Kundenmeinungen
Nicht ganz so toll wie die beiden vorigen Alben, 31. Januar 2008
Ich würde mich durchaus als Fan von Annett Louisan bezeichnen, aber die beiden vorangegangenen CDs haben mir deutlich besser gefallen. Auch hier gibt es tolle Lieder: 'Ende Dezember' und 'Das alles wär nie passiert'. Aber der Rest ist leider nicht so toll, sondern ein bisschen eintönig und manchmal verkrampft - während vorher für mich alle Songs ein Hit waren. Schade! ich hoffe auf das nächste Album!
gelungen, 5. Januar 2008
Für das 3. Album - echt gut!
Sicher ist es schwer immer wieder mit neuen Songs zu begeistern!
Annett ist es gelungen.
Ich finde die Texte lebensnah und andererseits so schön frech!!!
Das macht den Tag einfach besser!
Für mich ist das die perfekte Musik, wenn ich mit dem Auto allein unterwegs bin.
Andrea
Ne Künstlerin mit Niveau-Steigerung, 21. Dezember 2007
Im Gegensatz zu anderen Stars und Sternchen schafft es Frau Louisan sich von Album zu Album zu verbessern.
"Boheme" war für eine neue Künstlerin schon ein Top Einstiegsalbum, hatte jedoch hier und da noch unausgereifte Punkte. "Unausgesprochen" war da schon witziger und intelligenter, aber "das optimale Leben" überragt beide Vorgänger um Weiten.
Die Texte sind scharfsinnig und tiefgreifend, Die Musik (für derartige Musik) extrem abwechslungsreich und die Stimme der Sängerin ist ohnehin zu reinlegen.
Für ausgedehnte Badewannenaufenthalte bei Kerzenlicht absolut zu empfehlen.
Jedes Lied ein kleines Kunstwerk, 7. Dezember 2007
Das dritte Album von Annett Louisan versetzt mich wieder in Staunen und Bewunderung für soviel Geschick, Anmut und Witz in der Beschreibung bestimmter Situationen des Lebens. Annett bringt jede Nuance dieser originellen Texte von Frank Ramond in ihrer feinen Art genau auf den Punkt. Sie ist eine begnadete Chansonsängerin, die auch die feinsten Nuancen zum Klingen bringt. Jedes Lied ist ein kleines Kunstwerk, perfekt abgestimmt in Musik und Text, immer mit kritischem Blick und leicht ironischem Witz zum Nachdenken anregend.
Annett Louisans's Chansons sind eine große Bereichung unserer deutschen Musiklandschaft und unbedingt empfehlenswert!
Das (Fräulein)wunder geht weiter, 29. November 2007
Das erste Album von Annett Lousian war wirklich schockierend. Musik für Menschen jenseits der Pubertät - augenzwinkernde deutsche Texte ohne Schlagermurks und grönemeiersches Emo-Geholze, dazu eine internationale Produktion und eine wunderbar französische Leichtigkeit - darf es das geben?
Inzwischen ist das Fräuleinwunder keine Eintagsfliege mehr, und auch auf dem dritten Album macht sie, außer dem blöden Titel, vieles richtig. Wer "Zu nah an den Vorgängern - zu wenig Weiterentwicklung" mäkelt überhört die feine Weiterentwicklung.
Schon im ersten Stück zeigt sich eine südamerikanische Lebendigkeit, die dem vormals etwas zu introvertierten Ton Energie einhaucht. Auch "Er" gewinnt mit Percussions und entspannten Bläsersätzen, und "Rosenkrieg" ist ein astreiner Bossanova.
Noch überraschender ist "Die Wahrheit" mit leichtem Funkappeal, Easy-Listening-Chören und einer Prise Zickigkeit in der Stimme. Plötzlich bekommt die junge Sängerin Biss, wo sie zuvor übertrieben elegisch und erwachsen sein musste. Bei Stücken wie "Ich ...be dich" wird sie sogar ein wenig poppig.
Natürlich gibt es auch die tiefschürfenden Balladen ("Wenn man sich nicht mehr liebt", "Ende Dezember"), und einige Songs gehen etwas zu glatt runter ("Die sein", "Dings").
Vor allem sind es wieder die konsensfähigen Texte von Frank Ramond, die zwischen gefällig und provokativ sämtliche Facetten des modernen Großstädters reflektiert. Auch dieses Mal wird vor allem liebevoll das Männerbild mit all seinen Klischees zerlegt.
Nur selten sind die Wortspiele etwas zu sehr auf künstlerisch gebürstet und lassen die Selbstverständlichkeit des Debüts vermissen.
Vor allem die Produktion wagt sich dieses Mal hörbar aus der Chansonecke heraus, zeigt dabei mehr Facetten und grenzt die Stücke stärker von einander ab.
Das Album zeigt eine Künstlerin, deren hoher Wiedererkennungswert auch nach dem dritten Album noch funktioniert. Für den ganz großen Wurf wünscht man ihr noch rauhere Arrangements, eine Messerspitze Elektronik oder die Wucht einer Bigband.
Bis dahin darf das Wunder weitergehen.
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