Kundenmeinungen
Das musikalisch Beste was die beiden Burschen aus dem sonnigen Kalifornien bisher abgeliefert haben., 27. Oktober 2007
Die Two Gallants stammen aus San Francisco und bestehen aus Adam Stephens (Gesang, Gitarre, Mundharmonika) und Tyson Vogel (Schlagzeug, Gesang). Benannt haben sie sich nach einer gleichnamigen Kurzgeschichte von James Joyce. Ihre Musik ist von Stephens' rauher Stimme geprägt und könnte als abwechslungsreicher, mitunter in Punk oder Ska abdriftender Folkrock bezeichnet werden. Vergleichbar sind sie mit Künstlern wie Bright Eyes, Bob Dylan, The White Stripes oder den Decemberists. Ihr neues und inzwischen viertes Album (zählt man das Minialbum "The Scenery Of Farewell" mit) ist das musikalisch Beste was die beiden Burschen aus dem sonnigen Kalifornien bisher abgeliefert haben. Es geht in ihren Songs immer noch um die Zweifel, ob man auch das richtige Leben führt, um Desorientierung in der modernen Welt, um Enttäuschungen und Verachtung. Musik, Text und Stimme bilden ein Gesamtwerk welches mich gleich in den Schwelgemodus versetzt, aber hört selbst, meine Anspieltipps: "The Deader" und "The Stains/Boys Like Me" werden euch sicherlich überzeugen.
Herrlich melancholisch..., 28. September 2007
Endlich halte ich die neue Two Gallants in den Händen. Zunächst bin ich etwas enttäuscht, denn die Hülle besteht nur aus Pappe, aber ich lege die Scheibe natürlich sofort in den CD-Spieler, schließlich habe ich lange genug gewartet: mit "The Deader" geht es ruhig los, ganz so wie man es nach der Single "The Scenery of Farewell" auch erwartet hatte. Wenn Adam Stephens (der sich auf dieser CD Adam Brinkman Stephens Fontaine nennt) dann beim zweiten Song "Miss Meri" singt "I went down an empty lane searching for songs", wünscht man sich einfach, dass es noch möglichst viele leere Straßen in Kalifornien und damit weitere so wunderbare Songs geben möge. "The hand that hold me down" kommt mit der Mundharmonika herrlich melancholisch daher und hat das Zeug zum Klassiker. Bei "The trembling of the rose" hat sich das Duo die Unterstützung der Cellisten Jackie Perez Gratz und Anton Patzner geholt und spätestens hier merkt man, dass die rauhen Seiten von "What the toll tells" (ich sag nur "Las Cruces Jail") nun endgültig vorbei sind. "Reflections of the marionette" ist wieder ein echter Ohrwurm und hat ebenfalls das Zeug zum Klassiker. Der Herz-Schmerz der CD wird dann bei "Ribbons round my tongue" fast unerträglich und eigentlich kann nach so einem Rausschmeißer nichts mehr kommen, doch dann ziehen die beiden mit "Despite what you've been told" nochmal das Tempo an, um mit "Fly low carrion crow" langsam zum Finale überzuleiten. Der Titel des letzten Songs "My baby's gone" spricht für sich selbst und passt hervorragend zur aktuellen Gemütsverfassung des Rezensenten. Insgesamt ein herrlich melancholisches Album, das hervorragend in die Herbstzeit passt. Akut Suizidgefährdete sollten daher unbedingt die Finger von diesem Album lassen, allen anderen Liebes- und Leidgeplagten sei diese Scheibe wärmstens ans Herz gelegt...
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