Kundenmeinungen
Neu aber keineswegs schlecht!, 2. Februar 2008
Der Einstieg (gemeint sind die ersten 4 Lieder) beginnen richtig stark. Das bedeutet, dass die Foos wie zu Ihrer Anfangszeit oder Ihren Konzerten richtig "losrocken". Danach wird es - wie ebenfalls beschrieben - ruhiger. Und hier kann ich mich vielen nicht anschließen. Warum können die Foos nicht auch mal ruhiger an die Sache ran gehen? Mit Skin and Bones haben sie bewiesen, dass sie mehr als nur Rocken können. Und in diesem Stile wird das Album auf sehr hohem - aber zudem leider etwas eintönigem - Niveau fortgesetzt. Ich denke, man sollte es nüchtern betrachten. Eine Band entwickelt sich eben weiter!
Es kann jeder zugreifen, der anspruchsvollen Rock mag!
Durchaus gelungen...wenngleich auch ein " Grower " !, 31. Januar 2008
Ich möchte mich vollends meinem Vor-Rezendenten anschliessen; dieses nunmehr 6. Sudioalbum ist auch erst bei mir nach mehrmaligem Hören mit Wohlwollen aufgenommen worden. Der Mensch, inkl. meiner, ist ja eigentlich immer geneigt, das Vorherige mit dem Neunen zu vergleichen und es dananch zu bewerten.
Das sollte man hier, wie eigentlich immer, tunlichst sein lassen, da es zu nichts führt. Natürlich hört man auf " Echoes... " gewisse Dinge, die man bereits auf den Vorgängern gehört hat; aber ist das schlimm ? Keineswegs...wie ich meine. Auf dem neuen Album bekommt man die ganze Palette gut gemachter Rockmusik geboten, die als überdurchschnittlich zu bewerten ist. " Echoes... " ist ein weiteres Rockalbum für das Musikgeschichtsbuch geworden. Wer auf guten...zeitlosen Rock steht, der sollte hier bedenkenlos zupacken.
Leider nur ne halbrunde Sache, 5. Dezember 2007
Man hatte ja nach In Your Honor gehofft, dass sich Dave Grohl und Co. bei ihrer nächsten Platte endlich wieder auf ihre Rockerqualitäten besinnen würden, und beim Hören den ersten drei Songs The Pretender, Let It Die & Erase/Replace war diese Hoffnung noch berechtigt, doch schon mit Long Road to Ruin ging die anfängliche Begeisterung wieder flöten. Echoes, Silence, Patience & Grace ist leider ein zweites In Your Honor geworden, nur kürzer, und damit nicht wirklich überzeugend.
Perfekt arrangierte Rocksongs auf durchaus hohem Niveau wechseln sich mit diesen acoustic-schnulzigen Krauterrockballaden ab, die schon auf dem Vorgänger so unterhaltsam waren wie Kaffeetrinken bei Tante Käthe. Und meine Meinung hat nichts mit dem Nichterkennen von 'erwachsen werden, neuen Ufern oder experimentieren' zu tun. Wenn's mal so wäre! Dave Grohl ist für mich einer der letzten wirklich großen, kreativen Musiker. Drummer, Gitarrist, Sänger, Texter, Komponist, Arrangeur ... Der Mann kann alles, und er kann alles gut. Ich kann nicht verstehen, wieso viele seiner Songs in den letzten vier Jahren so strunzlangweilig ausfallen können!
Nicht nur ich halte The Pretender für einen der besten Rocksongs des Jahres, dessen Qualität mit diesem wahren Hammer von Video noch aufgewertet wurde, doch leider steht der Song nicht für das gesamte Album. Stranger Things Have Happened & But, Honestly sind noch zwei Vertreter, die das Prädikat gut gelungen verdienen. Ansonsten nix Aufregendes, nix Neues, nix, was einen vom Hocker haut, 50 Prozent der Platte ist braver, unanstrengender Softrock ohne Biss, ohne Kraft. Das ist viel zu wenig für eine Band, die es, das weiß man, einfach besser drauf hat. So bleibt One By One weiter das Maß aller Dinge bei den Foos. Für mich das beste Foo-Album ever. Und weiter warten wir auf den legitimen Nachfolger...und warten...und warten...
Quo vadis, Foo Fighters?, 30. November 2007
Man sollte eine CD-Rezession nicht unbedingt nach dem ersten Durchhören im Angesicht des ersten Eindrucks verfassen. Was bleibt also nach mehrmaligen Belauschen der neuen Foo-Platte?
Musikalisch: keine Überraschungen, der bewährte Foo Fighter Stil ist auch hier vertreten. Und nein, eine neue Color And Shape ist diese LP wahrlich nicht - vielmehr eine Verschmelzung aller ihrer bisherigen Werke (das Debüt mal ausgenommen).
Der Produktionsstil: hier ein großes Lob, der Klang ist durchweg sauber, detailliert und gut abgemischt.
Stärken: The Pretender, Stranger Things Have Happened, Statues.
Ok: Let It Die, Long Road To Ruin, Home.
Nervt: Erase/Replace (uninspiriert), Come Alive (ziellos), Ballad Of The Braconsfield Miners (trotz der Hintergrundgeschichte deplaziert).
Die Foos liefern wiedermal eine gute Scheibe ab. Zu keinem ihrer bisherigen Alben kann man sagen, dass eines mal ein Reinfall war. Dennoch, auf der kreativen Seite geht Dave Grohl und seinen Mannen so langsam die Luft aus. Alle Lieder sind sehr auf Perfektion produziert, was mitunter den Charme und die Authentizität leiden läßt.
Bleibt zu fragen wie es weitergeht mit den Foo Fighters. Seit One Bye One verschwimmen zunehmend die künstlerischen Grenzen zwischen den Alben, kaum kann man noch jeder LP wirklich typische Merkmale zuordnen. Ich hoffe sie trauen sich endlich mal wieder etwas mehr Kantigkeit und Schieflage zu, anstatt sich wie derzeit von MTV und Co. in Richtung Trallalla-Mainstream ziehen zu lassen. Eine Radioband werden sie doch sowieso nie, und auch unser aller geliebtes Musikfernsehen wird sich nicht von heute auf morgen plötzlich auf Qualität und Orginalität besinnen...
Unglaublich..., 19. November 2007
...druckvoll und dynamisch präsentieren sich die Foo Fighters auf ihrem neuen Album.
Ich bin FF-Fan seit dem 2ten Album, "The colour an the shape" (97), welches mich seinerseits so vom Hocker riss. Mithin kaufte ich mir danach das erste Album (ungeschliffner und rotziger, insgesamt vom Sound her jünger) und natürlich alles was danach veröffentlicht wurde. "One" war ganz klar das schwächste Album und als "In your honor" erschien war ich zunächst auch enttäuscht (änderte sich aber später), dachte die FF würden es nie mehr hinbekommen an ihr altes Niveau der ersten 3 Alben anzuknüpfen.
Trotzdem habe ich mir "Echoes, Silence,..." natürlich sofort gekauft als ich vom release erfahren hatte und ich wurde diesmal nicht enttäuscht!
Dieses Album rockt dermaßen, das es kaum in Worte zu fassen ist. M.m.n. schließt dieses Album qualitativ direkt an "The colour..." an, insgesamt ist es aber noch wesentlich abwechslungsreicher.
Von harten Rocksongs (Pretender, Let it die,...) bis zur intimmen, zart-traurigen Piano-Ballade(Home) wird hier alles abgedeckt, was die FF in ihrer ganzen musikalischen Bandbreite ausmacht. Und ich finde das ist es auch, was ein Lieblingsalbum ausmacht, dass es einen in jeder Stimmung begleiten kann, ein Soundtrack des Lebens sozusagen...
Das ganze Album weisst die beeindruckende Dynamik, Melodiösität und Handwerklichkeit auf, die man von den FF seit den ersten Alben gewöhnt ist. Zusätzlich sind die FF erwachsener geworden - was man schon an den vielen ruhigeren Stücken dem letzten Album erkennen konnte - bauen ihren eigenen Stil auch immer weiter aus, doch ohne sich selbst je untreu zu werden - in den harten Stücken knüppelts voran als gebe es kein Morgen und Dave schreit sich die Seele aus dem Leib - Genial!
M.E. leistet sich das Album nur eine Schwäche, "Cheer Up...", aber das lässt sich leicht verschmerzen angesichts der sonst überagenden Song-Qualität.
Bei anderen Bands ist man oft froh wenn man 2-3 Titel wie "Come alive" auf dem Album hat, und bei den FF ist diese Qualität durchgänig.
Fazit: Kaufen!
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