Kundenmeinungen
nicht berührt, 18. November 2007
Ich muss mich einigen meiner Vorredner anschließen: Das Album bietet nichts Neues und keines der Lieder konnte mich wirklich berühren. Schade, denn ich bin eigentlich kein großer Annie-Fan.
dasselbe wie bare-zum weiterschenken, 30. Oktober 2007
tut mir leid annie,deine stimme ist genial,du bist eine tolle frau,aber ich finde das album fad.dein letztes album war genau derselbe stil.alle lieder können beruhigt von einem ins nächste gleiten,da fragt man nicht was für ein super song.
deine single auskupplung die ist super.ist für mich auch das einzige lied,daß mir gefallen hat.ich habe mich jetzt wirklich paarmal gequält und habe das album gehört.da kommt nichts rüber.habe es jetzt einem bekannten geschenkt,dem hats auch nicht gefallen.er hat es jetzt auch weitergeschenkt.
Einfach Phantastisch !, 19. Oktober 2007
Was für ein Album !
Lange hat man warten müssen um von Annie Lennox was Neues zu hören. Der Eurythmicks Aufguss war mehr als enttäuschend, und so setzte ich wenig Hoffnungen in das neue Album. Umso besser dass meine Erwartungen bei weitem übertroffen wurden.
Annies Stimme glänzt wie zu besten Zeiten, die Melodien sind eingängig und genial, die Texte sind wie gewohnt sehr aussagefähig.
Ach, was tut es gut nach den ganzen J}lo, Beyonce und sonstigem Amerikanischem Hip Hop Gekreische wieder vernünftige Musik von einer grossartigen Sängerin zu hören.
Obwohl Sie ja eigentlich nie weg war - Annie is Back !
Danke für ein geniales Album !!
...diva returns..., 9. Oktober 2007
"I'm not one genre. It's like Kate Bush. You can't say, 'What kind of music does Kate Bush make?' She makes Kate Bush music."
(Annie Lennox)
Und Annie Lennox, in der Tat, hat wieder eine Annie Lennox-CD veröffentlicht. Wo Madonna meint, sich permanent neu erfinden zu müssen, wahrscheinlich, weil das Basismaterial so ungenügend ist, dass man im fiesen Griff des Jugendwahnes immer einen neue Schicht Stuck draufklatschen muss, bleibt sich Annie musikalisch treu. Stimmlich, kompositorisch, auch die Arrangements sind konsequent Lennox. Erstaunlicherweise ist Madonnas bestes Stück seit Jahren ihr kurzer Beitrag in Annies "Sing", wo ihre Stimme eine warme Färbung bekommt, die man vermutlich mit einem Feng Shui-Programm oder einem Exorzismus erzeugt hat, anders ist das menschliche Moment nicht zu erklären. Egal, hier geht's um Annie, die, wie ein lieber Freund kürzlich feststellte, mit drei Arten von Liedern eine beachtliche Karriere gemacht hat. Das ruhige, sphinxenhafte (Why), das temporeiche, stampfend aggressive, vorwurfsvolle (Little Bird), und die schraubende kritische Selbstbetrachtung (Cold, Lost).
Ist das schlimm, immer die gleichen Formeln zu verwenden? Nein, denn genau das macht einen Star aus. Du hörst ein paar Klänge im Radio und erkennst sofort. Das Intro von "Dark Road", obwohl es ein klitzekleines bisschen an, urrrghs, U2 erinnert, ist essential Annie. Rufus Wainwright hat seine fünf Formen (hakige Psacho-Ballade, überbordender Bolero, zarte komplizierte Ode, kompaktes Kunstlied, stringenter musikalischer Orgasmus) mittlerweile um eine 6.: Judy, und 7.: tschechischer Märchenfilm angereichert. Deshalb würde ich einem Rufus-Konzert selbstverständlich immer den Vorzug gegenüber Annie geben, aber Rufus erwartet viel von seinen Zuhörern, was den Kreis seiner Verehrer einschränkt, die Meisten reagieren lediglich auf Judy und die Psycho-Ballade. Annie hat Mass Appeal, was mich manchmal so erstaunt, wie die Tatsache, dass Millionen von Menschen Björk lieben, die ja auf eine charmante Art und Weise plain crazy ist. Nach der langweilige Katastrophe "Bare" ist es versöhnlich, mitzuerleben, dass Annie zu ihrer guten Grundform zurückgefunden hat.
Auf der "Songs of Mass Destruction" sind die Annie-Formeln in eine schöne Abfolge gebracht und man wandert über klare direkte Vokabeln durch ihre Klangwelt, ist bewegt, angeregt, ein bisschen melancholisiert, dann wieder emporgehoben. Sie ist ein wenig softer geworden, aber immer noch eine Suchende, das ist, was mich bewegt. Ein Album, das man ganz hören sollte. Mit der Herbstsonne auf der Nase und Laub im Haar.
Mit Herz, Seele und Menschlichkeit- We are not lost anymore, 7. Oktober 2007
Keine andere Künstlerin bewegt mich mehr über mich selbst, meine Gefühle und meine Umwelt nachzudenken. Auch dieses Album ist musikalisch eine echte Begegnung mit dem eigenen Ich. Schon der Opener "Dark Road", wunderschön arrangiert, konfrontiert mich damit, über den Sinngehalt meines Lebens nachzudenken. "Love is blind" und "smithereens" beschäftigen sich mit der Sehnsucht nach Liebe und dessen Scheitern- wunderbare Lieder. "Ghost in my mashine" zaubert dagegen mit Akkordeonklängen und rockigen Elementen einen Ohrwurm hervor, der mir noch Stunden später nicht aus dem Kopf geht. "Woamankind" durchleuchtet die Rolle der Frau in der heutigen Gesellschaft und "lost" und "fingernail moon" sind zwei der schönsten und emotionalsten Balladen, die Annie Lennox jemals geschrieben hat. Gänsehaut pur. "Sing", der wohl am meisten diskutierte Song, besticht durch den "Chor der 23"- 23 Künstlerinnen die mit Annie für den Kampf gegen Aids eintreten.
Ich habe selten so ein abwechslungsreiches Album gehört. Annie Lennox neues Album ist der Auftritt einer stimmgewaltigen Diva, die man am liebsten für Ewigkeiten in seinem Herzen aufbewahren möchte.
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