Kundenmeinungen
Autofocus und Parallaxe-Fehler mangelhaft, 22. Februar 2008
Habe die Powershot A650IS im September 2007 gekauft, als sie ganz frisch, 1 Monat, auf dem Markt war. Und: Prompt musste ich ein Gerät mit Kinderkrankheiten erwischen. Meine Kamera hatte den berüchtigten Light-Leak-Fehler bzw. Lichtleck-Fehler. Das Gehäuse der Kamera war lichtdurchlässig! Welch eine Blamage für einen Kamera-Hersteller wie Canon! Bei Tageslichtaufnahmen, wenn die Sonne von hinten kam, gelangte Licht ins Innere des Gehäuses und das gab hässliche rote Flecken in der Mitte der Bilder. Nicht-zu-fassen.
Der Fehler wurde von einer Canon-Werkstatt kostenlos repariert, ich musste jedoch EUR 12,- Versand bezahlen und 4 Wochen auf das Gerät verzichten. Ein Retouren-Aufkleber wurde mir nicht zugesandt.
Man sollte halt nie Geräte kaufen, wenn sie so frisch auf dem Markt sind. Kinderkrankheiten und zu hoher Preis. Werde ich nie wieder machen, bin jetzt geläutert.
Was mich aber sogar noch mehr ärgert: Die Autofocus-Funktion dieser Kamera ist sehr mangelhaft. Jedes 2. Bild ist unscharf, besonders in Innenräumen oder wenn man den Zoom einsetzt. Schon bei Zoom: 2x innerhalb der Wohnung (tagsüber) versagt der Autofocus komplett, kein Bild wird scharf. Ich fotografiere regelmässig schon seit fast 20 Jahren, auch mit Spiegelreflex und verschiedenen Digi-Cameras, und glaube nicht dass das Problem bei mir liegt.
Z. B. mit meiner 8 Jahre alten Powershot G1 hatte ich diesbezüglich keine Probleme. Der AF war sehr gut. Nur dass das (schwenkbare) Display sehr klein war: 1,8 Zoll. Und: 3,3 Megapixel waren nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit. 5 oder 6 Megapixel sollten es schon sein, heutzutage. Daher schaute ich mich nach einer würdigen Nachfolgerin der G1 um und kam auf die A650is, hauptsächlich wegen des schwenkbaren Displays.
Zurück zur A650is: Der Parallaxe-Fehler sowohl des Suchers als auch des Displays ist zu gross. Das bedeutet: bei Portraits bekommt man das Gesicht der Person einfach nicht in die Mitte des Bildes. Die Canon-Werkstat war der Meinung, dass "der Parallaxe-Fehler innerhalb der Toleranzgrenzen liegt, eine Reparatur sei nicht notwendig". Tipp von Canon: "Benutzen Sie das Display anstatt des Suchers". Das grenzt an Hohn und Zynismus. Ausserdem: auch mit dem Display ist der Parallaxe-Fehler unakzeptabel gross, wennauch etwas geringer.
Ferner: Viel Bild-Rauschen im Schatten oder in Innenräumen. Aufgrund der 12 MP hatte ich durchaus Rauschen erwartet, ist bei dieser hohen Megapixelzahl unvermeidbar, aber es ist schlimmer als ich befürchtete.
Highlights: 1.) Hohe Auflösung von 4000x3000 bei 12 Megapixel. Sehr scharfe und hochaufgelöste Bilder unter günstigen Tageslichtverhältnissen. Am PC kann man in die Bilder hineinzoomen bis in mikroskopische Bereiche. Eine Person, die 100 meter entfernt steht, mit dem 6x Zoom und max. Auflösung 4000x3000 aufgenommen, kann mit allen Details in einem Ausschnit abgebildet werden und vergrössert werden. Diese hohe Auflösung ist gut geeignet für jemanden, der in Poster- oder Plakat-Format seine Fotos drucken möchte. Nachteil: Die Jpg-Bilder sind 6 MB "schwer". (Trotz Jpg-Kompression!). Bei 100 Bildern (ein Tagespensum) sind es 600 MB, die trotz USB 2.0 nur langsam zur Festplatte rüberlaufen und dort sehr viel Platz beanspruchen. Aber das ist kein A650IS-spezifisches Problem sondern betrifft alle Digi-Kameras mit mehr als 10 Megapixel.
Ausserdem muss ich zugeben, dass man sich an die hohe Detail-Auflösung im Laufe der Zeit doch irgendwie dran gewöhnt, und hinterher möchte man sie nicht mehr missen, obwohl man sie eigentlich nicht wirklich benötigt. Das ist irgendwie so, wie wenn man sich an ein 180-PS-Auto mit 230 km/h gewöhnt obwohl man heutzutage selten schneller als 150 fahren kann und jedes Auto über 100 PS eigentlich nutzlos ist.
2.) Display schwenkbar. (Hauptsächlich deswegen habe ich die Kamera gekauft - Wer 1x mit schwenkbarem Display fotografiert hat, möchte nie mehr darauf verzichten). Ferner: es ist ein *echtes* schwenkbares display: Bei der A650is ist das Display in allen Richtungen schwenkbar, das ist nicht bei allen "schwenkbaren" Displays der Fall.
Habe die Powershot A650IS im September 2007 bei M&M für teure EUR 339,- gekauft. Mittlerweile wird sie für EUR 254,- verkauft :-(( Nie wieder werde ich ein Produkt kaufen, wenn es frisch auf dem Markt ist.
Fazit:
Maximal 3 Sterne. Nicht kaufen. Ich würde die Kamera nicht wieder kaufen, trotz einiger Highlights, die sie hat, daher kann ich keine Kaufempfehlung geben. Schade wegen des guten schwenkbaren displays. Sie ist allenfalls nur für anspruchslose Anfänger, die viel Geld für die Pixelmanie ausgeben möchten, zu empfehlen. Oder, wie oben gesagt, für Hochauflösungs-Junkies die Plakate drucken möchten. Fürs Familienalbum ist diese hohe Auflösung nicht notwendig, zumal sie viel Rauschen als Nebenwirkung mitbringt. Aufgrund des mangelhaften AF und des Parallaxe-Fehlers ist die Kamera für echte (ambitionierte) Hobby-Fotografen nicht zu empfehlen. Ganz zu schweigen für Profis. Forget it.
Gut, aber....., 16. Februar 2008
Das Kameragehäuse macht schon einen recht billigen Eindruck. Plastik überall und dazu nicht sonderlich passgenau verarbeitet. Überall sind Konturen der Spritzteilformen sichtbar. Der optische Sucher kann nur als Behelf gelten. Etwa ein Fünftel des Motivs werden praktisch weggeschnitten!
Hier von einem Echtbildsucher zu reden (wie das Canon tut) ist schon eine bewusste Täuschung.
Doch die Kamera ist nicht zuletzt dank ihres Gewichtes leicht und sicher zu handhaben. Sehr gut ist der klapp- und schwenkbare LCD-Schirm dessen Bildqualität mehr als ausreichend ist. Ein großer Vorteil des Bildschirms: Zurückgeklappt in die geschlossene Position ist er sicher abgedeckt. Die Optik der A650 ist allerdings nicht besonders lobenswert, speziell im Telebereich. Schärfe und Kontrast sind eher niedriger Durchschnitt. Hier jedoch über Rauschen zu lamentieren, wie das allgemein bei Digitalkameras gerne getan wird, ist nicht angebracht. Bei der gegebenen Sensorgröße ist das bei anderen und vergleichbaren Geräten nicht anders.
Außerdem gab es bei Filmkameras zwar kein Rauschen. Dafür aber bei höherempfindlichem (ISO 400 und mehr) eben gröberkörnige Bilder. Und jeder wusste das.
Zu bemerken ist noch, dass bei dieser Kamera etliche Einstellmöglichkeiten geboten werden auf die man getrost verzichten könnte. Dies scheint aber heutzutage üblich zu sein. genau wie die 12 Mp, welche eigentlich keinen Vorteil bringen in Anbetracht des winzigen Chips. Als erste Maßnahme habe ich deshalb meine Kamera auf 8 Mp eingestellt und dazu auf ISO 200 als Standard.
Mein Fazit: Nicht schlecht, aber auch nicht sonderlich lobenswert. Besonders die wirklich billige Anmutung der Materialien ist nicht unbedingt Vertrauen erweckend. Noch eine Bemerkung zu "Made in China": Ich besitze Canon Kameras (IXUS, etc.) welche noch in Japan hergestellt wurden. Diese sind auch nicht besser verarbeitet. Andere Firmen hatten da schon immer die Nase vorn. Wenn eine namhaftes Unternehmen wie Canon in China produziert, kann man schon davon ausgehen dass die Qualität der des Stammhauses entspricht!
Gut, aber nicht perfekt, 27. Januar 2008
Die Kamera eignet sich gut als Zweitgerät (ich hab 2 Digi-Spielgelreflex und diverse Taschenkameras) wenn man nicht zu viel mitschleppen muss.
Die Anfühlqualität ist gut, war aber bei Canon schon besser, ich sage nur " MADE IN CHINA"- früher waren Kameras dieser Preisklasse bei Canon noch "Made in Japan" - schade.
Bildqualität ist durchwegs gut- sicher bei Dämmerung gibt es bessere Kameras, die aber in Richtung Spiegelreflex gehen, für eine Kompakte ist die 650 gut.
Bei guter Beleuchtung sind die 12 Megapixel schon beeindruckend, fast wie bei meine Spiegelreflexmonstern.
Der optische Sucher ist nicht schlecht, trifft aber nicht genau den Ausschnitt der echten Aufnahme.
Wer eine gute Urlaubskamera will, die man überall mit dabei hat wird aber zu etwas schlankeren und leichteren Geräten greifen müssen, die 650 ist wiederum schon ein Klotz für eine Kompakte. Aber wer die Größe und das Gewicht nicht scheut greift sicher nicht daneben.
Fazit: gute Bilder, etwas schwer und klotzig.
Eine für alles - perfekt!, 5. Januar 2008
Wenn man eine gute Kompaktkamera sucht, die man auch ständig dabei hat, sollte man sich die A 650 IS auf jeden Fall einmal ansehen. Ich war schon von der Bildqualität und der einfachen und intuitiven Bedienung der A 620 begeistert. Das neue Modell hat einen größeren und scharfen Klappmonitor, eine Sache, die wirklich sinnvoll ist, weil man damit Bilder aus ungewöhnlichen Perspektiven machen kann. Der Zoombereich wurde ausgedehnt, so dass er fast allen Ansprüchen genügt. Schließlich erweitert der gut funktionierende Bildstabilisator den Einsatzbereich der Kamera wesentlich. Bilder bei schwachem Licht sind nun kein Problem mehr. Die Kamera liegt sehr gut in der Hand und - sie sieht gut aus. Kleiner Wermutstropfen: Die A 620 verfügte im "My Colours" - Modus über eine "Diafilmsimulation", bei der man einen sagenhaft sattblauen Himmel erzielen konnte. Die Einstellung "vivid" der A 650 kommt da leider nicht ganz mit.
... Gut, aber dann doch die G9, 5. November 2007
Auch ich habe die Powershot A 650 in den Händen gehabt und auch ich war von der Bildqualität sehr überzeugt. Dennoch habe ich mich dann doch letztendlich für die Powershot G9 entschieden weil sie besser verarbeitet und stabiler im Material ist. Von der Qualität der Bilder will ich erst garnichts schreiben, die ist erste Sahne und wenn ich die ständigen selben Sätze über das Rauschen der Bilder lese, dann kann ich nur sagen das es doch hier nicht anders ist wie bei der analogen Fotografie. Je höher der Isowert, desto gröber das Ergebnis. Warum mein alle Welt das dies in der Digi-Fotografie anders sein müsse? Noch ein Hinweis für "Rudolf-47": Die G9 besitzt überhaupt keinen Objektivdeckel weil das Objektiv eingefahren wird.
|