Kundenmeinungen
Dopes To Mediocrity?, 14. Juni 2008
Selbstreferenziell.Das ist das erste, was jedem langjährigen Monster Maget Fan durch den Kopf schießen dürfte, nachdem er 4-way Diablo einmal komplett gehört hat.Nachdem Sänger und Songwriter Dave Wyndorf wieder mal um ein Haar der Selbstzerstörung entgangen ist, präsentieren er und seine Band mehr eine Bestandsaufnahme als ein neues Album die aber mit aller Energie und Attitüde, die zu Monster Magnet gehören.So findet sich zu beinahe jedem Song auf dem Album ein mehr oder weniger offensichtliches Pendant in der Vergangenheit. 'No Vacation' etwa hieß zwar früher 'Atom Age Vampire', erschien aber schon genauso zu Love Monster Zeiten, während sich die Rolling Stones Nummer '2000 Light Years From Home' natürlich wunderbar in die Reihe der Retro-Covers einfügt, zu der schon Velvet Underground, MC5, die Stooges und diverse andere zählen. 'Im Calling You' schlägt die gleichen Töne an, wie es auf dem Vorgänger 'Monolithic, Baby!' noch das David Gilmour Cover 'Theres No Way Out Of Here' tat und wenn man bei 'Slap In The Face' nicht an den Magnet-Klassiker 'Temple Of Your Dreams' denkt, dann wahrscheinlich nur, weil man das Album 'Powertrip' nicht im Schrank stehen hat. Und so weiter...Nichtsdestotrotz: Wyndorfs "Well Im back, I got a cock made out of platinum" im heimlichen Opener 'Wall Of Fire' hämmert dem Hörer unweigerlich ein breites Grinsen ins Gesicht und es gibt auf 4-way Diablo keinen Song, der diese Stimmung wieder kaputtmachen würde. 'Youre Alive', 'No Vacation' und 'Slap In The Face' wummern anständig drauflos, während Stücke wie 'Cyclone', 'A Thousand Stars' oder 'Solid Gold' mit einem gelungen bluesigen Touch aufwarten. Dazu ein Schuss Psychedelia bei '2000 Light Years From Home' und auch mal ein paar ruhige Töne mit 'Im Calling You' oder dem entrückten 'Little Bag Of Gloom'.Ausnahmslos begeisternd ist auch wieder Ed Mundells Gitarrenarbeit, der wie gewohnt sowohl bei den psychdelischs Riffs ('Freeze And Pixelate'), den lässigen Melodien ('A Thousand Stars') als auch seinen Soloeinsätzen ('Cyclone') zeigt, wie Coolness zu klingen hat.Insofern haben Monster Magnet auch hier wieder ein Stück ehrlichen, dreckigen Rock'n Roll hingerotzt, der genau so groovt und knarzt, wie man es von den Bullgodjungs erwartet. Dennoch Abzüge in der B-Note, denn wenngleich die Band nicht zu jedem Album eine stilistische 180°-Drehung vollführen muss, darf es schon mehr als eine bessere Greatest Hits Compilation sein...
entgiftet, 15. April 2008
Dave Myndorf ist frisch entgiftet, ging mit dem Rauch aber auch seiner Genialität verlustig. Die Coverversion von 2000 Light Years From Home" ist aber nett. Fazit: Nicht schlecht, aber auch nicht gut. Zumindest nicht sehr.
Endlich wieder da!, 25. Januar 2008
Darauf habe ich gewartet - eine volle Breitseite dreckigem Rock.Das ist Monster Magnet - geile Gitarren - geile Stimme - laut gewaltig.Das einzige Lied das nicht richtig bei mir zündet ist diese Cover Version.Aber: Wenn die Cover Version das einzig schlechte Lied ist - na dann istja noch genug Idee für weitere Platten da- weiter so.Das zieht rein.
Das Schaf im Wolfspelz, 6. Januar 2008
Hat man hier etwa einen klassischen Fall von Etikettenschwindel vorliegen?Ich denke, irgendwie schon:Erweckt doch der herrlich diabolisch klingende Albumtitel und das dazu passende Coverartwork bei mir die Erwartung, einen ähnlichen Brocken wie "Powertrip" oder "Monholithic Baby" durch die Lauschorgane gejagt zu bekommen, werde ich bereits beim eröffnenden Titelstück eines Besseren belehrt. Wo bleiben die mörderischen Grooves und zwingenden Hooklines?Stattdessen dominiert hier zwar ganz netter, aber auch recht biederer und belangloser Garagenrock.Bei dem darauffolgenden "Wall Of Fire" geht es etwas kerniger zur Sache, doch klingt auch dieser Song letztendlich nach aufgewärmtem Kram von vorgestern.Das folgende "You're Alive" ist mit seinen nervig-noisigen Effekthaschereien 'gar ein echter Rohrkrepierer...Dieses Spiel wiederholt sich über die ganze Albumlänge:Permanente akustische Lethargie, zwischenzeitlich unterbrochen gleichermaßen von lichten Momenten ("Blow Your Mind", "Cyclone", "Slap In The Face")und derben Abstürzen ("No Vacations", "Little Bag Of Gloom"...).Fazit: Da ich mir "4-Way Diablo" selbst nach mehrfachen Durchläufen nicht "schön"-hören konnte, muß ich hiermit das aktuelle Werk der Herren Wyndorf & Co. als eine ziemlich herbe Enttäuschung abtun.
Tendiere.., 26. November 2007
..eher dazu den Befürwortern dieses Album zuzustimmen,vom Kollegen aus Wien bereits detailliert begründet, auch m.E. in Songwriting und Produktion gelungen, nicht ganz "Dopes.., aber 3/4tel des Materials packt direkt. Eigentlich 4 Sterne, den 5.ten gibt es fürs "Wiederaufrappeln" und weil bald Weihnachten ist.
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