Kundenmeinungen
Alte Meister in neuem Gewand, 5. April 2008
Diese CD mit einem Streifzug durch beliebte "himmlische Hymnen" habe ich mit Spannung erwartet. Marc Marshall erwähnt im vorliegenden Booklet, dass er einige dieser Titel von einer alten Schallplatte kannte, gesungen von dem unvergessenen Bariton Heinrich Schlusnus, den ich ebenfalls sehr hoch verehre. Und genau diese Schallplatte besaß ich ebenfalls einmal. Es versteht sich von selbst, dass alle hier auf der CD gesungenen Titel am Anfang erst einmal komplett neu bearbeitet, arrangiert und instrumentiert werden mussten, da nicht, wie üblich, von EINEM, sondern von ZWEI männlichen Interpreten in unterschiedlichen Stimmlagen dargeboten. Diese sicherlich nicht leichte und arbeitsintensive Aufgabe hat der Engländer Richard Whilds übernommen.So bietet sich nun hier eine Version der klassischen Titel in völlig neuem Gewand. Diese Version ist ÜBERWIEGEND MINDESTENS so gut wie das, was man bisher kannte. Ich greife nur einige Titel heraus: Bei Jesus bleibet meine Freude ist die ursprüngliche Bachsche Lebendigkeit wunderbar erhalten geblieben, die beiden Ave Maria's von Bach-Gounod und Mascagni erklingen einzigartig, wie auch fast alle anderen Titel. Es ist eine Freude, den alten Meistern, dargeboten von den tollen, einfühlsamen Stimmen von Marshall & Alexander nebst Begleitung, zu lauschen und die wundervollen Klänge zu genießen. Dennoch muss ich hier etwas einschränkend sagen. Das Ave Maria von Schubert ist eine Hymne aus Ellens drittem Gesang an die Jungfrau Maria, im Original mit mehreren Strophen, also reichlich Text und natürlich von einer Frauenstimme gesungen. Auf dieser CD hat man den ursprünglichen Text fast vollständig gestrichen und sich auf einige lateinische Worte beschränkt, die laufend wiederholt werden. Natürlich ist der Original-Text nicht auf zwei Männerstimmen übertragbar. Dennoch hat es mich gestört, da ich die komplette Hymne samt Text kenne; vielleicht hätte man hier diesen Titel weglassen sollen. Das sonst vom Tempo her eher getragene Ave verum von Mozart wird hier relativ schnell mit Kinderchor-Begleitung runtergeleiert, so empfinde ich es jedenfalls. Die Titelmelodie "ODE AN DIE FREUDE", bekanntermaßen immer wieder als fulminante monumentale HYMNE dargebracht, erscheint hier total gegensätzlich. "Wir haben uns für eine liedhafte Form entschieden", sagen M & A. "Es könnte auch eine mittelalterliche Tanzmusik sein, mit einer fast lieblich anmutenden Gitarrenbegleitung." Götterfunken, die wie Glühwürmchen leicht und anmutig durch den Sommerabend hüpfen - ob Beethoven das so gemeint hat?Kunstempfinden ist nun einmal sehr individuell - wen die beschriebenen einzelnen Andersartigkeiten nicht stören, wird an dieser Darbietung viel Freude haben; denn insgesamt gesehen ist die CD einzigartig.
Himmlische Klänge von einem "göttlichen Duo", 28. Oktober 2007
Marshall & Alexander präsentieren Klassik von Schubert über Bach, Mozart bis Mendelssohn-Bartholdy. Das machen sie auf eine Art und Weise, die unbeschreiblich ist. Stimmgewaltig öffnen sie die Tür in eine andere Dimension. "Musik ist unsere Religion", wie sie selbst sagen und das spürt man bei jedem einzelnen Lied. Durch ihre ausdrucksstarken Interpretationen bringen sie uns klassische und geistliche Musik näher und versetzen sich selbst und den Hörer in eine Stimmung, die tiefste Emotionen auslöst.Ein himmlisches Album von einem "göttlichen Duo"....
Göttliche Stimmen, 7. September 2007
Ich bin seit nunmehr zwei Jahren ein Fan des Topduos.Habe es auch mal geschafft ein Konzert zu besuchen von der "try to remember Tour".Es ist Wahnsinn was die beiden stimmlich auf die Beine stellen.Insofern finde ich die beiden ,ähnlich wie der neue Titel deren CD, einfach nur göttlich.Zwei Männer die sehr charmant ihre Musik dem Publikum vermitteln ohne abgehoben zu wirken.Obwohl sie dies ohneweiteres sein könnten.Jay Alexander is mehr so mein Favorit von den beiden aber trotzdem würde ich sagen klingen beide zusammen erst ausgeklügelt und harmonisch...Ob es wohl eine göttliche Fügung ist?? :-)Ich hoffe und erwarte das wir noch vieles dergleichen von den beiden hören werden.Wünsche es ihnen jedenfalls.Was ich damit eigentlich sagen will ist das man Musik von den beiden blindlings kaufen kann.Man wird sie lieben und nicht wieder hergeben wollen.
Bewegendes - Zum und vom Duo Marshall & Alexander (Vorab - Anmerkungen!), 5. September 2007
. Marshall & Alexander ließen ihr Publikum auf dem Weg durch ihre mittlerweile 10-jährige Duo-Karriere niemals über ihre weitreichenden musikalischen Umtriebigkeiten im Unklaren - vielleicht weniger auf ihren bisherigen, sich vorallem durch die Musik aus über 50 Jahren Popgeschichte bewegenden sowie von zahlreichen Pop-Eigenproduktionen geprägten Alben als viel mehr noch in ihren Live-Konzerten. Ihre signifikante sängerische Ambitioniertheit lässt sie mit übertragbarer Emotionalität und großem Engagement alles singen, was ihre derzeit immer noch weit und breit einzigartige, außergewöhnliche Stimmkombination und -harmonie von (pop-jazzig warmen) Bariton und (klassisch kühlem) Tenor hergibt und das ist eine ganze Menge. Im Laufe der Jahre hat sich um das Duo bei all dem kreativen Sich-selbst-Ausprobieren ein sich vielschichtig interessierendes Publikum versammelt, das sie gerade deshalb ständig mit zahllosen Wünschen kreuz und quer durch die Musiklandschaft überschüttet. Das wiederum hat zur Folge, dass das Publikum dementsprechend unermüdlich mit musikalisch wechselvoller Bewegung konfrontiert, oder besser gesagt, unterhalten wird. Wenngleich seit Jahren für mich persönlich genau DAS das war und nach wie vor ist, was ich immer wollte, so müssen Künstler "dieser Art" allerdings auch damit leben, dass auf Grund eben dieser großen Varianz Teile ihres Publikums ebenfalls in "Bewegung" bleiben, sprich abtriften oder hinzukommen. Vor diesem Hintergrund bleibt es im Hinblick auf die sängerisch-künstlerische Entwicklung ein mitunter äußerst schwieriges Unterfangen, vorallem sich selbst treu zu bleiben. Ungeachtet der nicht unbedingt in allen Details für ihr Publikums verständlichen einzelnen Sidesteps in der Vergangenheit, gelang es Marc Marshall und Jay Alexander durchaus immer, ihre spezifische Identität zu bewahren - als Solisten ebenso wie als Duo. Mit ihrem demnächst vorliegenden Album dürfte sich dies erneut bestätigen. Wie bereits mit ihrem traditionellen Weihnachtsliederalbum (2006) offenbaren sie auch jetzt gegenüber ihren vorangegangenen Werken einen ganz klassisch geprägten Abschnitt ihrer Sängerkarriere. Back to the roots, könnte man diese, wie sie es selbst nennen, "Konsequenz des eignenen Schaffens" vielleicht auch bezeichnen, denn ihre Professionalität auf diesem Gebiet verdanken sie letztlich ihrer klassisch fundieren Ausbildung, die sich nun mit künstlerisch und menschlich gereiften Erfahrungswerten verbindet und zu einer neuen Qualität aufsteigt. Ich gehöre zu den Glücklichen, die vor kurzem einige Lieder direkt vom neuen Album als auch live, insbesondere zu ihrer Kirchentourpremiere mit gegenüber der CD kleiner, feiner Tour-Besetzung erleben durfte [Adrian Werum/Musikalischer Direktor (Harmonium, Geige), Klaus Jäckle (Gitarre, Laute, Zither) und Frank Lauber (Flöte, Klarinette, Percussion)], was mich hier zu folgenden Anmerkungen vor Veröffentlichung des Albums veranlasst:Die bekannten, jedoch neu für zwei Stimmen, teilweise mit Chorsatz sowie gegenüber den Originalen mit veränderter Instrumentalisierung arragierten ursprünglichen Soloarien und geistlichen Lieder bieten - trotz weitgehender Werktreue in der Basis - neue, exzellente Klang- und Sinnenerlebnisse. Beethoves titelgebende "Ode an die Freude" beispielsweise überrascht mit einem ungewöhnlich kammermusikalisch barock anmutendem Klangkörper. Marshall & Alexander warten insgesamt mit tief berührenden, seelenbewegenden Interpretationen auf. "Gefühlte, fühlbare Religion", nennen sie es und das mag zweifellos stimmen. Zwei Titel lassen Marc Marshall (Gott ist mein Hirte) und Jay Alexander (Pietà Signore) zu wahrhaft innbrünstigen Gebeten werden - das waren ganz sicher die brillianten Highlights des Konzertes und werden es wohl auch auf der CD sein. In allen zweistimmigen Liedern aber tritt die wunderbare Homogenität und Harmonie der beiden unterschiedlichen Stimmen intensiv zu Tage und man möchte nicht aufhören, ihnen zu lauschen. Das Duo wird erstmals auf CD vom Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim begleitet; der Gewandhaus Kinderchor Leipzig gab bereits einen sehr schönen Background auf dem oben erwähnten Weihnachtsliederalbum ab. Ein Wort ergänzend zur derzeit abgebildeten (voraussichtlichen) Artwork, die zur Abrundung und - zumindest äußerlichen - Bewertung eines jeden Produktes dazu gehört. Der mir vorliegende Konzertflyer lässt auf ein ebenso schön fotografiertes Booklet zum Album hoffen. Die gekonnt präsentierte Lässigkeit dürfte den Anspruch der Künstler, hohe Tonkunst in Verbindung mit geistig-christlichen Werten als ganz Alltägliches, als Normalität erscheinen zu lassen, hinreichend wirkungsvoll zur Geltung zu bringen. Dem wird allerdings ausgerechnet das derzeit vorgestellte Cover bei genauer Betrachtung leider nicht gerecht. Weil der klangvolle Titel bereits für sich selbst spricht, wirkt das Design nahzu popkitschig überzogen, gar ein bisschen selbstgefällig missverständlich; hinzu kommt eine unperfekte Ablichtung der Künstler. Gut gemeinte, aber verfehlte Artwork und insofern auch Wirkung. Trotzdem: Auf den wahren Inhalt und dessen Interpretation kommt es letztlich an und so darf man auf die Wirkung des musikalischen Werkes gespannt sein! Aus meiner Vorab-Sicht dürfte Klassikinteressierten und solchen, die es werden wollen, sowie insbesondere auch christlich orientierten Musikfreunden ein Top-Album ins Haus stehen! Marshall & Alexander beweisen sich und ihrem Publikum aufs Neue, wie sehr intensive Arbeit künstlerische Entwicklung vorantreiben kann.Überdies: Wer noch keine Karten für Ihre Kirchentour (Oktober 2007/ Januar 2008) hat, sollte sich sputen! Ein Besuch lohnt sich!orig. 02.09.07/geä. 17.09.07
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