Kundenmeinungen
Keine Überlebenden, 29. November 2008
Brutaler Thriller über den ewigen Kampf zwischen organisiertem Verbrechen und der Polizei. Beide haben jeweils einen Maulwurf bei den Gegnern positioniert, und das Katz-und-Maus-Spiel fordert einen hohen Blutzoll. Leonardo DiCaprio sitzt als Undercover-Cop bei den bösen Buben, Matt Damon ist die Unterwelt-Ratte bei der Polizei, und Jack Nicholson zieht als Verbrecherboss die Fäden im Hintergrund. Am Ende sind alle Hauptpersonen tot, das ist ein Novum, aber auch logische Konsequenz des unbarmherzigen Kampfes, den sich die Kontrahenten über zweieinhalb spannende Stunden liefern. Herausragend.
Enttäuschend, 23. August 2008
Vor einiger Zeit habe ich mir das Original angesehen (Infernal Affairs) dann dachte ich mir. Cool, es gibt ein Remake mit diesen Topstars, sah ihn mir an und war wütend und masslos enttäuscht. Wie es in Hollywood gang und gebe ist, wird sehr viel Wert auf Action gelegt , es wird alles à la Hollywood übertrieben. Bsp: Szene auf dem Dach, als sich die beiden gegenüber stehen beim Finale, bei Departed wird geflucht, geschubst und alles schön übertrieben, nett anzusehen aber so normal in HW Filmen, langweilig. Im Original hatte ich Gänsehaut, die Schauspieler sind stilvoll, und geben den Figuren mehr tiefgang. Sogesehen hätte der Film noch 2 Punkten bekommen, aber die Tatsache dass Hollywood in letzter Zeit jede Menge klaut (Der Fluch, EYE, Ring......) nervt mich. Also ein Punkt abzug, weil sie so einfallslos sind und keine eigenen Ideen haben.PS: Oscars hat es bekommen, das Original aber verdient. Deshalb MUST HAVE ist Infernal Affairs und dazu gibt es noch 2 und 3.
Erwartungen übertroffen, 12. Juli 2008
Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei Männer, die sich dafür entscheiden, auf den zwei Seiten des Gesetzes den gleichen Job zu machen: Polizeiinformant bei einem Gangsterboss der eine (diCaprio), Spitzel für jenen gleichen Gangsterboss der andere (Damon). Sie tun dies aus verschiedenen Motiven und einige Zeit einigermassen erfolgreich, bis Mafia und Polizei jeweils klar wird, bespitzelt zu werden und dass der Feind in den eigenen Reihen eliminiert werden muss.Es gibt viele Gründe sich den Abend mit einer DVD zu vertreiben: wenn man es alleine macht, möchte man unterhalten werden, und wenn man Krimis und Thriller zu seinen Lieblingsgenres zählt, dann heisst das übersetzt, daß man gefesselt werden möchte. In dieser Hinsicht kann ich "The Departed" mehr als empfehlen, auch nach mehrfachem Konsum bleibt Spannung und Entertainment erhalten. Die Charaktere handeln nachvollziehbar und glaubwürdig, weil sie zu diesem Zweck bis in Nebenrollen (Alec Baldwin) grandios besetzt sind (einzig Martin Sheen und die die Psychologin bleiben etwas blass). Ob man sich an der fast plakativen Gewaltdarstellunng und der direkten Sprache stört, bleibt Geschmacksfrage. Aber zur Handlung passen sie genauso wie der grobe irische Punk als Hintergrundmusik.Schwachpunkt des Filmes ist allerdings der Ausgang, denn die Wendung zum "guten" ist überflüssig und macht die menschlichen Tragödien vorher letztendlich auch nicht mehr wett. Es wird zwar eine Form von Gerechtigkeit hergestellt, aber sie nutzt niemandem mehr. Stellt man sich zum Ende einen grinsenden Matt Damon als Polizeichef oder Anwalt vor, gefällt einem dagegen der Film noch um ein paar Prozente besser.
...ein geniales Nervenspiel einer tödlichen Konfrontation, 25. Juni 2008
Es ist unglaublich, welche Stars Martin Scorsese in seinem Film aus dem Jahre 2006 aufbieten konnte, und es ist grandios, dass sich Scorsese mit Jack Nicholson einigte. So entstand trotz Remake ein eigenständiger Streifen mit scheinbar gnadenloser Brutalität, ein spannender und sich selbst parodierender Action-Thriller, der die Grenzen zwischen Gut und Böse nahezu vernichtet. Grandiose Stars in allerbester Schauspiellaune, überragende Synchronisation und ein genialer Soundtrack skizzieren in einem meisterlich zurückgehaltenen Ambiente mehr als eindrucksvoll und in nahezu zeitgleich stattfindenden Handlungen die Ironie des Schicksals der zwei vertauschten Identitäten sowie die Umgangsformen aus Schlagfertigkeit, verbalem Tiefschlag und Machoritual der beteiligten Parteien. Und gleichsam als tragische Figur skizziert dieser Männerfilm wunderbar die Polizeipsychologin Madol als einzige Frau. Auch wenn am Ende fast alle Hauptbeteiligten etwas unpassend bzw. abrupt ihr Leben, jeder für sich, in einem Kugelinferno beenden, ist "Departed" ein Meisterwerk von scharfzüngigen und direkten Filmdialogen und von spannenden, gleichsam barockartig dargestellten Abläufen, ein zynisches und packendes, blutiges Epos über das irisch-katholischen Gangstermilieu in Boston, das einen außergewöhnlichen Filmabend in Hollywoodmanier garantiert und nicht zu unrecht seine vielen Auszeichnungen bekam.
Schwaches Ende, 20. Juni 2008
Also bis 10 Minuten vor Schluss ist der Film ja ganz okay, und auch teilweise richtig spannend. Auch die Story ist gut umgesetzt, also Mafia Spion bei Polizei, Polizei Spion bei Mafia, aber dann ein so stumpfsinniges Ende passt absolut nicht zum Rest des Filmes.Zwei Szenen, vier Schüsse, alle Hauptdarsteller tot, Ende. (Achso nein doch nicht, Jack Nickolson stirbt schon 10 Minuten vorher...)
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