Kundenmeinungen
Das beste Helloween Album, 20. Januar 2008
Nun möchte ich mich auch mal an die Bewertung einer CD wagen und bin für Verbesserungsvorschläge sehr dankbar.
Mit dem dritten Keeper-Album war ich ja eigentlich schon sehr zufrieden. Bewiesen die "Kürbisse" damit doch, dass sie noch zu qualitativ hochwertigen Veröffentlichungen fähig sind. Vor der Veröffentlichung von "Gambling With The Devil" habe ich mich also tatsächlich gefragt, ob Helloween denn an Keeper 3 herankommen.
Tja, was soll ich sagen. Sie haben meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Schon fast schockierend, denn so gut hätte ich sie nun wirklich nicht mehr eingeschätzt.
Alles beginnt mit dem Intro CRACK THE RIDDLE, worauf mit KILL IT gleich einer der besten Songs des Albums als Opener folgt. Schnell, hart, einfach klasse. Ein perfekter Start, der bereits den kompletten Vorgänger in den Schatten stellt.
Mit THE SAINTS folgt ein weiterer erstklassiger Song. Zwar nicht so hart wie Kill It, aber trotzdem keines Wegs "ruhig". Überzeugendes Intro, sehr gute Melodie, klasse Refrain - auch der 2. Song verdient die volle Punktzahl.
Anschließend geht es mit der Single-Auskopplung AS LONG AS I FALL weiter. Im Großen und Ganzen auch ein sehr guter Song, wobei er etwas schwächer ist, als die ersten beiden.
PAINT A NEW WORLD ist der 4 Titel. Überzeugendes Intro, guter Gesang, hart, schnell. Eine Top-Nummer nach anderen, irgendwie ungewohnt für ein Helloween Album.
FINAL FORTUNE ist der nächste Hammer. Super Melodie, wieder ein überzeugender Gesang und ein sehr guter Refrain. Auf jeden Fall eines der Highlights des Albums. Ohrwurmfähig, ohne dabei zu "weich" zu sein.
Weiter geht es mit THE BELLS OF THE SEVEN HELLS. Wieder ein absoluter Hammer. Sehr hart, schnell und sowohl von Melodie und Gesang her ein weiteres Highlight, wenn nicht sogar der beste Song des Albums.
Auch FALLEN TO PIECES ist ein sehr starker Song. Im Vergleich zu den anderen aber eher ruhig, gerade zu Beginn. Aber ein etwas ruhigeres Stück muss ja auch sein. Deris kann ebenfalls wieder überzeugen, wie ungewöhnlich häufig auf diesem Album.
I.M.E ist der nächste Hammer. Eine gute, nicht ganz so harte, ohrwurmtaugliche Nummer, die, wie eigentlich jeder bisherige Song auf ganzer Linie überzeugen kann.
CAN DO IT ist die Gute-Laune-Nummer des Albums. Ansich kein schlechtes Lied, aber im Vergleich zum bisher gehörten auf diesem Album wohl der einzige Schwachpunkt.
DREAMBOUND ist mein persönliches Highlight des Albums. Der Gesang ist absolut klasse, die Melodie super, der Refrain genial. Unglaublich, was Helloween hier abliefern.
Beendet wird das Ganze mit HEAVEN TELLS NO LIES. Ein abwechslungsreiches Stück, dass durch seine Melodie und den verdammt guten Gesang zu 100% überzeugen kann. Damit gibt es zum Abschluss nochmal ein Highlight.
Weiter geht es auf der Bouns-CD mit FIND MY FREEDOM. Und auch mit der Bonus-CD geht es würdig weiter. Ein sehr guter Song mit wiederholt sehr gutem Gesang. Definitiv ein weiteres Highlight, dass durchaus mit auf das eigentliche Album gepasst hätte.
Das letzte Stück ist SEE THE NIGHT. Und wieder ein sehr gutes. Schade, dass die beiden Bonus-Tracks nicht mit aufs Album gepackt wurden.
Auf der Bonus-CD befindet sich neben den beiden Bonus-Tracks auch das Video zu AS LONG AS I FALL.
Mit GAMBLING WITH THE DEVIL haben Helloween ein überraschend gutes Album hingelegt. Vom ersten bis zum letzten Song (incl. der Bonus-Tracks) wird beste Qualität geboten. Lediglich CAN DO IT kann mich nicht ganz überzeugen. Für mich persönlich ist es definitiv das beste aller Helloween Alben. Musikalisch weltklasse und ein Sänger in Höchstform. Ich kann dieses Album jedem Metal-Fan nur empfehlen. Dieses Album hat eine Chance verdient!
Meine persönlichen Anspieltipps sind:
DREAMBOUND, THE BELLS OF THE SEVEN HELLS, KILL IT und FINAL FORTUNE.
Der Megahammer - DAS Melodic Power Metal Album des Jahres 2007!!, 23. Dezember 2007
Die Kürbisköpfe von HELLOWEEN melden sich gerade mal 2 Jahre nach ihrem letzten Album "Keeper of the seven Keys - The Legacy" mit ihrem neuen Studiowerk "Gambling with the Devil" zurück. Zwar war der Vorgänger an sich nicht schlecht, ließ aber letztendlich mit einigen halbgaren Nummern doch einen faden Beigeschmack zurück. Mit der neuen Langrille schaut dies aber anders aus, denn die Jungs um Andi Deris und Michael Weikath haben ordentlich rangeklotzt und eines der stärksten Alben der letzten 10 Jahre eingetrümmert. Könnte mitunter vielleicht auch daran liegen, dass sich die Fischköppe mit den beiden nicht mehr so frischen Neuzugängen Dani Löble an den Drums und Sascha Gerstner an der zweiten Gitarre mittlerweile perfekt aufeinander eingespielt haben.
Das wirkt sich somit auch merklich auf die Songs aus. Nach dem Intro "Crack the Riddle", bei dem kein Geringerer als Biff Byford von SAXON als Gastsprecher verpflichtet werden konnte geht es auch gleich mit der Brachialnummer Kill it weiter, bei der zunächst vor allem Sänger Andi Deris positiv in Erscheinung tritt, da er hier die enorme Variabilität seiner Stimme sowie das ganze Volumen präsentiert. Musikalisch erinnert die Nummer etwas an "Push" vom "Better than raw" Album. Weiter geht es mit dem sehr melodischen "The Saints", dass mich ein wenig an das "Master of the Rings" Album und zugleich auch an "March of Time" von "Keeper of the seven Keys Pt.2" erinnert. Sehr geil mit coolem Mitsing Refrain und noch genialerem Instrumental Mittelpart, der massig geile Melodien, furiose Soli und Twin-Leads enthält. Der absolute Megahammer! Als nächstes folgt mit "As long as I fall" die erste Singleauskopplung, zu der übrigens auch ein Videoclip gedreht wurde! Wenn es um Parallelen geht, würde hier am ehesten "If I could fly" vom "The Dark Ride" Album passen, allerdings nicht ganz so düster, aber doch so eingängig, mit einem relativ sehr modernen Touch. Ein weiteres Highlight ist "Paint of a new World", eine von der Basis her relativ old schoolige Nummer mit brachialem Riffing und geradlinigem Arrangement, das mehr auf den Punkt geht, als die vorigen Songs und somit auch für mehr Abwechslung sorgt. Als weitere Single Auskopplung würde sich auch Final Fortune eignen. Dieser Track fängt meiner Meinung nach hervorragend die Atmosphäre der alten HELLOWEEN (Kiske Ära) sowie auch der neuen HELLOWEEN (Deris Ära) ein und kombiniert sie zu etwas neuem, fast sogar noch besseren. Geil!
"The Bells of the 7 Hells" eröffnet ein dreiteiliges Epos, welches das Hauptthema des Albums - "Gambling with the Devil" - zusammenfasst. Diese Nummer enthält einige recht thrashige Elemente, die mich in wenig an ANNIHILATOR erinnern, schlägt aber einen guten Bogen zu sehr ruhigen Passagen, was vor allem im Mittelpart am besten zur Geltung kommt. "Fallen to Pieces" präsentiert sich von einer sehr symphonischen Seite, die im Kontrast zur eher modernen, balladesken Strophe steht. Im Refrain kommt einem dann von der Instrumentierung her irgendwie NIGHTWISH oder auch WITHIN TEMPTATION in den Sinn. Beendet wird die Trilogie mit "I.M.E." (was auch immer das heißen mag), einer coolen Mid-Tempo Nummer, die ebenfalls einen leichten modernen Touch innehat.
Gambling with the Devil wäre eigentlich nahezu perfekt, wäre da nicht Can do it, einer absolut cheesy Schmalz-Fun-Nummer, die vor allem durch das Klavier und die Synthie-Streicher sich selbst zum absoluten No Go degradiert. Songs wie Rise and Fall, Perfect Gentleman oder "Livin' Ain't No Crime" mutieren dazu plötzlich zu Übernummern! Glücklicherweise wird mit "Dreambound" eine astreine HELLOWEEN Nummer geboten, die wieder das Ganze ins Lot bringt. Vor allem die Soli sind hier wieder absolut sagenhaft und man merkt, dass das Loch, das Roland Grapow hinterlassen hat mehr als würdig gestopft wurde! Abgeschlossen wird das Album von Heaven tells no Lies, was sich als ebenfalls sehr flotte Melodic Nummer herausstellt.
Die Produktion aus dem eigenen Mi Sueno-Tonstudio auf Teneriffa ist ebenso amtlich ausgefallen, kein Wunder, saß schließlich Charlie Bauerfeind erneut hinter den Reglern. Das Cover wurde, wie auch schon bei "Keeper Of The Seven Keys - The Legacy & Live On 3 Continents" von Martin Häusler entworfen, weswegen das Artwork leicht futuristisch ausgefallen ist.
Klar ist, HELLOWEEN manifestieren immer mehr den Ruf, dass auch nach etlichen Jahren noch immer mit den Kürbisküpfen zu rechnen ist und nachdem sich die Konkurrenz wie z.B. RUNNING WILD (Angelo Sasso ist kaputt gegangen), BLIND GUARDIAN (irgendwo far beyond verloren), RAGE (nur noch halbgare Veröffentlichungen) oder EDGUY (ab ins Kommerz Lager) massenhaft selbst ausknockt steht der Rückkehr zurück an die Spitze des deutschen Power Metals, wo sie dann bald zusammen mit GAMMA RAY und BRAINSTORM die heilige Dreifaltigkeit bilden, nichts mehr im Weg!
Sehr abwechselungsreich, 14. Dezember 2007
Unglaublich: Seitdem ich Helloween nach dem großartigen Album "The Dark Ride" vollkommen aus den Augen verloren habe, weil ich mich vermehrt anderen Metal- und Rock-Richtungen zugewandt habe, ist es mir heute doch tatsächlich passiert, dass ich in das neueste Album der Kürbisköpfe reingehört habe. Es hat mich tatsächlich gepackt und in mir so ein nostalgisches Gefühl aufkommen lassen - also sofort gekauft. Warum ich die Rezension bereits am ersten Tag des CD-Erwerbs schreibe? Helloween sind einfach so eingängig und mitreißend, dass ich sofort mitsingen könnte, doch trotzdem passiert in den Songs sehr viel. Klar, die meisten Lieder gehen straight nach vorn, aber dennoch bleibt Platz für spektakuläre Gitarrensoli und auflockernde Tempo-Wechsel. Sehr abwechselungsreich ist die Platte zudem aufgefallen und es werden alle Facetten von Helloween bedient. Es gibt zunächst den aggressiven Opener "Kill It", das balladeske "As Long As I Fall" und darauf das treibende "Paint A New World", schließlich läutet "The Bells Of The 7 Hells" die düstere Phase ein, während "Fallen to Pieces" eher progressiv angehaucht ist, schließlich gibts dann noch den Happy Metal-Song "Can Do It" auf die Lauscher und beendet wird das Album mit dem klassischen "Heaven No Lies". Wie ein "Best Of Helloween" wirkt das Dargebotene und allein das ist schon ein Zeichen dafür, dass die Kürbisköpfe alles richtig gemacht haben. Ingesamt bin ich also nicht enttäuscht worden und seien wir mal doch ehrlich, liebe "Extrem-Metaller": Wozu kann man besser moshen als zu Speed- oder Power-Metal? Eben :)!!!
Yeah! Die Kürbise sind mit nem Hammerwerk zurück!, 13. Dezember 2007
Wow! Als Helloween-Fan der ersten Stunde, der sich nach dem Weggang Kiskes mit den Kürbisköpfen um Sänger Andi Deris etwas schwerer getan hat, beamt mich die Gambling-Scheibe förmlich weg! Und zwar vom ersten Hören an - gleich drin im Ohr und einzelne Titel über Tage immer wieder im Kopf. Das habe ich bei einer Metal-Scheibe schon ewig nicht mehr gehabt. Dann das Live-Konzert mit Gamma Ray & Axxis - Perfekter Abend!
Für mich - im Gegensatz zu dem Keeper Teil 3 - die eigentliche Weiterführung der ursprünglichen Keeper-Zeiten. Bin völlig begeistert von dem Album!
Tiefe Verbeugung!!
Teufel noch eins, 11. Dezember 2007
Das gesprochene Intro von Saxons Biff bildet den Startschuss zu einem wahrhaftig teuflischen Vergnügen. 'Kill it' ist ein wahrer Killer, Melodie, gepaart mit aggressivem 'Killit Killit Killit' - ein netter Weg, ein Album zu eröffnen. Stellt sich noch die Frage: Ist das tatsächlich die Stimme von A. Derris, oder wird hier ein Effektgerät verwendet? (Hört sich stellenweise an wie Eifel 45 'Blue', ich bitte um Verzeihung...)
Auch 'The Saints' fährt nonstop wie ein Nachtzug, ich bin euphoriert, um sogleich enttäuscht zu werden: 'As long as I fall'. GAR nicht mein Ding - ein wenig Ballade, ein bisschen Radiopoprock und da - schon wieder dieser Echo-Stimmeffekt. Dies ist nicht 'Chamäleon', meine Herren, minus ein Punkt!
Naja, 'Paint a new World' malt alles wieder bunt, und 'final Fortune' und vor allem 'Bells' machen alles wieder wett. Solche Refrains hört man im Jahr nicht oft. Plus ein Punkt.
'Fallen to Pieces' ist nun die Halbballade, die man hören will, gefolgt vom soliden IME und dem unnötigen Funstück (ja, Helloween, ich weiß) 'I can do it' brrr... zweiter Totalausfall.
Die schnelle Kombi aus 'Dreambound' und 'Heaven tells no lies' ist ein würdiger Abschluss und fährt uns nochmals um die Häuser, um das Spielchen mit dem Teufel Revue passieren zu lassen.
Zusammen mit Iced Earth und Gamma Ray DAS Highlight im Heavy Metal Jahr und eine wahre Freude, das Aushängeschild des deutschen Schwermetalls wieder frisch verchromt erstrahlen zu sehen.
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