Kundenmeinungen
Stuart Price + Seal = sphärischer Dancefloor-Pop, 13. Dezember 2007
Ich persönlich find's immer spannend, wenn ein Künstler neue Wege einschlägt. Nelly Furtado hat letztens mit "Loose" bewiesen, wie erfolgreich das verlaufen kann.
Seal hat nun die schönen, romantischen Schmuseballaden hinter sich gelassen (obwohl das bei seiner Stimme nur halb möglich war) und sich dem Discopop zugewendet. Die erste Single "Amazing" beweist Hitpotential. Wird womöglich ein Top-Ten-Hit und das Album ...mal sehen, wie sehr erfolgreich es wird??
Das gemeinsame Duett "Wedding Day" (mit seiner hübschen Frau Heidi Klum) ist überraschend gelungen. Ich find's schon. Etwas kitschig aber auch sehr emotional. Klums Stimme tut auch ned weh oder stört auch ned. Wahrscheinlich wird das eine Single werden...
Kann allen Musikfreunden empfehlen dieses Album mal anzuhören.
Gemischte Gefühle...., 11. Dezember 2007
Also meiner Meinung nach hat Seal genug schwülstigen Knatsch-Pop gemacht. Noch mehr seichtes Gejammer hätte ich nicht ertragen. Ich sehe in dem neuen Album einige Parallelen zum Erstlingswerk. Endlich mal wieder kraftvolle Uptempo-Nummern! Ich bin ganz zufrieden, hoffe allerdings noch auf ein paar Bonbons in Form von Remixen und bisher unveröffentlichten B-Seiten, damit ich mir dann mein ganz persönliches Seal - System zusammenstellen kann....
klasse!, 3. Dezember 2007
Dieser Mann überrascht! Nun wissen ja alle, wer dieses Ding produziert hat und wirklich: es gibt ein paar Parallen zu Confessions! SO what? Das Album ist klasse, und nur der Song mit der nervigen Heidi könnte ohne besser sein. ABer diese Musik ist sphärisch, die Stimme wirkt wie immer und cih bin so froh, dass er dieses Album gemacht hat! Besser als Ne-yo zu bemühen (sorry, Kylie, aber das bist du nicht mehr..) oder wiil.i am , denn das geht nur mit Fergie..oder Timbaland..der ist klasse (Harry Belafonte und sein EHH-eH..grüßen bei nelly und justin schon..) oder Pharrell Williams (nein...Madonna, den nehm` lieber nicht...) oder ein swing album zu machen! Seal ...wie auch my vision vom trevor horn album...danke, denn dieses Album ist klasse.. Loaded..amazing...und jeder track ist besser als manche remix version...unn wer das mag: September.. cry for you...oder booty luv.... kauft das album!
Von belanglosen Techno-Beats verklebter Pop..., 30. November 2007
Mit System scheint Seal bei seiner neuesten Platte nicht unbedingt heran gegangen zu sein. Seine neueste Scheibe mit Namen "System" wurde ja als das Highlight des Pop-Jahres 2007 verkauft und wenn schon Seal drauf steht, hofft man natürlich auch dementsprechend auf Qualität.
Tja, wie soll ich es am besten ausdrücken? Nein. "System" ist leider nicht mehr als belangloser Durchschnitts-Pop, der einfach überhaupt nicht überzeugen kann. Der Opener "If it's in my mind, it's in my face" stellt dabei noch fast den stärksten Song der Platte dar, obwohl man auch hier schon die Anzeichen der schwachen Produktion zu spüren bekommt. Trotzdem ist der Eröffnungs-Titel ein wirklich starker Pop-Song geworden, dem Seal mit seiner samtigen Stimme noch die fehlende Krönung gibt.
Doch dann fängt der Qualitätsverfall meiner Meinung nach schon langsam an. Die Single "Amazing" ist noch halbwegs hörbar, da der Ohrwurm-Charakter noch ein wenig hoch gehalten wird, doch schon wieder fällt mir die störende Produktion auf, die aus "System" kein wirklich gutes Album macht. Anscheinend waren auch hier die Produzenten zu Gange, die schon das musikalisch an sich nicht schlechte "Confessions on a dance floor" von Madonna produzierten, doch trotzdem kann ich mich mit diesem 08/15-Techno-Sound irgendwie nicht ganz anfreunden!
"Just like before" und das anschließende "Loaded" sind nicht mehr als durchschnittliche Popper, von denen Seal bis dato noch nicht wirklich viele veröffentlicht hat. Das gleichermaßen unnötige wie vorhersehbare Duett mit seiner Ehefrau Heidi Klum stellt dann aber eindeutig den bisherigen Tiefpunkt von "System" dar. Einfallsloser Text trifft auf langweilige Melodie und Klum's untalentierten Gesang. "Wedding day" war zwar abzusehen, hätte man aber einfach nur weg lassen sollen!!!
Erst fünf Tracks gehört und schon spürt man eine gewisse Unzufriedenheit in sich, die sich mit dem mickrigen Rest leider nicht mehr legen wird, denn die restlichen Songs muss man, bis auf den etwas besseren Titeltrack, einfach nicht gehört haben. Nachdem man sich "Amazing" ein zweites Mal in einer unnötigen Remix-Version anhört ist Seal's neuester Output auch schon wieder vorbei.
Auf der einen Seite sind zehn neue Songs für ein Pop-Album viel zu wenig, doch in diesem Falle war ich irgendwie froh, dass da nicht noch mehr kam!
Auch wenn es drastisch klingt: "System" ist für mich nicht mehr als unterdurchschnittlicher Pop, der durch die Techno-artige Produktion total verhunzt wurde. Das Seal's Soul-Stimme dabei viel zu kurz kommt muss dabei wohl gar nicht mehr erwähnt werden...
Das Cover finde ich aber super...
Die ehemalige Pophoffnung im Formtief, 29. November 2007
Seal musste sich immer gegen den Vorwurf wehren, nur eine weitere Stimme für Trevor Horns Produktionsfantasien zu sein.
Nun sind seit seinem bahnbrechenden Debüt und dem wunderbaren zweiten Album Jahre vergangen, und wehmütig denkt man an "Future Love Paradise", "Killer" und "Bring It On" zurück, denn danach hat er sich mehr und mehr zum Lieferanten von radiofreundlichem Pop entwickelt. In letzter Zeit ist der Sänger eher durch Gesangseinlagen bei Automobilpräsentationen und seine omnipräsente Frau aufgefallen.
Nun steht eine erneute Wandlung an, und wieder geht der Impuls vor allem vom Produzenten aus. Dieses Mal ist es Stuart Price, und das Ergebnis ist ähnlich gradlinig wie Madonnas "Confessions On A Danclefloor".
Von der vielschichtig pulsierenden Rafinesse der frühen Werke bleibt dabei leider kaum etwas übrig - stattdessen wurde dem Sänger ein banales Umpa-Umpa-Dancekorsett übergestülpt.
Schon der Opener enttäuscht mit Simpelakkorden, Stampfrhythmus und seltsam antiquirtem Synthisound. Die Single "Amazing" und "Rolling" klingen wie Madonnatracks mit neuer Gesangspur, und auch "Dumb" scheint mit seiner deplatzierten Akustikgitarre ein Abfallprodukt von "American Life" zu sein.
Bei "Just Like Before" nähert er sich mit schimmernden Gitarren alten Idealen, doch auch hier mangelt es an einer Songidee. So rauschen die Stücke mit austauschbar aufgeblasener Produktion am Ohr vorbei.
Einziger Lichtblick hätte trotz des platten Textes "Wedding Day" werden können, wenn er seine Frau aus dem Spiel als Duettpartnerin gelassen hätte. So bleibt nur der schöne letzte Titel "Immaculate", der an alte Zeiten erinnert.
Selbst Seals eigenständiges Timbre kommt gegen die Produktionssoße nicht an- er klingt matt und angestrengt.
Vielleicht soll diese CD einen Schritt nach vorne zeigen, nur ist dabei alles, was Seal ausgemacht hat, über Bord gekippt worden. Das Ergebnis klingt, als hätten sich alle Beteiligten gelangweilt - das denkbar Schlechteste, was Musik ausstrahlen kann.
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