Kundenmeinungen
etwas lahmer Film, 24. Januar 2008
Leider ist der Film sehr lahm und langatmig. Eh es zur Sache geht, dauert es ewig und dann gewinnt er noch nicht mal. Entäuschend.
Mit der richtigen Portion Pathos und Würde garniert, 21. Januar 2008
Oha, Sylvester Stallone als überalter Boxopa, wieder einmal. Kann dies gut gehen? Und wie.....
Völlig auf den Hauptprotagonisten zugeschrieben, entwickelt sich dies Boxerdrama alsbald zu einem Film über Ehre, Leid und unbändigem Willen. Der Augenmerk liegt ganz klar auf Handeln und Wirken der Boxfigur, die mit all ihren Stärken und Unzulänglichkeiten sogar so etwas wie "Weisheit" versprühen kann.
Dabei stellt sich Stallone ganz bewusst der Gefahr, als ergrauter Boxer mit Hang zur (sehr) einfachen Selbstreflexion deplatziert oder sogar albern zu wirken. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: schauspielerisch mehr als ordentlich zeigt er dem Zuseher auf, dass der Boxer sein Leid, nämlich den Tod seiner Frau, gerade zu verarbeiten beginnt, während er andererseits um die Zuneigung seines Sohnes kämpft, um damit irgendwie sein Leben in Ordnung zu halten.
Erst zur Mitte des Filmes hin erkennt man erst, dass dann auch noch die Portion Boxevent auf den Plan treten muss: auffallend unspektakulär, setzt man einen Vergleich zu den anderen Rocky-Filmen, gestalten sich musikuntermalte Vorbereitung und der Kampf als solches. Natürlich gibt es wieder mehrere Male auf Rockys Schädel, ohne dass dieser so richtig umkippt......aber hey, es ist und bleibt eben doch noch ein Rocky-Film :) .
Erkennt man den Schwerpunkt in der Portion Drama und den Dialogen, so darf man diese auch freilich etwas kritisieren: wenn so einige Dialoge in der Essenz münden, dass "ein Kämpfer kämpft" oder "man denkt, was man denkt", dann muss einem die Fähigkeit zueigen sein, darüber hinwegsehen zu können, da es dann bisweilen doch etwas arg sinnfrei wirkt.
Fazit: Die für die Rocky-Filme so typische Portion Pathos wurde in diesem Teil so hochwertig eingesetzt, dass es nur verwundern kann.
Rocky und Stallone altern gemeinsam in diesem Film in Würde und von leisen Tönen umgeben. Es geht nicht mehr darum, wie viele Kopftreffer der Protagonist einstecken kann, sondern wie der alternde Boxstar seinen Alltag und sein persönliches Schicksal meistert.
Dabei beweist Stallone Mut zur Grenzwertigkeit, wenn er als, naja, Fleischklops noch einmal in den Ring steigt, um letztendlich dem Zuseher seine ganz persönliche Message zurückzulassen, die jeder freilich unterschiedlich interpretieren mag.
Die Schauspieler machen ihre Sache allesamt mehr als ordentlich, technisch ist an dem Film nicht auszusetzen und inhaltlich wie auch in puncto Unterhaltungswert kommt "Rocky Balboa als (mutmaßlicher) Abschluss jener Filmlegende eben sehr überzeugend daher.
|