Kundenmeinungen
Immer wieder gut, 19. Dezember 2007
1979 kam der Film in die deutschen Kinos und ich war damals restlos begeistert! Heute, fast 30 Jahre später und nachdem meine alte VHS Version in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist, freue ich mich, dass es dieses kleine Juwel endlich auf DVD gibt. Nicht nur Stephen King zählt diesen Klassiker zu seinen Lieblingsfilmen, nein, auch ich gehöre zu den größten Fans dieses Streifen. Sicher gibt es viiiiiieeeeel bessere Horror Streifen als diesen aber keiner vereint so viele gute Schauspieler in einem Film! Und überhaupt: der Film macht was her: stimmige Kulisse, ein eklig anzusehendes Monster und eine Menge Spannung.Diesen Film kann ich uneingeschränkt empfehlen!!
Trash Horror von John Frankeinheimer!, 21. Oktober 2007
John Frankenheimer , ein Filmemacher der solch unterschiedliche Filme von solch unterschiedlicher Qualität gedreht hat - von gut wie etwa "French Connection 2" oder "Ronin" über solchen Horror Schrott wie diesen hier der nun erstmalig auf DVD erscheint.Man fragt sich zu recht: Wieso kauft man sich dann einen Film den man selber als Trash bezeichnet: Nun , da ich ja vor nichts haltmache und meine DVD Sammlung neben vielen vielen guten Filmen auch die ein oder andere (muttwillig) gekaufte Trash Perle bietet gehört dieser Film auch nun dazu , denn nur wenn man sich diesen Mumpitz mal angesehen hat weiß man auch welche tollen Filme es auf der welt gibt.Frankenheimer nahm sich ein Öko Thema an (welches ja dann auch in die 70 er passte!) , inzenierte mit dilletantischen Effekte Szenen und lieblos agierenden Schauspielern ein Trash Horror Fest der Extra Klasse.Da kann die Story noch so ambitioniert daherkommen , inzenatorisch liegt dieser Film im untersten Bereich und somit kann dieser Film dem Zuschauer nur noch ein müdes Lächeln und Dauergrinsen bescheren.Für einen anspruchslosen Filme Abend mit einen paar Bier oder bei sehr geringer Aufnahmefähigkeit (nach einem harten Arbeitstag) ist dieser Film bestens geeignet - als Film an sich ist Die Prophezeiung eine einzige Katatsrophe!Die DVD bietet ein solides Bild mit einigen wenigen Verschmutzungen , einen recht dünnen Ton und keine Extras.Film:*Bild:***Ton:**Extras:----
Angriff der Tiermutationen - Öko-Horror von John Frankenheimer, 15. September 2007
"Die Prophezeiung" ist ein zwiespältiger Film. Die Story gibt genug her für einen fantastischen Horror-Schocker, und Regisseur Frankenheimer war einst Meister des Thrillers ("Botschafter der Angst"). In Robert Foxworth und Talia Shire ("Rocky" und "Der Pate") hat er zwei gute Darsteller zur Hand, und doch ist der Film so weit von seinen Möglichkeiten entfernt, dass es fast eine Schande ist.Zum Inhalt: Der Arzt und Wissenschaftler Foxworth wird nach Maine gerufen, um dort merkwürdige Veränderungen in der Natur zu klären. Offenbar verursachen die Abfälle einer Papierfabrik seltsame Mutationen in der Tierwelt. Bald werden er, seine schwangere Ehefrau und eine Gruppe Indianer von einem riesigen Monster durch die Wälder gejagt...Klingt spannend, ist es aber nur bedingt. Doch zunächst das Positive - der Film beginnt mit einer sehr eindrucksvollen nächtlichen Sequenz, die Lust auf mehr macht. Die Cinemasope-Fotografie ist hervorragend und fängt die Wald- und Seenlandschaft Maines wunderbar ein. Die Darsteller geben ihr Bestes, und das Drehbuch versucht den Kampf Natur gegen Zivilisation, bzw. Ausbeutung der Natur durch den Kapitalismus, auch anhand des dezimierten und unwürdig lebenden Indianerstammes (angeführt von "Mambo King" Armand Assante), zu thematisieren. Hier liegt aber schon die erste Schwachstelle, denn das Ganze ist für den eigenen Anspruch viel zu naiv und grobschlächtig geraten. Gut und Böse sind hier klar aufgeteilt. Alle, die mit der Fabrik zu tun haben, sind die wahren Monster, egal ob sie als rücksichtslose Kapitalisten oder dumme Mitläufer gezeichnet werden. Alle, die sich der Natur verschrieben haben, sind ohne Fehl und Tadel. Das ist zwar lobenswert, aber langweilig. Dazu kommen schlechte Spezialeffekte und wirklich alberne Einfälle wie mutierte Kaulquappen und durchgedrehte Stinktiere, die Foxworth und Gattin überfallen. Selbige Gattin ist übrigens schwanger - ein unsinniger Handlungsstrang, der nie zur Auflösung gebracht und am Ende sogar komplett vom Film vergessen wird. Man fragt sich, was er überhaupt in der Geschichte zu suchen hat, zumal die arme Talia Shire deswegen den ganzen Film hindurch schlecht gelaunt, von Übelkeit übermannt und verheult spielen muss, was die reine Verschwendung von Talent ist.Das Monster des Films sieht aus wie ein von innen nach außen gekrempelter Bär und kann zu keiner Sekunde überzeugen. Allein die Nachkommenschaft jenes Monsters, zwei Monsterbabies, wirken unheimlich und beängstigend. Echte Spannung entsteht selten, und das Finale zieht sich wie Kaugummi.ABER - vieles an "Die Prophezeiung" ist so schlecht, dass es schon wieder Spaß macht. Stephen King hat in seinem Sachbuch "Danse Macabre" den Film sogar zu seinen Favoriten erklärt, gerade weil er so schön schundig ist. Und auch ich kann "Die Prophezeiung" merkwürdigerweise immer wieder sehen, obwohl ich ihn eigentlich nicht gut finde. John Frankenheimer hat nebenbei am Ende seines Lebens einen ähnlichen Film gedreht, den furchtbar misslungenen "D.N.A. - Experiment des Wahnsinns", und auch der besitzt diese Qualität. Ich bin trotzdem froh, dass "Die Prophezeiung" auf DVD erscheint, denn allein die gute Kamera und die Darsteller lohnen das Ansehen. Hier muss jeder selbst entscheiden. Wer eine Vorliebe für gut gemachten Trash und naive Öko-Botschaften hat, dem könnte "Die Prophezeiung" trotz aller Schwächen gefallen. Wer nach Action, Tempo und hochklassigen Effekten sucht, wird hier nicht bedient.Die DVD bietet den Film in guter Bildqualität (Cinemascope), aber keinerlei Extras.
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