Kundenmeinungen
Sehr gut aber leider nicht gut genug!, 18. September 2007
War "Fire in Distant Buildings" schon Nick Talbots Meisterwerk? Die neue CD
kann mich nicht so überzeugen. Die Texte sind wieder grossartig und genial,
nur die Musik ist etwas indifferent geworden. "She Dances" endet am Schluss
in einem lauten Superriff, aber der Song ist sonst nicht straight genug.
"Hollow Men" brettert los, geiles Stück, als Hitsingle gedacht? Das Instrumental "The Western Lands" bringen Calexico 1000mal besser und das
schon vor Jahren. Die besten Lieder sind "Song among the Pine" und die
leisen "Grand Union Central" und "The Collector". Der Rest, na ja! Der Kauf
lohnt sich natürlich schon (der Texte wegen), aber muikalisch bin ich etwas
enttäuscht.
Es wird Herbst, 15. September 2007
Genau genommen ist er sogar schon da. Die Blätter fallen von den Bäumen, das Laub bildet auf der Straße einen undurchdringlichen Wall, die Tage werden kürzer und ein paar Vögel fliegen bereits wieder gen Süden. Sie haben noch keine Blätteransammlungen gesehen? Keine Wildgänse die sich Richtung Nordafrika bewegen? Aber sie halten die neueste Gravenhurst-Scheibe in den Händen und was wenn nicht Herbst, kann diese Platte sein? Nick Talbot hat somit den Veröffentlichungstermin mal wieder geschickt gewählt, erschien sein letztes Düsterwerk am 21. Oktober, so ist es dieses mal der 7. September, was unweigerlich zu dem Schluss führt: der Herbst ist wieder länger geworden. Hatte einen "fires in distant buildings" damals gehörig aus den Latschen geworfen, hatte man sich gefragt, wie jemand so poetisch schön und doch so unheimlich dunkel und morbide texten konnte, bleibt dieser Überraschungseffekt dieses mal aus.
Die Stimme ist immer noch nicht Jedermanns Sache, ebenso die Texte, aber doch muss man anerkennen, dass es in gewisser Weise zeitlose Kunst ist, die Talbot hier fabriziert. Die Drumming-Parts wurden gehörig zurückgeschraubt, der, vermutlich bei Konzerten wieder am Abschluss tätigen, Akustikgitarre wurde mehr Raum zugesprochen. Anspieltipps gibt es keine, allenfalls die Empfehlung sich ebenso wie diese CD auch noch die "flashlight seasons" zu besorgen, welche ein noch intensiveres Gefühl der Hilflosigkeit und des Schmerzes vermittelt. Aber: "maybe god is desperate too" Ja, vielleicht ist er das tatsächlich.
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