Kundenmeinungen
Monotones Album mit wenig Highligths, 24. September 2007
Nachdem HIM mit dem wechsel vom BMG zu dem Ami-Label Sire ein Album herausgebraht hat das eigentlich eher in einem Aufzug statt in der heimischen Anlage gespielt werden sollte war ich zunächst erfreut über wieder etwas härtere Klänge wie aus der Anfangszeit. Auch Ville Vallos Stimme kann von Anfang an überzeugen.
Leider ist Venus Doom aber ein Meisterwerk der Monotonie. Leute die HIM seltener hören werden denken, dass dieses Album einfach ein einziges langgezogenes Lied ist. Fans aus den Zeiten von "Greatest Love Songs" und "Razorblade Romance" verpassen nichts aufregendes wenn sie dieses Album auslassen.
Beim entfernen der Einschweißfolie der limited edition sollte man übrigens aufpassen und nicht den Aufkleber mit der Tracklist zerreisen, da man diese im Booklet vergeblich sucht. Da sich das meiste aber, wie bereits erwähnt, sehr ähnlich anhört ist dies aber auch weniger tragisch.
Fazit: Ein leider nur mittelmäsiges Album, das wie der direkte Vorgänger einfach nicht an die Klasse der älteren Werke rankommt.
Hervorragendes Album, 14. September 2007
Endlich ist es da, das neue HIM Album! Genauso wie beim letzten Album Dark Light freue ich mich riesig darauf, neuen Klängen der finnischen Düster-Formation zu lauschen. Und was ich zu hören bekomme übertrifft alle Erwartungen: Fetzige, innovative und extrem metallastige Stücke krachen mir aus den Boxen entgegen, wie man es zuletzt auf dem Debüt erleben konnte. HIM sehe ich hundertprozentig als Rocker, nicht als Metaller, aber beim Debut und jetzt auch bei Venus Doom geht das ganze doch eher in Metal als in Rock über. Macht nichts, dieser Sound steht den Finnen genauso gut wie der typische HIM Rock-Sound von RR oder Dark Light.
Das erste Lied ist direkt der Titeltrack und überzeugt mit seinem hypnotisierenden Refrain, in dem sich Valo wie ein Priester oder sowas anhört. Das Lied ist geprägt von harten Gitarren und Valos genialer Stimme und kann als Opener richtig gut überzeugen.
Danach geht es mit Love in cold blood und Passion's killing floor weiter, beide lieder sind sehr eingängig und überzeugen mit HIM typischen Refrains, die man nicht mehr aus dem Kopf bekommt.
Dann die erste Single, Kiss of Dawn. In der Album Version ist das Lied nochmal über ne Minute länger und hat einen Akkustikpart, der sich sehr schön in das Lied einfügt. Ansonsten eins der härtesten Lieder von HIM, aufgrund der Härte der Gitarren, der treibenden Drums und dem kratzigen Sound.
Nach diesem Lied folgt Sleepwalking Past Hope, ein wahrer Epos, mit einer Länge von 10 min 05 sec. Das Lied ist so komplex aufgebaut wie kein zweites von HIM, die Jungs haben mal wieder Mut bewiesen und experimentiert, Kommerz-Vorwürfe fallen werden spätesten nach diesem Lied zum erstummen gezwungen.
Nach diesem Über-Lied gehts dann mit Dead Lovers Lane weiter, auch ein typisches HIM Lied, was sehr schön von Musik und Lyrics ist.
Lied Nr. 7 besticht dann wieder durch Ungewöhnlichkeit: Song or Suicide ist ein nicht viel länger als eine Minute dauerndes Akkustikstück, in dem Valo klagend und sehr tief singt. Ohne Strophe, ohne Refrain, untypisch, aber einfach nur genial melancholisch. Mein Lieblingslied gleich hinter Nr. 8: Bleed Well. Das ist meiner Meinung nach das beste Lied auf dem Album, genialer Text, genialer Refrain, und sehr schöne Härte der Gitarren und Drums, einfach nur HIM at its BEST!
Venus Doom endet dann, wie schon die letzten beiden Alben, mit einem epischen Stück, Cyanide Sun. Das Lied ist wieder ein bisschen schwerfälliger als der Rest des Albums, aber wieder sehr schön instrumentiert und die Stimme Valos ist, wie auf dem ganzen Album, auch sehr schön. Wer zudem die Limited Edition ergattert hat, dem werden auf einer 2. CD noch zwei Remixe geboten, welche auch interessant zu hören sind.
Das neue Album beinhaltet ziemlich viele schnelle Stücke, zB Passion killing floor, kiss of dawn, dead lovers lane, love in cold blood, bleed well, also über die Hälfte schnelle Stücke.
Venus Doom und Sleepwalking Past hope sind etwas langsamer, und ganz langsam ist dann song or suicide.
Alles in allem ist das Album also sehr sehr geil geworden, nur könnten sich die Jungs in Zukunft meiner Meinung mal zur Aufgabe stellen, mehr Lieder zu schreiben, weil 9 Lieder doch relativ wenig sind fürs Geld, in dem Fall lohnt es sich aber auf jeden Fall.
Wer also Alben wie Love Metal, RR und Lovesongs gerne hört, kann mit dem Album gar nichts falsch machen, und wer alles von HIM mag sowieso nicht, denn dieses Album stellt sowohl diejenigen zufrieden, die HIM wieder rockiger haben wollten als auf Dark Light, und es stellt auch diejenigen zufrieden die bis jetzt mit allem von HIM zufrieden waren.
Auf jeden Fall ist es wieder ein Meisterwerk der Finnen, und das nächste Album wird sich wieder ganz anders anhören, denn bis jetzt hat sich jedes Album anders angehört, was ich sehr positiv finde, denn zum einen hat die Band ihren ganz eigenen Stil, aber zum anderen wiederholt sie sich nicht selber, was man bei vielen anderen Bands feststellen kann, und das ist einer der wesentlichen Punkte warum ich HIM so schätze.
KAUFEN! :-)
Heavy, doomy and gloomy! , 13. September 2007
Venus Doom: Als ich diesen Titel hörte und Interviews von Ville las, hatte ich Angst, dass das neue Album nicht so toll werden würde wie die anderen vorherigen Alben. Na gut, Dark Light war jetzt nicht so der "Kracher", aber egal.
Diese Angst war aber vollkommen unbegründet. Das, was Ville & Co uns da mit Venus Doom servieren ist wirklich das Beste, was sie unseren (meiner Meinung nach) Ohren liefern konnten!
"Heavy, doomy and gloomy", wie Ville die neue Platte beschrieb. Er sagte, dass Venus Doom ein Trip zu seiner persönlichen Hölle wäre. Ville meinte auch weiter: "Ich fühlte, dass wir viel weniger Keyboards brauchen und dass es eher wie ein Schlag in's Gesicht sein soll."
In der Tat lässt sich nur sehr selten ein Keyboardton in den einzelnen Songs erkennen. Allerdings ist das kein Nachteil für das Album.
Es ist frisch und gut zum Anhören und Mitsingen.
Die meiner Meinung nach besten Songs des ALbums sind "Love in cold Blood", "Dead Lovers' Lane", "Bleed well" und "Passion's Killing Floor".
Zum Schluss: Ich weiß nicht, ob es nur mir aufgefallen ist, aber ich finde, dass die Songs fast alle über Herzschmerz handeln. So ein bisschen jedenfalls... oder ganz... Mhm
Naja, jedenfalls ist das Album nur zu empfehlen!
Erfrischend anders, 12. September 2007
Nach den letzten Alben dachte ich schon, HIM werden zur 'Klein-Mädchen-Band' aber mit diesem klasse Album zeigen sie, was sie wirklich draufhaben!
Endlich wieder herrlich düster!!!
Höllisch gut! Diesmal darf man bedenkenlos zugreiffen!, 11. September 2007
Die 5 melancholischen Finnen sind wieder da und diesmal rocken sie eure Budde! Nachdem etwas schwächeren "Dark Light" (das aber trotzdem großes Potenzial hatte) kommen die Jungs zurück mit einer Heavy Metal Platte zurück, wie wir es seit "Love Metal" nicht mehr gehört haben. Kreischende Gitarren, teilweise kindlich-verspielte Keyboards, HIM-typisches Schlagzeug und wahrscheinlich die tiefste Ville Valo Stimme die man sich nur wünschen kann - "In den 9 Songs durchlebt man die Hölle", so Frontmann Ville Valo.
Krachend fängt das Intro zu "Venus Doom" an. Sobald Ville Valo allerdings anfängt zu singen, kriegt man die sanfte Atmosphäre des Songs mit, obwohl der zerfetzende Track meistens sehr Gitarren lästig bleibt. Ville Valo singt wie in einem Chor "Hide my Heart, where all dreams are entombed , My Venus doom". Ein beeindruckendes Gitarrensolo setzt vor dem letzten Refrain ein, das wiederum von kindlichen Melodien unterbrochen wird. Valo singt, als ob er ein Gebet aussprechen würde oder ein Ritual durchführen würde.
Kiss Of Dawn - Die erste Single des Albums handelt Inhaltlich von dem Selbstmord eines Freundes von Ville Valo. Was soll man dazu sagen? Die Ultimative Feuerzeugballade. Falsch, es handelt sich hier um die einzige Feuerzeugballade in "Venus Doom". Des Weiteren kann man sich ruhig die Lyrics noch mal genauer durchlesen bzw. genauer hinhören. "Kiss Of Dawn" endet mit einem langsamen Outro wie auch "Cyanide Sun".
Ein großes Highlight dürfte wohl "Sleepwalking Past Hope" sein. Ein Keyboardsolo leitet den Song ein, die Gitarren machen weiter - Valo fängt an zu singen. Der Refrain hört sich an wie eine klassische Gothic Hymne. Der zweite Gitarrensolo leitet die ursprüngliche Melodie des Liedes wieder ein (nachdem sie nach dem ersten verloren ging). Der Song dürfte wohl mit einer Lauflänge von 10:05 Minuten der längste HIM-Track der Bandgeschichte sein.
"Bleedwell" hört sich an wie eine Goth-Punk Hymne, die zum mitsingen und zum tanzen einlädt. Das Musikvideo dazu ist schon fertig. Es handelt sich hierbei also um eine potenzielle Single-Veröffentlichung. "Passion's Killing Floor" ist ein Song der wohl auch als Single veröffentlich werden wird (Video ist hier auch fertig) und der dementsprechend auch nicht allzu voll mit Solos gepackt ist, dennoch ein sehr starker Song.
"Song Or Suicide" ist komischerweise nur knapp über eine Minute lang und ist lediglich Ville Valo mit seiner Gitarre und Hintergrundvocals. Das Länge unwichtig ist, beweist dieser Song. Klein aber fein, eben.
"Venus Doom" ist das musikalisch aufwändigstes Werk der Finnen. Ohne einen enttäuschenden Song der sich nach einer Weihnachtshymne anhört, kann man ohne bedenken beruhigt sein: "Venus Doom" rockt!
Die Standard Verison kommt im üblichem Jewelcase, die Special Edition kommt als Doppel CD im Buchformat mit 2 Remixen worauf man sich eigentlich freuen könnte, aber wenn man Remixe haben will kann man sich die "Uneasy Listening" Platten besorgen. Schließlich gibt es die "Internet Only Edition", die man sich nur aus den USA Importieren kann. Diese kommt in aufwendiger Leder Hülle mit Extra CD (3 Remixe) und verschiedenen Extras wie Polaroid Fotos, Lyrics und was sich Sire Records sonst noch für treue Fans ausgedacht haben. Ein Bonus Track namens "Evil" soll in der Special und der Internet Only Edition enthalten sein (allerdings ist es auf Grund der kurzen Spielzeit von ca. 43 Minuten nicht auszuschließen das die Standard Edition diesen ebenfalls enthaltet). Hierbei handelt es sich um ein Coversong der Band "Keane".
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