Kundenmeinungen
The Beauty and the Plant, 16. Januar 2008
OK, die CD braucht ein paar Runden um bei alten Zeppelinfans zu starten. Der erste Song wirkt arg belanglos, dass man schon in Deckung geht was da wohl kommen würde. Aber weit gefehlt, es lauern echte Perlen, schon Titel 2 ist so relaxt und geschmeidig das alle Katzen vorm Ofen liegen. Die Plant Solosongs sind gigantisch gut, die meisten Songs von Krauss jedoch eher etwas flach und gefällig, der Song gone gone gone wirkt sehr abgedroschen,,,,,,stop,,,,und doch sind da so irre Teile drauf das es knallt,,,Plant hat die Stimme die man von ihm erwartet und im Verlauf der CD sind sogar Zeppelinmystizismen zu entdecken. Im Gutan und Ganzen hat diese sehr american-folkrock orientierte CD eine ganze Menge Überraschungen auf Lager, kurz um--5 Sterne auf sicher!
Eine der besten Musikproduktionen 2007!, 5. Januar 2008
Wenn überhaupt gemeckert werden darf, dann über die in anderen Rezensionen schon vermerkte Tatsache, dass der Bass ziemlich breiig klingt.
Trotzdem eine der besten Musikproduktionen 2007! Rock für Frauen? Rock zum Einschlafen? Mir gefällts jedenfalls. Gemütliches Tempo muss nicht zwangsläufig zu Herz-Schmerz-Kitsch führen. Von der Stimmung her steckt wesentlich mehr Leonard Cohen als Led Zeppelin drin. Harte Akkorde darf keiner erwarten. Seit der Hippiezeit vor nunmehr fast 40 Jahren (ich denke da beispielsweise an einige Songs von Jefferson Airplane) gab es keinen so guten Mann-Frau-Rockgesang mehr.
Das Produkt existiert inzwischen in Verpackungsversionen für jeden Geschmack: als Doppel-LP, im Jewel Case und als Digipack.
Old dog, new tricks, 2. Januar 2008
Der alte Rock-Shouter und die Bluegrass-Sirene aus "O brother where are thou" - könnte interessant sein, dachte ich, auch wenn ich Duetten normalerweise erstmal ein wenig skeptisch gegenüberstehe. Aber erstens sind echte Duette auf dieser CD eher die Ausnahme als die Regel, zweitens nimmt Plant sich permanent enorm zurück und drittens harmonieren die Stimmen und musikalischen Backgrounds der beiden - sicher auch dank der feinfühligen Produktion T Bone Burnetts - erstaunlich gut. Plant hatte ja schon immer einen extrem weiten musikalischen Horizont und Blues und Folk waren schon zu LedZep-Zeiten enorm wichtige Bestandteile seines Repertoirs, der Sprung zum Bluegrass ist da gar nicht so weit. Und welcher Ausnahme-Sänger er immer noch ist beweist er hier eindrucksvoll.
Auf dem Album befinden sich fast nur Fremdkompositionen (wenn man mal von "Please read the letter" vom Page/Plant-Album "Walking into Clarksdale" absieht). Meine persönlichen Favoriten sind die von Plant unglaublich langsam und leise vorgetragene Ballade "Polly come home" vom Ex-Byrd Gene Clark, die Allen Toussaint-Nummer (unter dem Pseudonym Naomi Neville veröffentlicht) "Fortune Teller" (auch von The Who bereits mal interpretiert) mit fast Santana-artigen Gitarren-outro und das Townes van Zandt-Stück "Nothin", das mit einem verzerrten Gitarren-Riff beginnt, dann aber sogleich die Erwartungen der Hörer "enttäuscht", von der fast geflüstereten Stimme Plants und der leicht verzertten Fiddel Krauss' dominiert wird und in eine düstere, majestätische Stimmung kippt - gefühlsmäßig für mich sowas wie "Kashmir light".
Im Booklet dankt Plant T Bone Burnett und der Blue crew "who steered an old dog to new tricks". Dem möchte ich noch hinzufügen, der alte Hund hat seine neuen Tricks aber auch verdammt gut gelernt. Fünf Sterne sind mir fast zu wenig.
vorsicht, 2. Januar 2008
kenne alison krauss und ihre unions seit jahren, top musik, beste arrangements. ( alles ausnahmemusiker )
robert plant war mir bis jetzt als etwas härterer vertreter bekannt.
aufgrund der werbung bin ich auf raising sand sehr aufmerksam geworden.
die scheibe finde ich völlig daneben, ein gemixe von verschiedenen genres. aber: über geschmack lässt sich bekanntlich streiten.
ahnliche enttäuschungen habe ich auch bei -james blunt/springsteen/eagles- erlebt, schade.
mein eindruck, denen fällt nicht`s mehr ein. man darf aber auch nicht ausser acht lassen, dass die barden älter, reifer werden. trost, wer sucht, findet auf dem stilleren markt unglaublich viele junge talente. denen gehört die zukunft, nicht den etablierten.
Gewinnt beim zweiten Zuhören., 26. Dezember 2007
Die Erwartungen die mit Robert Plant, den ich zusammen mit Led Zeppelin hammermässig finde, zuammenhängen gehen eindeutig in Richtung zünftigen Rock. Da ich mir der Name Alison Krauss wenig sagte war meine Erwartung eine andere als ich die CD im Player parkte und etwas verwundert den Klängen lauschte. Und ich wollte sie schon als Fehlkauf archivieren. Aber da jeder auch eine zweite Chance verdient habe ich auch dieser CD eine gegeben. Und wenn man seine Erwartung abgibt und einfach zuhört ergeben sich doch einige positive Aspekte. Die Platte ist einfach auf der ruhigeren Seite. Die zwei Stimmen ergänzen sich wunderbar.Und einige Songperlen sind auch dabei (z.B. Nr.11 Nothing) Mit ein bisschen Rockabilly, ein wenig Country ein paar Balladen wird sich durch eher unbekanntere Songs gecovert.Robert Plant schreit nicht - er singt und gibt leisere Töne. Wer es härter mag muss bei Led Zeppelin bleiben. Wer angenehme Zuhörmusik ohne gekünstelnten Sound mag liegt hier richtig.
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