die Sechs Charaktere sind sind sehr abwechlungsreich. Am liebsten ziehe ich aber mit der Vampirin, dessen Stimme von der deutsch Dana Scully ausgeliehen wurde, und dem Dunkelelfen, der wie Nicholas Cage spricht.Was das besondere an Sacred ist?Die Frage ist berechtigt. Die Technik ist veraltet, es wurden 3D-Modelle in 2D-Landschaften gestellt. Aber das macht nicht, geht es doch um die Rettung von Ancaria.Schon im Intro erfährt man das wichtigste, dass nämlich ein böser Magier einen unheimlich mächtigen Dämon beschworen hat, den er nicht kontrollieren konnte.Nun geht man mit einem der sechs Charaktere, die alle eine Vergangenheit haben (Der Dunkelelf und die Waldelfe sind ein Paar und mussten fliehen, weil man sie töten wollte) los um dem König zu helfen. Zunächst denkt man sich nicht viel dabei. man geht von A nach B und denkt man kann gehen, da möchte man, dass man einen Mann namens Wilbur aus den Händen der Orks befreit.Nach und nach entwickelt sich eine spannende Story. Man erfährt, warum die Orks nach Jahrhunderten scheinbar wieder die Menschen nieder manchen wollen und man wird Zeuge eines unglaublichen Putschversuchs.Die Gegner sind natürlich reichlich vorhanden, aber die Spitze ist immer noch der Drache. In ganz Ancaria gibt es gut ein halbes Dutzend dieser Viecher und egal wie gut die Rüstung ist, die man seinem Chara angelegt hat. Nur ein wenig zu nah beim Drachen und man wird flammbiert. Ich habe schon mal über eine halbe Stunde damit zugebracht einem dieser Tiere den Gar aus zu machen, da war ich froh, dass ich soviel in meinem Inventar hatte.Das Inventar, muss ich an dieser Stelle sagen und widerspreche einem anderen, ist zu klein. Aber das ist normal bei dieser Art von Spielen. Egal wie groß das Inventar ist, es ist nie groß genug, dass nur am Rande bemerkt.Der Spassfaktor: Das beste an diesem Spiel ist einmal der Drang, immer bessere Items zu finden, andererseits ist es auch vergnüglich, dummschwätzende Goblins umzuhauen, die mit Sprüchen rufen wie: "Schlagt ihm den Kopf ab. Ich brauche noch einen Aschenbecher."Oder der Gladiater, wenn er einen Gegner nieder macht: "Warte nicht auf den Sensenmann. ICH mäh' dich nieder."
Ancaria ist eine Reise wert!, 16. November 2007
Wenn man Action-Rollenspiele (sog. Hack&Slay-Spiele) liebt, dann kommt man eigentlich an Sacred nicht vorbei! Denn die Vielfalt ist in diesem Genre nicht gerade groß, wirklich gelungene Spiele gibt es selten. Sacred gehört aber in jedem Fall dazu! Vorbildlich ist die riesige Spielwelt, die zu erforschen einen nicht loslässt und für zig Stunden an den Rechner fesselt! Ancaria ist in erster Linie sehr waldreich, aber es gibt auch Gebirgszüge (die nicht selten den besten Weg verstellen), Wüsten und von Vulkanen verwüstete Landstriche mit Lavaströmen. Dazu kommen natürlich die z.T. großen Städte und eine eher kleine Anzahl von Dungeons. Ein schöner Einfall der Entwickler war dabei, die einzelnen besiedelten Orte auf der Übersichtskarte (die entsprechend groß ist) zwar zu zeigen, aber die Ortsnamen erst aufzudecken, wenn man den Ort im Spiel auch tatsächlich bereist hat. Bei mir hat das auch nach Abschluss der großen Hauptquest noch den Ehrgeiz geweckt, die letzten Landstriche aufzusuchen und dabei natürlich auch noch einige der massenhaft vorhandenen Nebenquests zu lösen. Neben der riesigen und detailverliebten Spielwelt bietet Sacred die Wahl für den eigenen Charakter zwischen 6 verschiedenen Rassen (u.a. Vampirin, Gladiator und Dunkelelf), die jeweils hervorragende Synchronstimmen haben (der Dunkelelf, den ich gespielt habe, hat die deutsche Stimme von Nicolas Cage, der Gladiator die deutsche Stimme von Bruce Willis). So bietet sich jeder Vorliebe die richtige Rasse, denn natürlich haben diese unterschiedliche Vorteile in Nah- oder Fernkampf, Magie oder Fallenkunst, Beschwörung oder Verwandlung. Sacred folgt in der Bedienung und im Gameplay den Grundlagen aller Hack&Slay-Games, die ich hier nicht nochmal ausführe, da sie den meisten Spielern bekannt sind. Zur Vielfalt der spielbaren Rassen kommt die immer willkommene Vielfalt der Gegner, die wahrlich in Massen vorhanden sind. Von Dieben, Halsabschneidern und Zauberern geht es bald schon zu nichtmenschlichen Gegnern über. Orks, Goblins, Oger, Riesen, Echsen, Lichs, Trolle und die immer präsenten Zombies und Skelette sind zu verkloppen, wobei die Untoten nicht nach dem ersten Umfallen gleich besiegt sind - sie erheben sich mehrmals wieder und brauchen Nachschlag. An einigen Stellen gilt es riesige Drachen zu besiegen, was eine richtige Herausforderung sein kann. Die Suche nach immer besseren Items lohnt auch bei Sacred natürlich, denn dies ist neben dem Lösen der Quests die Hauptmotvation aller Action-Rollenspieler. Dem Dunkelelfen standen z.B. mit der Zeit immer mächtigere, meist vergiftete Klingenwaffen zur Verfügung, denen auch die letzten Endgegner nicht ewig widerstehen konnten. Suchen in der großen Welt lohnt auch abseits der ausgetretenen Pfade. Immer wieder findet man magische Verstecke, die nur durch ein seltenes Glitzern wahrzunehmen sind und z.T. mächtige Items enthalten. Die Quests sind zahl- und abwechslungsreich, drehen sich aber genretypisch immer um das Verkloppen von Monstern und die Suche nach verschwundenen Personen und Gegenständen. Langweilig wirds aber ganz sicher nicht! Sacred hält für den Spielcharakter übrigens nicht nur die altbekannten Heil- und Manatränke bereit, sondern auch Tränke, die Vergiftungen heilen, Erfahrungspunkte beim Kampf vervielfachen und Untote gleich beim ersten Niederschlag töten, was sehr zeit- und nervensparend sein kann. Das Inventar ist gottseidank groß genug für die Vielzahl an Tränken und Items, zudem steht eine Lagerkiste zur Verfügung, die in jeder Stadt wiederzufinden ist. Pferde erleichtern die Reise durch Ancaria. Man kann sie bei speziellen Händlern kaufen und auch von ihrem Rücken aus kämpfen. Leider gehen sie im Kampf auch immer mal wieder drauf und man benötigt ein neues... Praktisch sind beim Hin- und Herreisen auch die Portale, die allerdings erst entdeckt werden müssen. Die Grafik ist für meinen Geschmack nach wie vor gut, auch wenn sie sich nicht mit einem Titan Quest messen kann. Dennoch sieht das alles ansprechend aus und übertrifft das mittlerweile doch sehr unansehnliche Diablo 2 bei weitem! Und man kann mit einem halbwegs modernen System natürlich bei höchsten Einstellungen völlig ruckelfrei und vor allem OHNE furchtbar störende Ladepausen (wie z.B. bei Silverfall oder Loki) spielen, die den Spielfluss völlig zerstören und viel Atmosphäre kosten. Für mich ein großartiges Rollenspiel für alle Fans von Fantasy-Szenarios, das locker 40 Stunden Spielspaß und mehr für einen winzigen Preis bietet. Wer keinen übertriebenen Wert auf guten Multiplayer-Teil legt, der sollte auf jeden Fall zugreifen!
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