Kundenmeinungen
Mit Schmackes ... - die Alten (mit 65!) sind immer noch die Besten!, 6. August 2008
.Was habe ich mich geärgert! Nämlich darüber, dass die Live-Tour 2007 Parkers mit der WDR Big Band an mir total vorbeigegangen ist. Einen Nachschlag darf ich gewiss nicht verpassen ... Mit ihren stimmungsvollen Liveausschnitten von diesen Tourkonzerten kam mir diese CD daher als ein überaus gelungenes "Trostpflaster" gerade recht!Zugegebenermaßen: Ich bin ein großer Fan von Big-Bands, denn es gibt nach meinem Geschmack kaum eine andere Formation, die orchestrale "Unterhaltungs- und Tanzmusik" bläsergetragen mit soviel Schmiss in Symbiose von fetzender Rhythmik und eleganter Klasse zu präsentieren vermag. Genau das gelingt hier nun auch mit süffig groovend jazz-funk-tionalem Anstrich in wunderbarer Weise. Steht der füllig breite Big Band Sound auf der ersten CD zu Gunsten der Homage an den unvergessenen R`n`B`er Ray Charles im Vordergrund, so sind auf der zweiten CD weit funkigere Klänge vom Altmeister Parker angesagt. Insofern bietet diese CD-Kombination für unterschiedlich orientierte Geschmäcker etwas, ohne irgendwo nennenswert anzuecken. Wie nahezu nahtlos diese differenzierten Teile im Grunde doch zusammenfließen, merkt man am ehesten beim abwechselnden Hören der Titel beider CDs. Neben den instrumentalen Arrangements verleiht Parkers rau-verknautschter, einfühlsamer Soul den Ray-Charles-Titeln bei aller verblüffend stimmlichen Ähnlichkeit einen recht eigenständigen Charakter. Mir persönlich behagt lediglich seine Interpretation von Hit the Road Jack weniger als das Original; etwas mehr Akzentuierung und Pfeffer im Arrangement für Orchester als auch seinen Gesang hätte ich mir an dieser Stelle doch gewünscht. Letztlich geht das jedoch im fulminanten Gesamteindruck unter. Erste Sahne zudem die vielfachen Soli der mitwirkenden Begleiter (siehe unten). Erfreulich: Die meisten Titel versprühen weit länger als fünf Minuten ihre blitzenden Funken - der schärfste Teil mit Parkers überaus gelenkig-explosivem Altsax und den freudig tobenden Drumms Dennis Chambers: Pass the Peas (17 Minuten!). Fazit: Hallelujah I Love Him So - bei solchen Klängen bleibt keine Faser im Körper ungerührt! Eine in jeder Hinsicht alterslose CD mit jeder Menge handgemachter, wahnsinnig satter Ohrorgie! Musiker: Maceo Parker, Michael Abene (WDR BB und Arrangements), Frank Chastenier, Paul Shigihara, John Goldsby, Hank Dekker, Rodney "Skeet" Curtis, Dennis Chambers, Andy Haderer, Wim Booth, Rob Bruyen, Klaus Osterloh, John Marshal, Ludwig Nuss, Dave Horler, Brent Laukamp, Mattis Cederberg, Heiner Wiberny, Karolina Strassmayer, Oliver Peters, Paul Heller, Marcus Barthlet. Hinweis zu den ggf. irritierend wirkenden Hörproben: Die die Musik synthetisch überziehende Geräuschkulisse ist nicht Bestandteil der gelieferten Aufnahme, sondern wohl auferlegte Absicht der Anbieter, da alle Tracks ausnahmsweise in voller Länger vorhörbar sind!
Zweigeteilt, 27. Juli 2008
Diese Doppel-CD ist insgesamt als sehr gut zu bewerten. Trotzdem will ich zwischen den beiden CDs einen Unterschied machen. Ist CD1 mit der WDR-eigenen Rhythm-section noch etwas brav, geht es mit den eigenen Mannen von Parker auf CD2 so richtig ab.
Great Bigband FUnk, 6. Juli 2008
Ja, die Platte ist wirklich großartig. Sie grooved und der Funk sprüht besonders von der zweiten Platte. Und es ist schon beachtlich zu hören wie Maceo die Bigband rockt, sie antreibt und pushed. Manchmal wirkt die Bigband ein wenig wie ein Korsett, was den Ausbruch des Funk zu verhindern sucht, doch dann bläst Mr Parker sein Horn und es geht ab.Wer wirklich gute Laune Musik hören möchte ist hier sehr gut bedient.Wer mag besorgt sich gleich zum Vergleich noch "Live on plant groove". Dort erlebt man "Shake everything you got" noch einmal 2 Potenzen funkiger und auch "Pass the Peas" ist dort wirklich 98% Funk. Die Solos gerade hier sind doch sehr jazzig.Ich will nicht stänkern und freue mich schon tierisch auf das Konzert nächste Woche. Daher 5 Sterne.
Es "funkt" nicht immer..., 22. April 2008
An sich ist diese Kooperation eine gute Idee. Leider gefallen mir manche Solopassagen der WDR Musiker überhaupt nicht. Es geht überwiegend richtig klasse zur Sache. Doch bei manchen Interpretationen der deutschen Kollegen geht der Funk absolut verloren. Wer Maceo solo kennt wird wissen, was ich meine. Da geht es nur um Groove und Power....Dennoch, Maceo im Big Band Sound, mit fetten Bläsersätzen, ist ein Erlebnis.
Der Meister des rhythmischen Saxophonspiels, 6. Februar 2008
Maceo's Spiel ist äusserst variantenreich, was die Blastechnik angeht. Er versteht es, wie kein zweiter, mit einer ungeheuren Leichtigkeit Rhythmus und Tonlagen zu variieren. Ein weiteres Merkmal ist seine musikalische Fähigkeit, mit wenig gespielten und viel weggelassenen Tönen eine enorme Spannung aufzubauen. Nach dem Motto: weniger ist mehr.CD1 beinhaltet einige Klassiker, die natürlich hervorragend zu einer Big Band Besetzung passen. Einige Stücke sind ein Tribut an Ray Charles und werden von Maceo wunderschön gesungen.Auf CD2 findet man bekannte Maceo Stücke aus früheren Alben, hier allerdings in Big Band Formation gespielt, was dem Ganzen wesentlich mehr Fülle und Power verleiht.Highlights sind für mich das Saxophonduell mit Karolina Strassmeyer (to be or not to be), sowie das Schlagzeugsolo (pass the peas) von Dennis Chambers (Santana), beides auf CD2 zu finden.Wer einen Querschnitt durch Maceo's Wirken sucht, ist mit dieser DoppelCD sicher sehr gut bedient. Und ebenfalls wichtig: dies ist ein Livemitschnitt, bei dem die Beteiligten ihre Soli einbringen dürfen. Dies wiederum wertet die bekannten Tracks enorm auf.
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