Kundenmeinungen
High End-Sound aber ECM-Klischee-Jazz, 31. Dezember 2007
Inzwischen veröffentlicht ECM leider (fast) keine innovativen Alben mehr, man hat das Gefühl die 100ste Variante von super aufgenommenem Schlagzeug und Piano mit dem ewig gleichen Sax-, Trompeten- oder Klarinettengedudel zu hören. Dass hier inzwischen (fast) alle Künstler versuchen, den Labelsound zu spielen ist schade. Auch Playground ist hier keine Ausnahme: alles begnadete Musiker, aber es gibt nicht eine außergewöhnliche musikalische Idee oder den Funken einer musikalische Aufbruchsstimmung wie z.B. bei E.S.T, vielen Jazzland- oder Sonar-Veröffentlichungen oder den jüngsten David Sylvian/Burnt Friedman-Releases. Enttäuschend, dass diese altmodische Pseudointellektualiät sich hier so ausbreitet, statt Jazz als das zu verstehen, was er sein kann: die gefühlvolle, unbändige und aufrichtige Suche nach neuem Ausdruck. Ohne Dogma und ohne Klischees. Das kombiniert mit der unglaublich guten Aufnahmetechnik: ECM wäre sicher ganz schnell wieder viel mehr als der CD-Lieferant für neunmalkluge HighEndler und Manufaktum-Gutmenschen.
Relaxte Jazzmusik in Top-Aufnahmequalität, 23. Dezember 2007
Ich wurde auf diese CD im Stereoplay 10/2007 aufmerksam. Da ich Manu Katche als langjährigen Drummer von Sting kannte, kaufte ich mir diese CD und bin wirklich begeistert. Die Songs sind schöne Jazzstücke, alle sehr ruhig und relaxt und haben eine Top-Aufnahmequalität. Wie vom Label ECM gewohnt, sind die Aufnahmen sehr klar und präzise. Wichtig ist, die CD auf einer echten HIFI-Anlage zu spielen, im Auto-CD-Player geht zu viel verloren.
so groovy and nice ..., 20. September 2007
Klang die erste Platte Neighbourhood für mich stellenweise etwas gekünstelt und behäbig, so ist mit Playground Manu Katches Konzeption voll aufgegangen. Eine der besten Scheiben des Jahres! Wahnsinnig sinnliche, mitreissende Musik mit klarem melodischen Akzent, die aber durchaus auch den Intellekt anspricht.
Trygve Seim und Mathias Eick (sax bzw trumpet) lassen ihre Vorgänger Garbarek und Stanko nie vermissen. Im Gegenteil, sie stehen der Musik konzeptionell viel näher, lassen sie lebendig und warm werden. Die Rhythmusgruppe mit Wasilewski(piano), Kurkiewicz (bass) und natürlich Katche(Schlagzeug) ist ein Traum.Sie haben sich seit der letzten Platte deutlich angenähert und sind für sich genommen schon eine Sensation: lockere und doch filigrane Groover;sensible Zuhörer, die nie das Ohr für die Mitmusiker versperren und mit gekonntem Understatement agieren. Die Kompositionen Katches sind zudem ausgereifter und der Band auf den Leib geschrieben. Was fehlt zum Glück ? Diese Band live erleben zu dürfen, vielleicht auch eine Liveaufnahme.Bis dahin... geniessen, geniessen !
Jazz zum Träumen und Genießen, 18. September 2007
Es ist schon erstaunlich, wie der langjährige Sting-Drummer Manu Katche mit seiner ersten CD aus dem Stand eine der besten Jazz-Scheiben des Jahres hingelegt hat.
Langerwartet ist nun endlich sein zweites Werk erschienen. Und es knüpft nahtlos dort an, wo Manu Katche auf "Neighbourhood" aufgehört hat: eingängiger und melodiöser Jazz mit viel Gefühl. Sicher mag das vielen Puristen teilweise zu kommerziell vorkommen, aber muss Jazz immer verkopft oder aber sich in Improvisationen verlierend daherkommen?
Nein, und genau deswegen sind solche CDs wie die von Manu Katche (oder auch Tord Gustavsen, Esbjörn Svensson, ...) so wichtig für den Jazz: sie öffnen auch den Pop- und Rockfans die Türe zu stimmungsvoller und zugleich anspruchsvoller Musik.
Für mich neben Tord Gustavsens "Being There" ganz klar eine der besten Jazz-CDs des Jahres.
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